(Bild: metropolico.org)
US-Geldmenge übersteigt erstmalig die Grenze von 4 Billionen Dollar (Bild: metropolico.org)

Seit August 2008 hat sich die Zentralbank-Geldmenge in den USA mehr als vervierfacht. Am vergangenen Mittwoch war es soweit. Die Geldmengenbasis in den USA hat die 4-Billionen-Dollar-Grenze passiert, so Goldreporter. 

Mit dem 16. April 2014 erreichte die Zentralbank-Geldmenge laut der aktuellen Statistik der Federal Reserve Bank of St. Louis (Federal Reserve Economic Data = FRED) 4.011.630.000.000 US-Dollar. Die US-Geldmengenbasis wurde damit seit August 2008 um 457 Prozent ausgeweitet. Zum Vergleich: Die US-amerikanische Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) stieg im gleichen Zeitraum (bis Q4 2013) lediglich um 14 Prozent.

Die genannte Geldmenge umfasst die Summe der außerhalb der Federal Reserve Banks und des US-Finanzministeriums zirkulierenden Währung (inklusive Münzen) plus Spareinlagen, die innerhalb des Federal-Reserve-Banken-Systems gehalten werden.

Das Grundübel: das Staatsmonopol für das Geldangebot

Mit Hilfe der Zentralbanken haben sich überall auf der Welt die Regierungen des Geldes bemächtigt und dieses Monopol missbraucht. Sie rissen ganze Staaten und Völker in den Abgrund und tun genau dasselbe wieder. Mit dem Geldmonopol in Händen der Zentralbanken genießen diese nun, gemeinsam mit dem gesamten Bankensystem, die Vorteile des Geldschöpfens und Gelddruckens.

Nach der Einführung des Euro gab es Jahre, in denen nach Angabe der Europäischen Zentralbank die Geldmenge M3 mit einer Jahresrate von zwölf Prozent gewachsen ist. Die Geldmenge M3 ist die am breitesten gefasste; sie enthält neben Bargeld und Bankeinlagen auch Bankschuldverschreibungen und Geldmarktpapiere bis zu zwei Jahren Laufzeit. Die Geldmenge M2, die Bargeld und Bankeinlagen bis zu einer Laufzeit von zwei Jahren umfasst, hat sich nach Angaben der Europäischen Zentralbank seit Einführung des Euros rund verdoppelt.

„Dank der unbegrenzten Macht der Zentralbank, Geld zu drucken, können Staaten immer größere Schuldenberge anhäufen. Sie können heiße oder kalte Kriege führen,die ansonsten als unfinanzierbar unterbleiben würden.Und sie können eine scheinbar endlose Zahl von Projekten einleiten und sich in Abenteuer stürzen, die andernfalls undenkbar gewesen wären.“
(Hans-Hermann Hoppe) (DB)