Die AfD tut sich mit der Bestimmung ihrer Positionen zur Zuwanderung schwer. Zwar propagiert sie das kanadische Punktemodell, um über Zuwanderung zu entscheiden. Aber wofür gibt es Punkte und wofür nicht? Mit Worthülsen versucht man sich um eine klare Position zur islamischen Migration zu drücken. MIT VIDEO!

Bremen, Ende Januar 2015. Die AfD war zu ihrem Bundesparteitag zusammen gekommen. Vor der Eröffnung stellte sich ein Teil des Bundesvorstandes der Presse.

Widersprüchliche Aussagen zur islamischen Zuwanderung

Wenige Tage zuvor war der stellvertretende Bundessprecher Alexander Gauland in die Schlagzeilen geraten, da er mit der Forderung nach einem Zuwanderungsstopp für arabische Länder zitiert worden war. Daher wollte die Presse wissen, ob Zuwanderung stärker in den Fokus der AfD rücken sollte, worauf Bernd Lucke antwortete (siehe Video).

Gauland selbst versuchte die Darstellung in der Presse zu seiner Forderung zu relativieren, wurde dabei aber durch Konrad Adam, wie Lucke Bundessprecher der AfD, konterkariert. Denn Publizist Adam forderte sogleich, dass bei der Punktevergabe nach dem kanadischen Modell auch die „kulturelle Überzeugungen“ Berücksichtigung finden müssten.

Wahrscheinlich auch“ die Religion berücksichtigen

Zwar versuchte nun Lucke die Aussage Adams umzudeuten, aber der blieb dabei: Die religiöse Zugehörigkeit müsse man „wahrscheinlich auch“ bei der Punktevergabe berücksichtigen. Was aber soll nun gelten? Führt die falsche Religion zu Punkteabzug oder nicht? Diese Fragen beantwortete am nächsten Tag gegenüber metropolico-TV abschließend Alexander Gauland. (CJ)

Hier das Video zur Sichtweise der AfD hinsichtlich der muslimischen Zuwanderung: