Schlaglicht: Ich kann`s nicht mehr hören. Depressive Piloten rasen 149 Menschen tot. Der IS bombt und vergewaltigt sich auch in den Jemen. Flüchtlinge aus Gegenden, in denen seit Jahren keine Kriege stattfanden, stehen an unseren Sozialämtern Schlange. Unsere Betriebsrenten kaputt, Spareinlagen dahin. Unkontrollierter Sinkflug, wo man hinsieht. Wo bleibt denn die frohe Osterbotschaft?

Frohe Ostern (Bild: metropolico.org)
Frohe Ostern (Bild: metropolico.org)

7. April, 8. April, April, April. Irgendwann soll angeblich Griechenland pleite sein. Wann genau, weiß keiner. Auch noch keine taugliche Botschaft.

Und Alexis Tsipras, von Gysi noch zum „Glücksfall für Europa“ hochstilisiert, wendet sich „ganz ehrlich“ an Putin: „Haste mal ´ne Mrd. Euro?“ Selbst in Moskau, wo man selbst in kürzester Zeit Mörder für nahezu jedes Staatsattentat aus dem Zylinder zaubern kann, ist man ratlos. In Brüssel sprachlos. Ein griechisches Reformpaket? Stattdessen kommt nix auf Papier, sondern lediglich eine Athener Low-Performer-Liste gemailt: 100 Seiten auf dem Tablet flink zusammenkopierte Telefonrechnungen, Einkaufszettel und Uralt-Zeitungsartikel. Das ganze auf Griechisch. Wenigstens nicht Altgriechisch.

Und weit und breit kein Übersetzer, der den Kram in Englisch verliest. „Die Liste ist viel zu vage, nicht glaubwürdig und nicht überprüfbar“, sagte ein EU-Diplomat. Ist das die frohe Botschaft? Können wir uns jetzt endlich die Griechen sparen?

„Neue Reformen“ sind Voraussetzung dafür, dass die Europäischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und der Internationalem Währungsfonds (IWF), die 7,2 Milliarden Euro Finanzhilfen freizugeben. Zum Glück sitzen die Eurokraten noch auf der Handbremse. Sonst wäre auch dieses Geld weg. Wie wäre es denn mal mit alten Reformen? Besteuert Ihr Sozialisten doch mal Eure steuerfreien Superreichen! Das wäre mal eine frohe Osterbotschaft: Griechenland auferstanden aus Ruinen, finanziert von den zehn Griechenland aussaugenden Großfamilien.

Dann könnte auch das Wort des heiligen Gysi zur Wahrheit mutieren, das vom Glücksfall für Europa. Ostern ist ja die Zeit der Wunder. Und hoffen kostet ja Gott sei Dank nix.