Werner Sinn - ifo
„Die deutsche Wirtschaft legt eine Verschnaufpause ein“, so Hans-Werner Sinn, Chef des Ifo-Institut (Bild: metropolico.org)

In allen Bereichen der Wirtschaft verschlechtert sich die Stimmung, so das Ifo-Institut. Der Rückgang des Geschäftsklimas ist stärker, als die Experten erwartet haben. „Die deutsche Wirtschaft legt eine Verschnaufpause ein“, so Hans-Werner Sinn, Chef des Ifo-Institutes.

Die Unternehmen beurteilten sowohl ihre Lage als auch ihre Geschäftsaussichten schlechter als zuletzt. Ob Dienstleister, Industrie, Baugewerbe oder Einzelhandel. In allen Bereichen der deutschen Wirtschaft verschlechtert sich die Stimmung, so die Pressemitteilung des Institutes. Bei einer Befragung von 7.000 Managern wurde eine pessimistischere Grundstimmung ermittelt. Der Geschäftsklima-Index des Institutes ist um 0,8 Punkte gefallen. Das Institut hatte lediglich mit einem Rückgang von 0,3 Punkten gerechnet. Der Zähler liegt derzeit bei 110,4 Punkten.

Vergleichsweise gut ist das Klima in der Industrie. Man erwarte weiterhin Impulse vom Export, sagte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Auch im Bauhauptgewerbe gab der Geschäftsklimaindex etwas nach. Die Baufirmen waren etwas weniger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage als im April. Auch der Ausblick auf das zukünftige Baugeschäft trübte sich weiter ein.

Das Geschäftsklima ist ein Indikator für die künftige wirtschaftliche Entwicklung. Im Frühjahr war hatte es einen außergewöhnlich großen Sprung nach oben gemacht, doch nun mehren sich die Anzeichen für eine kommende Abkühlung der Wirtschaft. (DB)