Jörg Burger, Vorsitzender der NRW-AfD, und Vorstandsmitglied Jörg Himmelreich haben ihre Ämter niedergelegt und die Partei verlassen.

Hat zusammen mit Jörg Burger die Partei verlassen: Jörg Himmelreich (Bild: metropolico.org)
Hat zusammen mit Jörg Burger die Partei verlassen: Jörg Himmelreich (Bild: metropolico.org)

Jörg Burger, Vorsitzender des nordrhein-westfälischen Landesverbandes der Alternative für Deutschland (AfD),  hat seinen Rücktritt und Parteiaustritt erklärt. Er habe „fundamental andere Vorstellungen als der Bundesvorstand von einem demokratischen und geordneten Aufbau der Parteiorganisation, der Wirtschaftsplanung und der Rechnungslegung in der AfD“, begründete Burger am Samstag seinen Rücktritt. Der 53-jährige Finanzfachmann war erst im Dezember nach heftigen internen Streitigkeiten zum neuen Landesvorsitzenden gewählt worden. Auch Landesvorstandsmitglied Jörg Himmelreich legte seine Ämter nieder und trat aus der Partei aus. Der autokratische Führungsstil von Parteichef Bernd Lucke verletze Grundprinzipien der Parteiendemokratie und die eigene Parteisatzung, erklärte er.

Nach metropolico vorliegenden Informationen soll es im Vorfeld beider Rücktritte längeren Streit zwischen dem AfD-Bundesvorstand und dem NRW-Landesvorstand über die Zuteilung finanzieller Mittel gegeben haben. Angeblich soll der Landesvorstand zwei Monate vor der nordrhein-westfälischen Kommunalwahl am 25. Mai noch immer nicht wissen, welche Mittel ihm konkret für den Wahlkampf zur Verfügung stehen. Auseinandersetzungen über die politische Ausrichtung der AfD soll es zwischen Burger und Lucke nicht gegeben haben. (PH)