Der neuste Trend im islamistischen Kampf gegen Ungläubige: Dschihadisten reisen mit ihren Kindern in den „Heiligen Krieg“. Durch Indoktrination der eigenen Kinder soll eine neue Generation von Dschihadisten in Deutschland aufgebaut werden. 

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Schon die Kleinsten werden von ihren radikalen islamischen Eltern an die Welt des Dschihads herangeführt. Mitten in Deutschland. (Bild: metropolico.org)

Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes ziehen in zunehmendem Maße Dschihadisten auch mit ihren Kindern von Deutschland aus in den „Heiligen Krieg“ nach Syrien und in den Irak.

„Was möchtest du werden: Ein Kämpfer oder ein Märtyrer?“ So die Frage eines aus Belgien mit einem Wohnwagen angereisten Dschihadisten an seinen kleinen Sohn Abdulla, der noch keine zehn Jahre alt ist. „Ein Kämpfer“, so dessen Antwort. „Warum töten wir Ungläubige?“, fragt der Vater weiter. „Was haben die Ungläubigen getan?“ „Sie töten Muslime“, so die prompte roboterhafte Antwort des Kindes.

Fred Abrahams von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erläutert gegenüber dem ARD-Magazin Report Mainz, dass es sich hier um klare Menschenrechtsverletzungen in Form des Missbrauchs von Kindern durch die Terror-Organisation Islamischer Staat (IS) handelt. Man habe Dutzende von Kindern interviewt, die in diesen dschihadistischen Gruppen gekämpft haben. Diese Kinder wurden zu militärischem Training gezwungen, waren religiöser Indoktrination ausgesetzt und mussten sich Videos von Enthauptungen ansehen.

Deutsche Konvertitin nimmt siebenmonatigen Sohn in den Dschihad

Wie metropolico berichtete, soll die im laufenden Salafisten-Prozess am Oberlandesgericht Düsseldorf angeklagte mutmaßliche Terror-Helferin Karolina R. den IS unterstützt haben. 2013 soll die heute 25-Jährige, die 2011 zum Islam konvertierte, zusammen mit ihrem Mann Fared S. nach Syrien gereist sein. Was kaum bekannt ist: Laut Anklage hatte Karolina R. ihren damals erst sieben Monate alten Sohn mit nach Syrien genommen. Auch wurden dort Videos mit dem bewaffneten Vater und dem kleinen Kind aufgenommen. Nach der Inhaftierung seiner Mutter wächst das Kind seit zehn Monaten zusammen mit ihr im Gefängnis auf.

Marco G., der, wie metropolico im Prozessbericht darstellte, als strenggläubiger Muslim im Dezember 2012 versucht haben soll, auf einem Bahnsteig des Bonner Hauptbahnhofes eine selbstgebaute Rohrbombe zur Explosion zu bringen, um hierdurch möglichst viele Menschen zu töten, habe laut Report Mainz in seiner Untersuchungshaft von seinem damals dreijährigen Sohn mehrfach Besuch erhalten. Als dieser seinem Vater begegnet, ruft der Junge laut Überwachungsprotokoll mehrfach „Allahu Akbar“ und erzählt, dass er lieber kämpfen als spielen wolle. Von seinem Vater wird er dafür gelobt.

Psychologen des Instituts für Traumabearbeitung befürchten die schlimmsten psychischen Schäden für solche Dschihad-Kinder. Allein das Hinbringen in diese Krisengebiete und das Herausreißen aus ihrem Alltag in unserer europäischen Gesellschaft stellen bereits einen Missbrauch dieser Kinder dar. Diese Kinder werden benutzt, um die Bedürfnisse ihrer strenggläubigen Eltern zu befriedigen, so die Beurteilung der Experten.

Eine neue Generation von Dschihadisten

Der Verfassungsschutz geht momentan von einer zweistelligen Anzahl von dschihadistischen Eltern aus, die ihre Kinder mit in den „Heiligen Krieg“ gegen Ungläubige mitnehmen, so der  Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, gegenüber Report Mainz.

Strenggläubige muslimische Eltern versuchten durch Indoktrination ihrer eigenen Kinder eine neue Generation von Dschihadisten aufzubauen, so die Sorge der Verfassungsschutzbehörde. Schon die Kleinsten werden von ihren radikalen islamischen Eltern an die Welt des Dschihads herangeführt. Mitten in Deutschland. (DB)