Kein Land wird so scharf und so oft kritisiert wie Israel. Auch bei der jüngsten Berichterstattung über den Terrorangriff auf eine Synagoge in Jerusalem war die Berichterstattung nicht nur tendenziös. Schlimmer noch: Geht es um Israel, dann hagelt es ungenaue Berichterstattungen.

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Medien zeigen meist nicht nur eine völlig andere Wirklichkeit. Geht es um Israel, dann hagelt es ungenaue Berichterstattungen. (Bild: Screenshot YouTube; Rechte: Fox News; siehe Link)

Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman, auf den laut übereinstimmender Medienberichte die radikal islamische Hamas ein Mordattentat mit einem Raketenwerfer plante, kritisierte die ausländische Presse und sagte, dass diese den Terror durch ihre ungenaue Berichterstattung weiter unterstütze.

In übereinstimmend einseitiger Medienperspektive berichtete zum Beispiel auch der Nachrichtensender CNN über den Terroranschlag zweier Palästinenser am Dienstag auf eine Synagoge, dem fünf Menschen zum Opfer fielen. Wie Israel heute aufzeigt, habe CNN zunächst berichtet, dass eine Moschee in Jerusalem angegriffen wurde. Später titelte der Sender „4 Israelis und 2 Palästinenser bei Angriff auf Synagoge getötet.“ Schlussendlich entschuldigte sich CNN und bedauerte die Fehler.

Der Fauxpas von CNN wurde vom der kanadische CBC noch getoppt. CBC erwähnte noch nicht einmal die jüdischen Opfer und schrieb lediglich: „Jerusalems Polizei erschießt 2 Personen nach Angriff auf Synagoge.“

Die ARD in israelkritischer Manier

In der Tagesschau hat der in Israel tätige ARD-Reporter Richard Schneider erklärt, dass die Attentäter auf die Aktionen jüdischer Extremisten antworteten, die den Tempelberg besuchten. Dadurch schaukele sich der religiöse Extremismus auf beiden Seiten hoch. Indirekt gab er also den Juden die Schuld an dem Anschlag, so Israel heute, und sprach den Palästinensern jegliche moralische Verantwortung für ihre Taten ab.

Die FPA, eine Schirmorganisation ausländischer Reporter in Israel, antwortete auf die Kritik des israelischen Außenministers, dass man die Medien nicht prinzipiell verurteilen dürfe, wenn einige Agenturen etwas Unpassendes berichteten.

Miri Eisin, ehemalige Regierungssprecherin Israels und heute unabhängige Medienberaterin, bezeichnet die Art, wie die internationalen Medien über Israel berichten als „unproportional“. Wenn man bedenke, dass Israel ein Land mit siebeneinhalb Millionen Menschen, 22 Kilometer Breite und 400 Kilometer Länge ist, sei es doch erstaunlich, wie viel Aufmerksamkeit Israel bekomme, bei all dem, was sonst in der Welt passiert.

„Dieses Video muss uns schockieren!“

Wie falsch die Behauptung ist, die heutige „Israelkritik“ sei nur eine Form von „Kritik unter Freunden“, zeigt in eindrucksvoller und schockierender Weise ein Video eines Studenten auf dem Campus der Berkeley Universität in Kalifornien. In dem von Fox News gehosteten Video ist ein junger Mann zu sehen, der einmal die Flagge des „Islamischen Staates” schwingt und dann die Flagge des Staates Israel. Das Schwenken der IS-Fahne wird toleriert bis hin zur Akzeptanz. Für das Hochheben der israelischen Flagge schlagen ihm jedoch Hass und Beleidigungen entgegen.

Wie der engagierte Autor, Regisseur und Schauspieler Gerd Buurmann auf seiner Internetseite Tapfer im Nirgendwo zum Video bemerkt, sei das Bild, das viele Menschen 2014 von Israel haben, so schlecht wie das Bild, das viele Menschen 1914 von Juden hatten. „Das Zerrbild von Israel heute ist jedoch so falsch und durch Hass durchtränkt wie das Zerrbild von Juden 1914. Israel ist kein brunnenvergiftendes, kinderfressendes Monster basierend auf den ´Protokollen der Weisen von Zion´“ . (BS)