München: Weil er eine Lebensrecht- und eine christliche Organisation unterstützt, sah sich Markus Hollemann, der von der CSU als städtischer Umwelt- und Gesundheitsreferent vorgeschlagen worden war, nach Angriffen zum Verzicht auf das Amt genötigt. Manchem stieß vor allem seine islamkritische Haltung auf.

Wirft seinen Kandidaten den Grünen zum politkorrekten Fraß vor: Josef Schmid (Bild: metropolico.org)
Wirft seinen Kandidaten den Grünen zum politkorrekten Fraß vor: Josef Schmid (Bild: metropolico.org)

Wer den Islam kritisch sieht, gilt in München für ein öffentliches Amt als ungeeignet. Das musste nun auch der Politiker Markus Hollemann von der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) erfahren. Von der CSU für den Posten des
Umweltreferenten vorgeschlagen, wurde er schon bald als Abtreibungsgegner und Islamkritiker „entlarvt“.

Gesinnungsprüfung „auf Herz und Nieren“

Florian Roth, nur geistig mit der Grünen-Ikone Claudia verwandt, stellte auf seiner Facebook-Seite fest, dass Hollemann der Organisation Christian Solidarity International angehört. Dessen Vorsitzender habe, so Roth, ein Buch geschrieben, das durch das katholische Erzbistum München und Freising wie folgt beschrieben wurde: Es „zementiert Feindbilder, schürt Ängste und setzt Konfrontation an die Stelle eines dringend notwendigen kritischen Dialogs“ bezüglich des Islams.

Artig bedankt sich Roth bei der Tippgeberin auf seiner Facebook-Seite für deren
Gesinnungsschnüffelei. Die Grünen-Stadträtin Sabine Nallinger findet es „befremdlich“, dass Hollemann überhaupt in den engeren Bewerberkreis gelangen konnte, wie sie der Süddeutschen Zeitung erklärte. Als Bewerber um ein Amt als Beamter in einer Führungsposition hätte es Hollemann nach Ansicht Nallingers nicht weit gebracht, denn da werde man „auf Herz und Nieren“ geprüft.

Multikulti-Ideologie ersetzt Verfassung

Was allerdings hinsichtlich des Zugangs zu einem öffentlichen Amt, das laut Artikel 33 Grundgesetz jedem geeigneten und befähigten Deutschen zusteht, die Gegnerschaft zu Abtreibung und Islam unmöglich machen soll, bleibt Nallingers Geheimnis. Denn das religiöse Bekenntnis darf bei der Auswahl keine Rolle spielen, es sei denn, dadurch stünde, wie bei einem Dschihadisten die Verfassungstreue in Frage. Doch gerade die Verfassung ist im Münchner Stadtrat suspendiert. Gilt doch dort als „verfassungstreu“, wer sich vorbehaltlos zur rot-grünen Multi-Kulti-Utopie bekennt.

Aufgrund seines klaren christlichen Bekenntnisses war Hollemann für die CSU im Münchner Rathaus und ihren nicht für Standfestigkeit bekannten Chef nicht mehr haltbar. Hollemann erklärte nach Gesprächen im Rathaus den Verzicht auf das Amt. Auch eine Form, eine Abtreibung vorzunehmen. Derartige Existenzvernichtungen gelten jedoch im Rathaus der Bayerischen Landeshauptstadt als legitim und statthaft – und als ein Sieg im „Kampf gegen Rechts“. (CJ)