Katja Kipping, Vorsitzende der Linkspartei macht die AfD für die Krawalle bei der „Hooligans gegen Salafisten“-Demo verantwortlich und nennt AfD-Mitglieder „Hooligans in Nadelstreifen. AfD-Politiker schlagen zurück und vergleichen Kipping mit „Stalin im Dirndl“.

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Katja Kipping, Vorsitzende der Linkspartei nennt AfD-Mitglieder „Hooligans in Nadelstreifen“ (Bild: Hier ist DIE LINKE, CA, Rechte: CC BY-SA 2.0-Lizenz, Quelle: Wikipedia, Original: Siehe Link)

Die Vorsitzender der Linkspartei, Katja Kipping, hat die Alternative für Deutschland (AfD) für die Krawalle bei der Demonstration „Hooligans gegen Salafisten“ in Köln verantwortlich gemacht. Solange Hooligans in Nadelstreifen wie die aus der AfD das politische Klima mit rechten und ausländerfeindlichen Parolen vergiften, müsse man sich nicht wundern, wenn sich rechte Gewaltbanden ermutigt fühlen, so Kipping gegenüber der Neue Osnabrücker Zeitun (NOZ).

Daraufhin kritisierten führende AfD-Politiker Katja Kipping scharf für ihre Äußerung. Ebenso gut könnte man Frau Kipping ‚Stalin im Dirndl‘ nennen, wohl wissend, dass sie weder das eine ist noch das andere trägt, sagte AfD-Vize Olaf Henkel im Gespräch am Donnerstag ebenfalls mit der NOZ. 

Kleinster gemeinsamer Nenner gefunden: die Hirnlosigkeit

„Weder Herr Lucke noch ich noch sonst ein Mitglied der AfD trägt Nadelstreifen, noch haben wir uns je betrunken in Fußballstadien aufgehalten und Straßenschlachten geliefert, was ja traditionell ein Privileg der Linken ist.“ Die im Bundestag vertretenen Parteien, die sonst heillos zerstritten seien, hätten „ihren kleinsten gemeinsamen Nenner gefunden: die Hirnlosigkeit“.

Die AfD-Fraktionsvorsitzende im sächsischen Landtag, Frauke Petry, bezeichnete Kippings Äußerungen als „unsäglich und inhaltlich haltlos“. Petry erklärte, Kipping stehe als Linken-Vorsitzende der Rechtsnachfolgerin des SED-Unrechtsregimes vor, für das freie Meinungsäußerung und andere demokratische Bürgerrechte zu DDR-Zeiten vierzig Jahre lang Fremdworte und Anlass für Mauerbau und Schießbefehl gewesen seien. Den Wert der inhaltlichen Auseinandersetzung zwischen demokratischen Parteien habe Kipping noch nicht verstanden.

Die Äußerungen der Linken-Chefin zu den Ausschreitungen von Hooligans in Köln demonstrierten nur die Unfähigkeit der Linken, zwischen den verschiedenen gewaltbereiten Gruppierungen zu differenzieren und diesem Problem rechtsstaatlich zu begegnen, so Petry. Wer es Hooligans überlässt, ein gravierendes Problem wie jenes des demokratiefeindlichen Salafismus für sich zu instrumentalisieren, unterschreibt seine eigene politische Bankrotterklärung, so Petry. (DB)