Am Sonntag bekamen die regierenden Sozialisten nochmals ihre desaströse Politik vom französischen Wähler quittiert. In der zweiten Runde der Départementswahlen siegten das konservativen-bürgerlichem Lager, dicht gefolgt vom Front National. Die Sozialisten erhielten eine schallende Wahlklatsche vom Wähler verpasst.

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Wahlsieger: Das konservative Lager um Nicolas Sarkozy (Bild: UMP; Quelle: flickr, Rechte: CC BY-NC-ND 2.0, Original: siehe Link)

Am Sonntag gaben rund die Hälfte der 40 Millionen französische Wahlberechtigten ihr Stimme ab. Wie beim ersten Wahlgang verbuchten das Wahlbündnis aus den Konservativ-Bürgerlichen der UMP mit Nicolas Sarkozy  und der Zentrumspartei UDI einen landesweiten Zugewinn. Laut Endergebnis des Innenministeriums errangen sie in 66 der 101 Départements die Mehrheit der Stimmen.

Marsch durch die Institutionen hat begonnen

Der Front National (FN) konnte eine Vielzahl von Stimmen hinzugewinnen, jedoch erhielten sie in keinem Département die Mehrheit, was jedoch laut dem Le Monde von Parteichefin Marine Le Pen (FN) nicht erwartet wurde.  Es sei ein „Fundament für die großen Siege von morgen“, so Le Pen. Der FN hatte bei der ersten Runde der Départementswahlen vor einer Woche mit über 25 Prozent sein bestes Ergebnis bei einer landesweiten Wahl erzielt und lag deutlich vor den Sozialisten von Staatschef François Hollande.

In den Wahlkreisen, in denen sich der Front National (FN) für die zweite Wahlrunde qualifiziert hatte, kam die Partei diesmal auf einen Stimmenanteil von 40 Prozent. Wie die FAZ bemerkt, habe der FN-Marsch durch die Institutionen begonnen, da der Front National über ein „weitgestrecktes Netzwerk von Départementsratsmitgliedern im ganzen Land verfüge“.

Rotes Wahldebakel

Den regierenden Sozialisten quittierten die Wähler die Führung ihres Landes mit einer wahren Wahlklatsche. Knapp die Hälfte der bisher regierten 61 Départements verlor Hollande. Die bisherige Politik François Hollande  führte dazu, dass der Sozialist nicht nur als der unbeliebteste Präsident Frankreichs gilt. Wie metropolico berichtete, zeichnen eine enorm hohe Arbeitslosigkeit, eine Entindustrialisierung des Landes, eine Staatsverschuldung in Rekordhöhe und unternehmerfeindliche Spitzensteuersätze, so wie zunehmende innere Unruhen durch eine ungeregelte Migration die Regierung Hollandes aus.

Die Départements sind mit den Landkreisen in Deutschland vergleichbar. Die Wahlen 2015 warten mit Neuerungen auf. Die Wahl der Mitglieder des Departementrats erfolgt wie bisher nach dem so genannten romanischen Mehrheitswahlrecht in zwei Wahlgängen. Hier treten erstmals nicht mehr einzelne Kandidaten gegeneinander an, sondern ein Duo aus Mann und Frau. Diese Regelung wurde aus Gleichstellungsgründen getroffen. (BS)