Die Stadt Frankfurt beabsichtigt, nach und nach die Kraftfahrzeuge der Verwaltung auf Elektroantrieb umzustellen. Das berichtet die Stadt auf ihrer Web-Präsenz. Damit würde ein Stadtverordnetenbeschluss von 2009 umgesetzt.

Umstellung auf Elektroantrieb gemäß städtischer Richtlinie (Bild: metropolico.org)
Umstellung auf Elektroantrieb gemäß städtischer Richtlinie
(Bild: metropolico.org)

Außerdem ist die Vorgehensweise in der Studie „Elektromobilität im Jahr 2025 in Frankfurt am Main – Vision und Strategie“ (im Volltext hier als PDF-Datei) beschrieben. In dieser Studie werden auch weitere Maßnahmen zur Beförderung der Elektromobilität diskutiert. So gibt es Überlegungen für eine E-Umweltzone (Zitat: „hervorragender Ansatz“) und für die bevorzugte Zuteilung des knappen städtischen Parkraums an Besitzer von Elektrofahrzeugen.

Damit auf diesem Feld die Stadt Frankfurt selbst mit gutem Beispiel vorangehen kann, stellt nun das Wirtschaftsderzernat unter Markus Frank (CDU) Zuschüsse bereit, um die höheren Anschaffungskosten auszugleichen. Man wolle generell bei Bedarf für Dienstwagen zur Wahl einer Elektrovariante animieren. Details dazu sind in der „Förderrichtlinie der Stadt zur Beschaffungsinitiative der Nutzung von Elektrofahrzeugen in der Stadtverwaltung“ beschrieben. Welche Maßnahmen im Gegenzug an anderer Stelle gekürzt wurden, um die Visionen zu befördern, wird nicht berichtet.

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI hat Ende 2013 eine umfangreiche Studie zur Elektromobilität vorgelegt und diese im Januar 2014 nochmals aktualisiert. Folgt man dieser Studie, ist die Dienstwagenentscheidung für die Stadt Frankfurt ein reines Zuschussgeschäft. Sie kommt zum Ergebnis, dass sich die Nutzung von Elektrofahrzeugen unter allen Kostenaspekten (Total Cost of Ownership) für Privatfahrzeuge sowie Fahrzeugflotten je nach Profil unter Umständen lohnen kann, wenn sich die Kilometerleistung im Bereich von 20.000 Kilometern bewegt. Zu Dienstwagen urteilt sie, diese „haben unter den getroffenen Annahmen im mittleren Szenario [Anm.: konservative Annahmen für Preisentwicklungen] kein ökonomisches Potenzial.“ (TF)