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Muslimisches Kopftuch, Schleier und Turban – ok – Unterwäsche mit politischen, religiösen oder persönlichen Statements – nein (Bild: metropolico.org)

Die Fifa hat nach einer Testphase Kopfbedeckungen religiöser Art, wie das muslimische Kopftuch, Schleier oder den Turban, erlaubt. Das Tragen von T-Shirts und Unterwäsche mit persönlichen, religiösen oder politischen Slogans indes wurde verboten.

Die Fifa gilt unter Kritikern als „Letzter Diktator Europas“ und nutze immer wieder seine Monopolstellung über Gebühr aus. Besondere Kritik erntete die Fifa durch die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaften 2018 an Russland, sowie 2022 an das wahabitische Wüstenemirat Katar. Der Zürcher Tagesanzeiger meinte dazu, dass Russland die Wahl der Macht und Katar die Wahl des Gelds gewesen sei. Die Korruptionsvorwürfe verklangen seither nicht.

Ungeachtet der Negativschlagzeilen regelt und reglementiert der Fifa-Verein neben dubiosen Vergaben auch die allgemeinen Spielregeln, sowie das Erscheinungsbild der Fußballathleten. In Bezug auf die Spielregeln bestätigten die Regelhüter des International Football Association Board (Ifab) am Samstag in Zürich die Änderung der Auslegung von ‚Regel 4 – Ausrüstung der Spieler‚.

Änderung der„ Regel 4 – Ausrüstung der Spieler“

In dieser Regel ist festgelegt, dass ein Spieler „keine Kleidungsstücke oder Ausrüstungsgegenstände tragen darf, die für ihn oder einen anderen Spieler eine Gefahr darstellen (einschließlich jeder Art von Schmuck). Darüber hinaus wird genau vorgeschrieben, wie die Grundausrüstung auszusehen hat.

Besondere Aufmerksamkeit widmete die Fifa nun bei der 128. Versammlung seit Bestehen des Vereins der Unterwäsche der Sportler. Die besagte Regel 4 wurde dahingehend verändert, um klarzustellen, dass weder „auf den vorgeschriebenen Ausrüstungsteilen noch auf der Unterwäsche Slogans, Botschaften oder Bilder jeder Art zulässig sind.“ Im Wortlaut heißt es weiter: „Ein Spieler oder eine Mannschaft, die auf der Unterwäsche politische, religiöse oder persönliches Statements oder Bilder beziehungsweise Werbung mit Ausnahme des Ausrüsterlogos zeigen, werden vom Veranstalter oder der Fifa bestraft.“

Muslimisches Kopftuch, Schleier und Turban ist ok

Erlaubt werden Spielern und Spielerinnen hingegen künftig das Tragen von Schleier oder Turban auf dem Platz. Wörtlich heißt es hierzu: „In Bezug auf die Spielregeln bestätigte der IFAB die Änderung der Auslegung von ‚Regel 4 – Ausrüstung der Spieler‘ durch die Vorschriften, nach denen männliche und weibliche Spieler Kopfbedeckungen tragen können. Nach einer zweijährigen Testphase stimmte der IFAB in der Bewertung überein, dass es keinen Grund für ein Verbot des Tragens von Kopfbedeckungen gebe, sofern deren Ausführung dem neuen Wortlaut von Regel 4 entspricht, der bei der heutigen Jahresversammlung beschlossen wurde.“

Seit 2012 ist es islamischen Fußballspielerinnen erlaubt, mit einem Kopftuch zu spielen. Das Verbot war ursprünglich 2007 aus Sicherheitsgründen ausgesprochen worden. Dem Streit vorausgegangen war unter anderem die Disqualifikation von Irans Frauen-Nationalmannschaft bei einem Olympia-Qualifikationsturnier. Ein Fifa-Offizieller hatte das Team vor der Partie gegen Jordanien ausgeschlossen, weil die Kopfbedeckung nicht dem Reglement entsprach. Im vergangenen Jahr hatte der kanadische Fußballverband CSA einen entsprechenden Antrag gestellt, da Anhänger der Sikh-Religion in der Provinz Quebec mit Turban spielen wollten. Damals hatte die Fifa eine Ausnahmegenehmigung ausgestellt.

Muslimische Gefühle nicht verletzen

Vor allem im fußballverrückten Südamerika sind T-Shirts unter dem Trikot mit Sprüchen wie „Jesus liebt dich“ oder „Ich liebe Jesus“ weit verbreitet und werden bei einem Torjubel gerne hergezeigt, so das Magazin unzensuriert.at. Das soll nun ab 1.Juni, pünktlich vor dem Start der WM in Brasilien, der Vergangenheit angehören. Das Magazin nimmt an, dass die Fifa mit dieser Maßnahme Vorkehrungen für die WM 2022 im strengislamischen Katar trifft und sich somit den Regeln des islamischen Gastgebers beugt. (DB)