Münchner Freiheit: Die Münchner Linke verspricht  „alles für alle und zwar umsonst“ und dadurch das Klima zu retten

Wer "schwarz" fährt, rettet nach Ansicht der Kommunisten das Klima (Bild: metropolico.org)
Wer „schwarz“ fährt, rettet nach Ansicht der Kommunisten das Klima (Bild: metropolico.org) metropolico.org)

Die Partei Die Linke will in München das Klima retten. Durch Schwarzfahren werde CO² gespart. Das angebliche „Klimagas“, das ohne wissenschaftlichen Beweis für eine – seit fünfzehn Jahren nicht mehr stattfindende – Erwärmung der Erde verantwortlich gemacht wird, kann durch Fahren ohne Fahrschein eingespart werden. So sehen es jedenfalls die Kommunisten im Münchner Rathaus.

Wer glaubt, das Plakat, das „fahrscheinfrei spart CO²“ postuliert, gehe auf eine semantische Ungenauigkeit zurück, sieht sich getäuscht.  Das Programm der Linken fordert: Die Entkriminalisierung von Nutzern öffentlicher Verkehrsmittel ohne gültigen Fahrschein. Mit anderen Worten: Schwarzfahren soll legal werden.

Doch auch für diejenigen, die partout noch mit einem Fahrschein für einen finanziellen Ausgleich für ihren Transport sorgen wollen, dürfen sich freuen. Jedenfalls wenn es nach den Linken geht. Denn nahezu jeder wird günstiger fahren. Warum diejenigen nicht gleich umsonst fahren werden, wenn denn das Schwarzfahren nicht mehr als Beförderungserschleichen verfolgt wird, verraten die roten Rechenkünstler dem geneigten Parteiprogrammleser nicht.

Dafür aber, wer die Zeche bezahlen soll. Die Arbeitgeber. Man kennt sie ja. Die Kapitalisten haben aufgrund der unmenschlichen Ausbeutung genügend Geld, jede Fahrt in München zu finanzieren. Aber nicht nur die Arbeitgeber, sondern die „Nutznießer“ eines öffentlichen Nahverkehrs sollen zahlen. Nein, nicht die Fahrgäste. Das wäre im Paradies der Umverteiler denn doch zu einfach. Einzelhandel, Gastronomie und Vermieter sollen die, die umsonst fahren oder vielmehr den nicht mehr nötigen Fahrschein bezahlen – und so die Umwelt und die „soziale Gerechtigkeit“ retten.

Und da die Ausbeuter mit Hilfe der Linken gerade beim Herstellen sozial gerechter Zustände sind, sollen sie an den Arbeitsplätzen der Münchner auch Duschen bauen. Denn mit dem Rad zur Arbeit zu fahren spart zwar CO² und rettet die seit den 1950er Jahren beständig wachsende Eisbärenpopulation, aber der Pedaltreter kommt doch ins Schwitzen, wenn er, von voll besetzten, weil kostenlosen, Bussen überholt werdend, gen Arbeit strampelt.

Dafür muss er sich aber auch  keine Sorgen um seinen Drahtesel machen, wenn er diesen unbewacht an der U-Bahnstation zurücklässt. Während der Radler kostenfrei mit dem Untergrundzug der Innenstadt entgegenstrebt, wird sein privates Gefährt bewacht; fordern jedenfalls die Linken. Aber hier sind die Volksbeglücker bescheiden, schließlich wächst das Geld nicht aus den Hosentaschen. Nur die wichtigsten U- und S-Bahnhöfe sollen durch das Fahrrad-Wachregiment Felix Dzierzynski kontrolliert werden.

Nur eines wollen die Genossen nicht: Einen weiteren Tunnel bauen. Eine solche Röhre ist in der Diskussion, um den Fahrtweg im Untergrund zu entlasten, durch den der gesamt S-Bahn-Verkehr durch die Innenstadt geleitet wird. Hier haben sich die SED-Nachfolger festgelegt und rufen den Wählern zu: „Niemand, von der Linken hat die Absicht, einen Tunnel zu bauen.“