Frank-Furter Schnauze: Offener Brief an die „Lügenpresse“

Typisch "Lügenpresse": Tausende friedliche Demonstrationsteilnehmer werden pauschal als "Islamfeinde" verunglimpft (Hier: Spiegel-Online; Screenshot aus Video am Ende des Artikels)
Typisch „Lügenpresse“: Tausende friedliche Demonstrationsteilnehmer werden pauschal als „Islamfeinde“ verunglimpft (Hier: Spiegel-Online; Screenshot als Beweisbild)

Am heutigen Tag gedenkt die Welt der Opfer der Terroranschläge von Paris. Ausgeschlossen werden ausgerechnet jene, die wie die ermordeten Mitarbeiter von Charlie Hebdo schon seit langem den Mut haben, öffentlich gegen den radikalen Islam und für Freiheitswerte Flagge zu zeigen. Ein Brief an die Heuchler.

Liebe Lügenpresse!

Die Ereignisse des 7. Januar 2015 und der Tage danach haben uns alle erschüttert. Zwölf Mitarbeiter des Satiremagazins Charlie Hebdo bezahlten ihren Kampf für unser aller Freiheit mit ihrem Leben. Auch Juden wurden einmal mehr Opfer der „vermeintlichen“ Islamisierung Frankreichs. Die feigen Attentate auf die Redaktion der bekennend linken Zeitschrift sowie einen jüdischen Supermarkt in Paris müssen die Seele eines jeden überzeugten Demokraten erbeben lassen. Es ist ein Angriff auf das Herz unseres Wertekanons: unsere Freiheit!

Doch es ist nicht nur dieser Akt der Barbarei, der zeigt, wie sehr die Meinungsfreiheit dieser Tage bedroht ist. Seit Monaten gehen in Dresden tausende Menschen friedlich auf die Straße, demonstrieren gegen radikalen Islam und Asylmissbrauch. Die Medien jedoch bezeichnen die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ durchweg als Islamfeinde und Rechtsextreme, Politiker beschimpften das Pegida-Bündnis gar als „Mischpoke“, „Nazis in Nadelstreifen“ und „Schande für Deutschland“. Wer die Dresdener Montagsdemonstrationen mit eigenen Augen gesehen, die dortigen Reden mit eigenen Ohren gehört hat, und daraufhin die „angebliche“ Berichterstattung „vermeintlicher“ Qualitätsmedien wahrnehmen musste, kommt nicht umher, in den Ruf tausender Dresdener mit einzustimmen: „Lügenpresse! Lügenpresse! Lügenpresse!“

Der rote Faden, der sich durch Eure „Lügenpresse“ zieht, ist Unausgewogenheit. So sehr die islamkritische Pegida-Bewegung in nahezu allen Medien diffamiert und denunziert wird, so sehr wird der radikale Islam verharmlost, so sehr werden linksextreme Gruppierungen gar noch beschönigt. Ob Blockupy in Frankfurt, Rote Flora in Hamburg oder 1. Mai in Berlin: die radikale Linke darf heftig randalieren, ohne dass daran allzu große Kritik laut wird. Gehen jedoch die „angeblich“ Falschen friedlich auf die Straße, wird flächendeckend ein Zerrbild gezeichnet, als stünde die NSDAP kurz vor dem Einzug in den Reichstag, als rollten deutsche Panzer auf die polnische Grenze zu. Kaum äußert jemand einen unerwünschten Standpunkt, schwingt Ihr „selbsterklärten“ Moralapostel maschinenhaft Euer einziges „angebliches“ Argument: die Nazi-Keule. Diese seit Jahren betriebene intellektuelle Geißelung eines ganzen Volkes ist nicht mehr auszuhalten, nicht mehr hinnehmbar. Aber vor allem anderem ist sie nur noch eines: lächerlich!

Der Anschlag auf Charlie Hebdo hat einmal mehr blotig vorgeführt, wie wichtig und richtig Kritik am radikalen Islam ist. Umso beschämender mutet an, wie nun ausgerechnet jene Medienschaffenden Anteilnahme heucheln, die üblicherweise jeden kritischen Geist und jede unliebsame Meinungsäußerung mit Diffamierungs- und Verleumdungskampagnen strafen. Und umso durchschaubarer ist, wie nun ausgerechnet jene, die von den „so genannten“ NSU-Morden den Hals nicht voll genug kriegen konnten, der AfD und Pegida wohlfeil vorwerfen, die scheußlichen Anschläge von Paris für ihre Zwecke zu „instrumentalisieren“. Jene Medienschaffenden, die nach dem abscheulichen Verbrechen des Anders Breivik in Norwegen jedem eine Mitschuld gaben, der sich nur irgendwann irgendwo irgendwie unliebsam geäußert hatte, die jedoch bei den alltäglich gewordenen Attentaten im Namen „Allahs“ immerzu sirenenhaft dasselbe Lied herunterleiern: „Das hat alles nichts mit dem Islam zu tun“.

Die Wahrheit ist: WIR sind diejenigen, die sich mitunter seit Jahren trauen, öffentlich Kritik an jenen Fehlentwicklungen zu üben, die auch Charlie Hebdo nur allzu gerne und allzu trefflich thematisierte. Die vergangenen Tage haben gezeigt: Es sind Menschen wie wir, Menschen, die kritisch denken und ihre Kritik öffentlich äußern, die zu den ersten Zielen der Freiheitsfeinde zählen. Jenen Freiheitsfeinden aus den Reihen radikal-islamischer Terrorkommandos ebenso wie jenen Freiheitsfeinden in den Redaktionsstuben unserer „Lügenpresse“, die uns alltäglich mit ihrer Scheinmoral nahe am kollektiven Schwachsinn terrorisiert.

Es sind Menschen wie wir, die schlimmstenfalls mit ihrem Blut für das Versagen westlicher Eliten bezahlen. Und die trotzdem nicht schweigen, nicht aufgeben, nicht zurückstecken werden in ihrem Kampf für die unabdingbare Grundlage unserer Zivilisation: unsere Freiheit!

An die „Lügenpresse“ dieser Republik: WIR SIND CHARLIE! Ihr nicht!