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Rom schickt die Staatsanwaltschaft, begleitet der ROS (Raggruppamento Operativo Speciale), einer Sondereinheit der Carabinieri zum Kampf gegen die Organisierte Kriminalität um am Sitz der Partei „Süd-Tiroler Freiheit“ (STF) Computerdateien und schriftliche Unterlagen zu beschlagnahmen  (Bild: metropolico.org)

Die linksgerichtete Regierung des italienischen Ministerpräsidenten Mario Renzi versucht die Unabhängigkeits- und Selbstbestimmungsbewegungen in Italien zu unterdrücken. Die Sorge vor Unabhängigkeitsreferenden und dem Selbstbestimmungsverlangen der Süd-Tiroler wie auch der Venetier hat die italienische Regierung zu polizeistaatlichen Methoden greifen lassen.

Wie metropolico mehrfach berichtete, gibt es europaweit zunehmend Sezessionsbestrebungen. So in Schottland, Katalonien, dem Baskenland, Venetien, Flandern und auch in Süd-Tirol.

Die Regierung des Ministerpräsident Mario Renzi versuche offensichtlich, sich gegen die Sezessionsbewegungen in Italien zu wehren. Vor wenigen Tagen bekam die Süd-Tiroler Oppositionspartei Süd-Tiroler Freiheit Besuch von der Carabinieri-Spezialeinheit Raggruppamento Operativo Speziale (ROS). Die ROS wurde eigentlich gegen die „organisierte Kriminalität“ eingerichtet, nun, so die EU-Infothek jage sie Selbstbestimmungsbefürworter in Südtirol.

Konkret werfe man der Oppositionspartei Süd-Tiroler Freiheit vor, dass es im Zuge des von ihr 2013 mit großem Erfolg abgehaltenen Selbstbestimmungsreferendums zu „Manipulationen“ und zum Missbrauch eines vergünstigten Posttarifs gekommen sei. Dass sich die Südtiroler Patrioten bei ihrem Referendum rechtstreu an Vorschriften gehalten hätten, ignorierten die italienischen Behörden, offensichtlich auf Weisung von Rom, ausdrücklich.

Polizeibehörden gehen auch gegen Venetien-Referendum vor

Die Süd-Tiroler Freiheit ist aber nicht die einzige Selbstbestimmungsbewegung, auf die sich der Focus von Staatsanwaltschaft und obersten Polizeibehörden aus Rom richtet. Die Selbstbestimmungsbewegung in Venetien, metropolico berichtete, erhielt ebenfalls vor einigen Wochen Besuch der italienischen Sicherheitsbehörden. Es kam zu Verhaftungen und Hausdurchsuchungen in der gesamten Region.

Bei dem rechtlich nicht bindenden Referendum Mitte März, in dem die Abstimmungsfrage: „Willst du, dass die Region Venetien eine unabhängige und souveräne Republik wird?” lautete, stimmten 89 Prozent der 2,36 Millionen wahlberechtigten Venetianer für die Selbstbestimmung.

In den deutschen Medien war und ist über die Unabhängigkeitsbestrebungen der Süd-Tiroler und Venetier kaum berichtet worden. (DB)