Am Freitagnachmittag wurde von der ägyptischen Halbinsel Sinai aus mindestens eine Rakete auf den Süden Israels abgefeuert. Dies wurde von einer israelischen Armeesprecherin bestätigt. Nachrichten über  Verletzte liegen nicht vor. Zum Abfeuern bekannte sich der Islamische Staat (IS) und nannte es eine Vergeltungsaktion für eine israelische Unterstützung der ägyptischen Streitkräfte.

 (Bild: Israel Defense Forces; Quelle: flickr, Rechte: CC BY-NC-2.0-Lizenz, Original: siehe Link)
Israel Defense Force(Bild: Israel Defense Forces; Quelle: flickr, Rechte: CC BY-NC-2.0-Lizenz, Original: siehe Link)

Die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Abfeuern der Rakete vom Sinai aus auf den Süden Israels am Freitagnachmittag. Es handele sich um Vergeltung für eine israelische Unterstützung der ägyptischen Streitkräfte.  Israel verstärkte daraufhin seine Militärpräsenz an der Grenze zu Ägypten und schloss eine wichtige Schnellstraße in der Gegend.

IS-Miliz „Löwen des Kalifats in der Provinz Sinai“ bekennt sich zum Anschlag

Wie metropolico berichtete, waren am Mittwoch bei einer dschihadistischen Anschlagsserie mehr als 100 Menschen getötet worden, darunter viele Soldaten und auch Zivilisten. Der ägyptische Ableger der IS-Miliz die „Löwen des Kalifats in der Provinz Sinai”, bekannte sich auch zu diesen Angriffen.

Die radikal-islamische Palästinenserorganisation Hamas, die seit acht Jahren den Gazastreifen beherrscht, wies Vorwürfe zurück, die  Angriffe des IS unterstützt zu haben. Ein israelischer Militärvertreter hatte am Donnerstag in einem Interview gesagt, die Hamas sei mit „Waffen und logistischer Unterstützung“ an den Attentaten beteiligt gewesen.

Nach den verheerenden Anschlägen durch den IS auf der Halbinsel, bei denen 15 Stellungen der ägyptischen Armee und der Sicherheitskräfte angegriffen und drei Selbstmordanschläge verübt worden waren und mehr als 100 Tote zu beklagen sind, hatte die islamische Terrororganisation ihre Anhänger aufgefordert, während des muslimischen Fastenmonats Ramadan mit einer Welle von Anschlägen Stärke zu demonstrieren. Europa ist hierbei fest im Visier des islamischen Terrors.

Was in Syrien passiere, wird auch über Gaza hereinbrechen

Aktuell bewertet der israelische Geheimdienst den Stand der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen als schlecht. Zum einen sei die Finanzierung und der Wiederaufbau der Terrorgruppe nach der erheblichen Zerstörung dessen Struktur durch die israelische Operation „Starker Fels“ im vergangenen Sommer nicht gesichert und zum anderen werde der Islamische Staat (IS) immer präsenter. In einem aus den letzten Tagen stammenden Internetvideo kündigt der IS an, dass er sowohl den „Judenstaat“ wie auch die Hamas und die Fatah entwurzeln werde.

Der Gazastreifen werde nach der Machtübernahme dem Herrschaftsgebiet des IS zugeschlagen, so die Botschaft laut Israel heute. Die Hamas sei zu weich geworden, habe nicht ausreichend die religiösen Bestimmungen des Islams umgesetzt und ergehe sich in einer Waffenruhe mit Israel. Die Hamas habe nun acht Jahre den Gazastreifen kontrolliert und es immer noch nicht geschafft, die Scharia einzuführen. Das was momentan in Syrien passiere, werde auch über Gaza hereinbrechen, so der IS-Sprecher. (BS)