Frankfurt: Bei einer Demo des linksextremen Blockupy-Bündnisses kam es wieder einmal zu Ausschreitungen. Etwa 2.000 Personen nahmen an einem Demonstrationszug teil, gut 100 von ihnen stürmten das Gelände der neuen EZB-Zentrale.

    Friedliche "Aktivisten" bei Blockupy 2013 in Frankfurt (Bild: metropolico)
Friedliche „Aktivisten“ bei Blockupy 2013 in Frankfurt (Bild: metropolico.org)

Seit Donnerstag findet in Frankfurt das so genannte „Blockupy-Festival“ statt. Dabei handelt es sich um eine Protestveranstaltung eines Bündnisses aus linken bis linksextremen Organisationen, die sich selbst als „kapitalismuskritisch“ bezeichnen. Seit Donnerstag finden „Veranstaltungen“ an verschiedenen Orten in Frankfurt statt.

Polizei setzte Pfefferspray ein

Am Samstag wurde eine Demonstration, von den Organisatoren als „Umzug“ bezeichnet, durchgeführt, die vom Römerberg zur neuen Zentrale der Europäischen Zentralbank im Ostend führte. Etwa 2.000 Personen aus der linken Szene nahmen an der Demo teil.

Am EZB-Neubau angekommen, rissen über 100 Linksextreme einen Bauzaun nieder und stürmten das Gelände. Die Polizei schaffte es erst nicht, die Gruppe aufzuhalten. Gut 20 Minuten lang war die Situation völlig außer Kontrolle. Die Extremisten warfen Farbbeutel auf den EZB-Neubau. Die Polizei setzte Pfefferspray ein. In einem Fall versuchte ein Demonstrationsteilnehmer, einem Polizisten die Dienstwaffe zu entwenden. Die eingedrungenen Blockupy-Aktivisten wurden auf dem Gelände festgesetzt und verließen schließlich freiwillig das Areal. Die Demo ist mittlerweile aufgelöst.

Narrenfreiheit für Linksextreme in Frankfurt

Dem Blockupy-Bündnis gehören unter anderem die Linkspartei, die „Interventionistische Linke“, die Autonome Antifa Frankfurt, das kommunistische Bündnis „Ums Ganze“ und die Gewerkschaft Verdi an. Im vergangenen Jahr kam es im Mai zu schweren Ausschreitungen bei einer Blockupy-Demonstration mit etwa 7.000 Teilnehmern. Gut 1.200 davon, mehrheitlich Linksextreme und Autonome, wurden von der Polizei eingekesselt.

Das konsequente Vorgehen der Polizei im Mai 2013 stieß auf heftige Kritik linker Medien und Parteien. Wohl auch deswegen verhielt sich die Polizei an diesem Samstag besonders zurückhaltend, verfolgte die Demonstration mit großem Abstand. Die Quittung für die Narrenfreiheit, die Linksextreme in Frankfurt offenbar genießen, kam postwendend.

Linksextreme Ausrichtung wird konsequent verschwiegen

Die Bundesrepublik Deutschland ist im Rahmen von EU-Verträgen zur Sicherung des EZB-Geländes verpflichtet, doch die Angst vor Denunziation in linken Medien scheint seitens der Sicherheitskräfte mittlerweile größer zu sein, als die Verpflichtung gegenüber der Zentralbank. Und das, obwohl im Nachlauf der Blockupy-Demo vom letzten Jahr Gerichte der Polizei ordnungsgemäßes Vorgehen bescheinigten.

Die Linksextremen kündigten derweil an, zur offiziellen Eröffnung der neuen EZB-Zentrale am 18. März zurückzukehren. Mit 2.000 Teilnehmern, viele davon eigens aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland angereist, blieb die Teilnehmerzahl deutlich hinter den Werten vergangener Jahre zurück. Inhaltlich hat Blockupy auch dieses Mal keine nennenswerten Impulse vorgetragen. Hinter der so genannten „Antikapitalismuskritik“ verbergen sich in aller Regel nichts weiter als sozialistische und kommunistische Ideologien. Große Medien wie der Hessische Rundfunk oder die Frankfurter Allgemeine Zeitung tun dem Bündnis allerdings den Gefallen, die offenkundig linksextreme Ausrichtung konsequent zu verschweigen. (MP)

Kommentar zum Thema: Kömmünism is sie Änßer!