Im Internet gefundene Ankündigung des Münchner Salafisten-Treffens
Im Internet gefundene Ankündigung des Münchner Salafisten-Treffens

Pierre Vogel & Co haben für den 1. Mai im Raum Köln/Bonn und den 4. Mai in München sogenannte „All 4 Ummah“-Benefizveranstaltungen für Syrien angekündigt. Dahinter steht der Verein „Helfen in Not“, dem die Unterstützung des syrischen Bürgerkrieges vorgeworfen wird.

Im Internet gefundene Ankündigung des Salafisten-Treffens im Raum Köln/Bonn
Im Internet gefundene Ankündigung des Salafisten-Treffens im Raum Köln/Bonn

Die Liste der für die Köln/Bonner Veranstaltung angekündigten Prediger ist beeindruckend: der Krefelder Salafist Marcel Krass, der trotz seines radikalen Gedankengutes 2012 ein halbes Jahr lang als Lehrer an einer Duisburger Berufsschule unterrichten durfte (metropolico berichtete), der als „Kölner Hartz-IV-Salafist“ bekannte Sozialbetrüger Abou Nagie und andere. Der selbsternannte „Friedensaktivist“ Pierre Vogel will dort wie auch in München mit dabei sein.

Den Ankündigungen kann man entnehmen, dass der Neusser Verein „Helfen in Not“ hinter beiden Veranstaltungen steht. Einer der Mitarbeiter dieses Vereins, der Mönchengladbacher Salafisten-Chef Sven Lau, wurde am 24. Februar verhaftet (metropolico berichtete). Lau wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat und die Rekrutierung von Jihadisten vorgeworfen. Vor seiner Verhaftung sprach Lau in Internet-Videos immer wieder davon, dass mit den Spendengeldern, die auf solchen Veranstaltungen gesammelt werden, nicht nur Medikamente und Nahrungsmittel gekauft und über die Türkei nach Syrien gebracht werden, sondern auch Krankenwagen und Koranschulen finanziert würden.

Der wahre Hintergrund solcher Veranstaltungen ist bekannt

Gemeinsame Recherchen des Bonner General-Anzeigers und der Stuttgarter Nachrichten im türkisch-syrischen Grenzgebiet haben jedoch bereits im letzten Jahr ergeben, dass die “Hilfslieferungen” der Salafisten vor allem in die Gegenden Syriens gehen, die von islamischen Terror-Gruppen beherrscht werden, die sich mit dem al-Qaida-Ableger Jabhat-al-Nusra verbündet haben. Mit den “Hilfskonvois” werden auch Waffen und Munition in ausrangierten Krankenwagen in das Kriegsgebiet geschmuggelt. Die Krankenwagen werden ebenfalls mit Spendengeldern deutscher “Benefiz-Veranstaltungen” finanziert.

Somit wird allgemein davon ausgegangen, dass auch die Veranstaltungen in München und im Köln/Bonner Raum in Wahrheit der Unterstützung des syrischen Bürgerkrieges dienen. Davon, dass dieses den Sicherheitsbehörden bekannt ist, darf ebenfalls ausgegangen werden. Trotzdem dürfen die Salafisten in Deutschland auch weiterhin ungehindert solche Veranstaltungen durchführen. Proteste dagegen sind schwierig, weil die radikalen Anhänger Allahs hierbei unter sich bleiben wollen und deswegen den genauen Veranstaltungsort immer erst einen Tag vorher auf der Internet-Seite von „Helfen in Not“ bekanntgeben. In der Vergangenheit hat es nur sehr wenige Fälle gegeben, bei denen der Druck auf den Vermieter des Veranstaltungsortes dazu geführt hat, dass das Salafisten-Treffen abgesagt werden musste. (PH)