Der Präsident des Verbands der Reservisten der Deutschen Bundeswehr will, dass der Freiwilligendienst auch auf Migranten und anerkannte Asylbewerber ausgedehnt wird. Dies würde die Versorgung von Einrichtungen verbessern und einen „Beitrag zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft“ leisten.

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Präsident des Deutschen Reservistenverbands Roderich Kiesewetter (CDU) ruft „Jahr des Zusammenhalts“ aus (Bild: Gerd Seidel, Quelle: Wikipedia, Rechte: CC BY-SA 3.0-Lizenz, Original: Siehe Link)

Aus einem internen Papier des Deutschen Reservistenverbands namens „Jahr des Zusammenhalts“ zitiert die Frankfurter Neue Presse den Vorschlag des Präsident des Verbandes, Roderich Kiesewetter (CDU).

„Jahr des Zusammenhalts“

Dieser hatte bereits Mitte Juni beim Parlamentarischen Abend in Berlin gefordert, bis zu 400.000 junge Menschen gezielt anzusprechen und vor allem Migranten zwischen 18 und 25 in das Konzept einzubinden.

Laut dem internen Konzeptpapier sollen diese motiviert werden, bei der Bundeswehr und bei Sozialdiensten zu arbeiten. Dadurch könnten die Menschen auch besser integriert werden, heißt es im Papier. Es soll auch die Wiedereinführung eines Pflichtjahres geprüft werden.

Abschaffung der Wehrpflicht war ein Fehler

Kiesewetter, der seit 2011 zum Stellvertretenden Bezirksvorsitzenden der CDU Nordwürttemberg gewählt wurde und außerdem Mitglied im Landesfachausschuss Europapolitik der CDU Baden-Württemberg ist, hatte immer wieder betont, dass er die Abschaffung der Wehrpflicht für einen Fehler halte.

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. – kurz Reservistenverband –  führt im Auftrag des Deutschen Bundestages die beorderungsunabhängige freiwillige Reservistenarbeit für alle Reservisten durch. Diese erstreckt sich auf die Aktionsfelder sicherheitspolitische Arbeit, militärische Ausbildung, Unterstützungsleistung für die Bundeswehr und Öffentlichkeitsarbeit. (BS)