Duisburg: Hauptrednerin bei der Pegida-Kundgebung am Montagabend war die in Frankfurt von der Antifa schwer verletzte Christine Anderson. Zum Gedenken an die Opfer des Germanwings-Unglücks verlief der Spaziergang der etwa 150 Pegida-Anhänger schweigend. Die rund 60 linken Gegendemonstranten schwenkten rote Flaggen und brüllten aus Leibeskräften „Nazis raus“.

Nur bürgerliches Publikum am Montagabend bei Pegida-NRW in Duisburg (Bild: metropolico.org)
Nur bürgerliches Publikum am Montagabend bei Pegida-NRW in Duisburg (Bild: metropolico.org)

Hauptrednerin der Kundgebung von Pegida-NRW am Montagabend auf dem Portsmouthplatz gegenüber dem Duisburger Hauptbahnhof war die am 9. März auf einer Pegida-Veranstaltung in Frankfurt am Main von Linksextremisten schwer verletzte Christine Anderson.

An diesem Tag wurden die Pegida-Anhänger in der Main-Metropole von Vertretern der linksextremen Antifa mit Steinen, aber auch mit Einkaufswagen, Bauzäunen und Fahrrädern beworfen. Anderson wurde von einem Stein getroffen. Auf die von der Polizei schnell organisierte notärtzliche Versorgung verzichtete sie aber, stattdessen nahm sie blotüberströmt weiter an dem Pegida-Spaziergang teil. „Ich wollte mich von der Antifa nicht unterkriegen lassen“, so Christine Anderson am Montagabend gegenüber metropolico. In der darauffolgenden Woche litt sie unter Wund- und Kopfschmerzen, aber bereits am 14. März trat sie mit einem Kopfverband bei einer Kundgebung von Pegida-NRW in Wuppertal wieder auf.

In ihrer Rede am Montagabend setzte sie sich hauptsächlich mit muslimischer Gewalt gegen Frauen auseinander. Dabei nahm Christine Anderson kein Blatt vor den Mund: „Im Grunde genommen sind Muslime bemitleidenswerte Geschöpfe. Ihre Gesellschaften sind geprägt von hoffnungsloser Rückständigkeit, Armut, Perspektivlosigkeit, Aggressivität und unmenschlichem Verhalten. Sie sind von Minderwertigkeitskomplexen derart zerfressen, dass ihre einzige Kompensation darin besteht, fortwährend ihre eigene eingebildete Grandiosität zu feiern. Der Beweis ihrer Grandiosität besteht aber ausschließlich darin, erfolgreich ihre eigenen Frauen unterdrücken und misshandeln zu können. Ironischerweise ist aber gerade die Unterdrückung der Frauen wiederum Zeugnis des Minderwertigkeitskomplexes der Muslime. Die gewaltsame Unterdrückung einer anderen Gruppe ist nämlich immer nur dann von Nöten, wenn zu befürchten steht, dass sich beim Wegfall der gewaltsamen Unterdrückung die eigene Unterlegenheit offenbart.“ Ihre etwa halbstündige Rede wurde mit starkem Beifall honoriert.

Pegida-NRW spaziert schweigend, Linke brüllen wie von Sinnen

Christine Anderson nach dem Antifa-Angriff am 9. März (Bild: Privat)
Christine Anderson nach dem Antifa-Angriff am 9. März (Bild: Anderson)

Marco Carta-Probach, Chef von Pegida-NRW, wendete sich in seiner Rede direkt an die in Deutschland lebenden Muslime: „Wenn der Islam eine Religion des Friedens ist, warum schließt ihr euch nicht uns an und protestiert auch gegen den radikalen Islam?“ Danach forderte er, dass auch Muslime die Religionsfreiheit anerkennen: „Ihr besteht auf das Kopftuch, wollt aber Juden die Kippa verbieten. Das geht nicht!“ Ein anderer Redner des Pegida-Orgateams, der sich selbst als „Rechtspopulist“ bezeichnete, forderte die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 10 Euro pro Stunde.

Zum Gedenken an die 149 Opfer der Germanwings-Katastrophe vom letzten Dienstag verlief der Spaziergang der etwa 150 Pegida-Anhänger schweigend. Laut waren aber die rund 60 linken Gegendemonstranten, die rote Flaggen schwenkten und wie von Sinnen „Nazis raus“ oder Parolen wie „Ich bin nichts, ich kann nichts, gebt mir eine Deutschland-Fahne“ brüllten. Nach dem Ende ihres Spazierganges machten sich die Pegida-Anhänger jedoch wieder lautstark in Richtung der linken Gegendemonstranten bemerkbar: „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen.“

Die Kundgebung von Pegida-NRW verlief friedlich; linke Störer wurden konsequent von der Polizei abgedrängt. Bei den Pegida-Anhängern waren überwiegend schwarz-rot-goldene Flaggen zu sehen, der Halbitaliener Carta-Probach schwenkte die italienische Fahne. Auf der rechten Seite der Rednerbühne hing eine Flagge mit einem durchgestrichenen Hakenkreuz und der Aufschrift „Gegen Nazis“. Mit der von Anderson angestimmten Nationalhymne endete die Veranstaltung nach rund 90 Minuten wieder. Marco Carta-Probach war zufrieden, schränkte aber ein: „Es hätten ein paar mehr sein können.“ Christine Anderson ließ gegenüber metropolico keinen Zweifel daran, sich auch weiterhin gegen die Antifa wehren zu wollen: „Es ist bedauerlich, dass Faschisten in Deutschland wieder frei herumlaufen dürfen. Auch wenn der Faschismus von links ausgeht, ist es trotzdem Faschismus.“ Am nächsten Montag findet in Duisburg keine Pegida-Kundgebung statt; Carta-Probach und andere nordrhein-westfälische Pegida-Anhänger wollen sich an diesem Tag an der Pegida-Veranstaltung in Dresden beteiligen. (PH)