Wer je die Energiepolitik eines Landes bestimmen müsse, müsse einfach das Gegenteil von dem machen, was Deutschland macht. Auf der weltweit wichtigsten Ölkonferenz schmeichelte  Siemens-Chef Joe Kaeser der US-amerikanischen Energiewirtschaft und witzelte über die deutsche Energiewende.

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Joe Kaeser – Siemens Chef – macht sich über die deutsche Energiewende lustig (Bild: CSIS | Center for Strategic &: flickr, Rechte: CC BY-NC-SA 2.0, Original: siehe Link)

Auf der wohl wichtigsten Ölkonferenz des Jahres geltende IHS Ceraweek Versammlung in Houston stellte Siemens-Chef Joe Kaeser, einer der bestbezahlten Manager, die rhetorische Frage, ob Siemens noch ein deutsches Unternehmen sei und beantwortete sich diese mit den Worten: „Wir sind in Deutschland geboren, in Europa aufgewachsen und in der Welt zu Hause.“

Siemens möchte sich nach den Übernahmen von Rolls-Royce-Turbinen und Dresser-Rand für die Öl- und Gaswirtschaft unentbehrlich machen. Das Unternehmen scheint, so die FAZ, ebenfalls Interesse an den milliardenschweren Ölbohr-Aktivitäten des US-Industriekonzerns Halliburton bekundet zu haben. Durch seine offene Hinwendung zum Öl- und Gasgeschäft mache Siemens dadurch deutlich, dass das Unternehmen erstmals in seiner Geschichte ein Vorstandsressort im Ausland angesiedelt habe.

Wo ein Handschlag noch etwas gilt

Bei der amerikanischen Energiewirtschaft handle sich um eine „ziemlich coolen Industrie“, die voller Unternehmer sei, die auf Powerpoint-Präsentationen pfiffen und für die ein Handschlag noch etwas gelte, so der Siemens-Topmanager.

Wenig anerkennende Worte fand der Siemens-Chef für die deutsche Energiewende. Wer je die Energiepolitik eines Landes bestimmen müsse, müsse einfach das Gegenteil von dem machen, was in Deutschland gemacht werde.

Deutschland, subventioniere erneuerbare Energie mit einer Garantiesumme von knapp 500 Milliarden Euro. Kaeser hoffe, dass es wenigstens gelinge, den Export von Windkraftanlagen zu beflügeln. Denn seiner Ansicht nach sei die Förderung von Photovoltaik in Deutschland „ so sinnvoll wie den Anbau von Ananas in Alaska“. (BS)