Ein vierzehnjähriger Türke wurde am Dienstag festgenommen – Er hatte einen Bombenanschlag auf den Wiener Westbahnhof oder einen anderen öffentlichen Platz geplant. Hinweise zum Anschlag kamen von der Schule des jungen Dschihadisten.

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Der 14-jährige Junge stand seit Oktober unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden (Bild: Sven Groß-Selbeck, Quelle: Wikipedia, Rechte CC BY-SA 3.0-Lizenz, Original: Siehe Link)

Der türkische Jugendliche lebt seit acht Jahren in Österreich und hatte geplant, mit Splitterbomben möglichst viele Menschen zu schädigen. Für den geplanten Anschlag mitten in Österreich – am Westbahnhof oder entlang der Strecke von Wien bis St. Pölten- hatte er sich einen exakten Bomben-Bauplan aus dem Internet heruntergeladen.

Eigenen Angaben zufolge hatte der 14-Jährige aber noch keine Sprengvorrichtung gebaut. Er habe jedoch bereits „konkrete Erkundigungen über den Kauf der dazu benötigten Gegenstände durchgeführt“, so die Ermittler laut Krone.at.

14-Jähriger wollte nach Syrien zum IS

Der 14-jährige Junge stand seit Oktober unter Beobachtung der Sicherheitsbehörden. Diesen war eine zunehmende Radikalisierung des in Sankt Pölten wohnenden Türken aufgefallen. Nach eigenen Angaben habe er auch geplant, nach Syrien zu reisen um, sich der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Derzeit befindet sich der Terrorverdächtige in Untersuchungshaft.

Die Hinweise sollen zudem vom Lehrpersonal der Schule des Jungen, die dann schlussendlich die Behörden informierte, gekommen sein. Wie ein Schulpsychologe gegenüber dem ORF bemerkte, werde bereits der islamische Religionsunterricht an den Schulen genau kontrolliert.

Nach Recherchen des ORF sollen sich etwa 2.000 Personen mit Wohnsitz in Österreich offen zur radikalislamischen Ideologie des IS bekennen. Fast die Hälfte stammt dabei nach eigenen Angaben aus Tschetschenien. Ein weiteres Viertel ist aus den Balkanstaaten eingewandert.

Hat auch Österreich eine „besondere Verantwortung“?

Inwieweit die österreichische Regierung der eigenen Bevölkerung eine „besondere Verantwortung“ gegenüber den österreichischen Dschihadisten aufbürdet, ist unklar. Denn diese „besondere Verantwortung“ besteht nach Ansicht von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auf jeden Fall für Deutschland.

Deutschland habe im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ (IS) eine besondere Verantwortung, weil auch Dschihadisten aus der Bundesrepublik für die Terrormiliz kämpfen. „Die deutschen Kämpfer sind nun mal auch Teil des Konflikts, den wir zu lösen haben“, sagte de Maizière dem Stern. „Es sind unsere Söhne und Töchter. Ein Großteil wurde hier geboren. Sie sind in unsere Schulen gegangen, in unsere Moscheen, in unsere Sportvereine. Wir tragen für deren Radikalisierung Verantwortung“, betonte der Innenminister. (DB)