Die taz veröffentlichte am Donnerstag eine Satire über die Finanzierung der Antifa durch staatliche Stellen. Nicht wenige nahmen den spaßig gemeinten schein-investigativen Artikel ernst, der auch einen gewissen „P. Flasterstein“ zu Wort kommen ließ. Allerdings hat die Satire einen ernsten und vor allem wahrhaften Kern. Die Antifa wird staatlich und kommunal finanziert und auch hofiert.

Die Antifa ist oftmals ein staatliches Unternehmen (Bild: metropolico.org)
Die Antifa ist oftmals ein staatliches Unternehmen (Bild: metropolico.org)

metropolico ruft anlässlich der damit ausgelösten Diskussion und der gelenkten Demokratie in Sachsen seine eigenen Recherchen in Erinnerung und macht neuere Leser auf die Recherche-Ergebnisse von metropolico aufmerksam. Zwar wird vor allem die Verstrickung der Stadt München in die Machenschaften der Antifa aufgezeigt. Doch die Artikel Isar-Putin und Isar-Putin II kann man getrost als Matrix für viele andere Städte in Deutschland heranziehen.

In Jena etwa drängt sich die – zumindest ideologische – Verbindung der Stadtspitze mit der Antifa auch ohne jede weitere Recherche auf. Der dortige Oberbürgermeister Albrecht Schröter (SPD) zeichnete einen später in Österreich wegen Gewalttaten zu zwölf Monaten Haft verurteilten Antifa-Aktivisten mit einem mit 1.000 Euro dotierten Preis für Zivilcourage aus. Der saß während der Auszeichnung durch Schröter in Österreich in Untersuchungshaft, weshalb Schröter dem Mitglied der Sozialistischen Jugend in seiner Laudatio „brüderliche Kampfesgrüße“ ausrichtete.

Antifa – von der CSU hofiert

Aber auch wie die Antifa durch die CSU hofiert wird, wird aufgezeigt in dem Artikel Die Helfer. Bemerkenswert: Nachdem metropolico die Verbindungen des Bayerischen Flüchtlingsrates in die Antifa aufzeigte, verteidigte die Landrats-CSU ihre Gespräche mit dem Flüchtlingsrat damit, „dass es das Wesen einer demokratischen Gesellschaft ist, sich „mit politisch Andersdenkenden auseinander zu setzen“. Das galt allerdings nicht für Gespräche mit Pegida, die CSU-Chef Seehofer rundweg ablehnte.

Dass die taz bei all diesen Zusammenhängen gerne auch satirisch die Szene betritt, wurde nicht nur an dem Artikel von Donnerstag deutlich. Satirische Fähigkeiten ließ die weit links angesiedelte Zeitung aus Berlin auch erkennen, als die Recherchen von metropolico zur Antifa in ein Gerichtsverfahren eingingen. Die Blockupy-Demonstration war aus dem Ruder gelaufen. Die Bilder von metropolico zeigten, was alle anderen Medien schönredeten – darunter auch die taz: Linksextreme Gewalt, festgehalten in einem Video-Bericht.

Schließlich sei noch an die Video-Dokumention „Deutschland von Innen“ erinnert, die die Behinderungen der AfD im Wahlkampf durch die Antifa aufzeigte: