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Zum Gedenken an die Opfer des 13. Februars 1945 – ein Gedenken, das die Piratenfrau Anne Helm beschädigt (Bild: gemeinfrei)

Sogenannte „antifaschistische Aktionen“ aus dem linken und linksextremen politischen Lager haben Gemeinsamkeiten. Eines dieser Merkmale ist der menschenverachtende Duktus. Diese Feststellung wurde durch die Piraten-Frau und Femen-Aktivistin Anne Helm in beschämender Weise bestätigt.

Mitte Dezember hatte die Grünenpolitikerin Katharina Elisabeth Schulze mit einem Parteikollegen in München das Denkmal der Trümmerfrauen mit einem Tuch verhängt. Darauf war der Spruch gedruckt: „Den Richtigen ein Denkmal nicht den Alt-Nazis – Gegen Spaenles Geschichtsklitterung“. Diese ehrabschneidende Aktion wurde nun von einem Mitglied der Piratenpartei übertroffen.

Die Aktivistin“ dankte auf femisch“ dem Verantwortlichen für das Flächenbombardement auf die Stadt Dresden im Zweiten Weltkrieg. Damals verloren über 25.000 Menschen auf schrecklichste Weise ihr Leben.Vom 13. bis zum 15. Februar 1945 flogen alliierte Bomber in vier Angriffswellen Luftangriffe auf Dresden. Die Innenstadt der sächsischen Metropole sowie die industrielle und militärische Infrastruktur wurden fast komplett zerstört. Angeordnet wurde dieses Flächenbombardements vom britischen Oberbefehlshaber Sir Arthur Travers Harris, genannt Bomber-Harris. Bis heute diskutieren Historiker, ob der Bombenabwurf militärisch notwendig und zweckmäßig war und ob die Luftangriffe ethisch und rechtlich als Kriegsverbrechen zu werten sind.

Unzweifelhaft indes bleibt die Tatsache, dass die betroffenen Menschen in Dresden, darunter viele Frauen, Kinder und alte Menschen unerträgliches Leid erfahren haben.

Piraten stellen sich hinter ihre Parteikollegin Helm

Keinerlei Emphatie der Opfer gegenüber indes ließen zwei halbnackte „Damen“ im Duktus der sogenannten „Femen“ erkennen. Eine der beiden selbsternannten „Aktivistinnen“ hatte sich auf die nackte Brust den Spruch „Thanks, Bomber Harris“ gepinselt und posierte vor der Kulisse der im Zweiten Weltkrieg ausgebrannten Dresdner Hofkirche. Ihre Gesichter hatte die beiden „tapfereren Femen“ mit Tüchern verhüllt.

Bei der so Beschrifteten handelt es sich um die 27-Jährige Anne Helm. Diese sitzt, wie der Berliner Kurier berichtet, in der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln, kandidiert für das Europaparlament und ist Mitglied der Piraten-Partei. Helm ist seit Jahren in der Flüchtlings- und Antirassismus-Szene unterwegs, schrieb kürzlich einen Blogpost, in dem sie erklärte, warum sie „ohne Antifa-Strukturen keine Politik“ machen könne und war mal die Synchronstimme von „Schweinchen Babe“.

Aufgrund dieser unerträglichen „Femen-Aktion“, die für viele Menschen als Verhöhnung der Tausenden von Opfern empfunden wurde, kam es auf den sozialen Netzwerken zu Protestaktionen. So wird von mittlerweilen über 9.000 Menschen auf Facebook ein Stadtverbot für Anne Helm gefordert. Sstellen weise kam es zu Todesdrohungen gegen die Piratin.

Piraten sprechen ihrem Mitglied Anne Solidarität aus

Der Bundesvorstand der Piraten sah sich denn auch bemüßigt, in Form einer Pressemitteilung auf die „Debatte“ um die Aktion ihres Parteimitglieds Helm zu reagieren. Es wurde festgestellt dass man sich nicht an den Behauptungen und Vorverurteilungen, die von „Boulevard und sozialen Netzwerken in Fahrt gesetzt wurden“ beteilige. Die Aktion sei keine Aktion im Namen der Partei gewesen und man heiße diese auch nicht für gut.

Unabhängig davon jedoch sehe sich die Piratin Anne Helm massiven Anfeindungen aus dem „rechten Spektrum ausgesetzt“. Deshalb sei die Piratenpartei in der Verantwortung und spreche hiermit ihrem Mitglied Anne ihre Solidarität aus. Auf der Internetseite des Bundesvorstands der Piraten wurde das „politische Statement“ von Anne Helm mit dem Hinweis veröffentlicht, dass dieses weder die Meinung des Bundesvorstandes noch der Piratenpartei darstelle. Der Versuch einer Erklärung. Die Piratin Helms geht in ihrem Erklärung- und Rechtfertigungsversuch darauf ein, dass der Jahrestag des Bombardements der Stadt Dresden im Zweiten Weltkrieg in der Vergangenheit immer wieder von „Neonazis und andere Rechtsradikale aus ganz Europa“ für Aufmärsche genützt worden sei. Dies sei dankt „antifaschistischen Gegenmaßnahmen“ nicht mehr der Fall. Die Dresdner Lokalverwaltung würde sich „geschichtsklitternd“ verhalten.

Dazu müsse sie, Helms, „einige Dinge klarstellen“. Dresden sei „als Produktionsstandort und Umschlagplatz für die näher rückende Front“ alles andere als ein nicht-militärisches Ziel gewesen. Darüber hinaus seien nach Zeitzeugenaussagen „ein Großteil der Bevölkerung noch hinter dem Naziregime gestanden“. Außerdem habe Hamburg mit ebensolch hohen Opferzahlen keine ähnliche „geschichtsrevisionistische Gedenkkultur“ wie Dresden. Am Ende ihre Stellungnahme bedauert Helm die durch den Luftangriff umgekommenen Unschuldigen, um abschließend darauf hinzuweisen, dass jedoch nicht vergessen werden dürfe, dass „dieser Krieg von Deutschland ausging„.

Die „tapfere Aktivistin“ Helms schließt damit, dass es unverzeilich sei, dass die „Dresdner Verwaltung einen europaweiten Neonaziaufmarsch tolerierte und darüber hinaus versuchte wirksame Proteste dagegen im Keim zu ersticken. Sie sei dankbar für jeden Protest gegen „Neonazis“ wie auch ein klares Nein zur „geschichtsrevisionstischen Überhöhung der Angriffe durch Teile der Dresdner Bevölkerung“. Den Alliierte für die Befreiung vom „Nazi-Regime“ zu danken sei in ihren Augen nichts Falsches. Wenig glaubwürdig endet Helms mit den Worten, dass Kriegsopfer „jedoch keinesfalls verhöhnt“ werden dürften. Das habe kein Mensch verdient.

Antifa und Mitglieder der Piratenpartei pflegen eine andere Diskussionskultur

Die satirische Internetseite Schindluder veröffentlichte einige Fotomontagen, die Anne Helm in ihrem „Femen-Outifit“ zeigten, wie sie sich beispielsweise bei den Roten Khmer, Assad, Adolf Eichmann oder Ratko Mladić für deren ekelhafte Kriegsgreultaten bedankt. Dazu war der Verweis auf die oben genannte Pressemitteilung der Piratenpartei platziert, die sich solidarisch hinter ihr Mitglied Helm stellt.

Der Betreiber der Satireseite hat nun jedoch die Bilder von der Seite entfernt und erklärt, man habe eine Unmenge an Beleidigungen, Gewaltandrohungen und anderer Androhung erhalten. Nun sei ein Punkt erreicht in dem einfach sagen muss: „Wir finden die Aktion von Anne Helm immer noch ekelhaft, aber persönliche Schäden (sowohl physischer, als auch finanzieller Natur) möchten wir dafür nicht in Kauf nehmen. Vielleicht erscheint das in den Augen des ein oder anderen als Schwäche, aber das ist uns diese Person und ihre Aktion einfach nicht wert.“ Abschließend stellt Schindlunder fest:

„Wir finden es zwar immer noch enorm bedenklich, dass nicht ein Politiker öffentlich die Sache verurteilt hat. Aber vielleicht müssen wir einfach akzeptieren, dass du alles machen und sagen kannst, so lange du es auf deine Titten schreibst…
Anbei findet Ihr noch die freigestellte Anne-Helm-Vorlage als xcf-Datei. Was ihr damit macht, liegt in eurer Hand. Nur bitte bedenkt, dass sowohl die Antifa, als auch Mitglieder der Piratenpartei nicht gut mit Kritik umgehen können und eine andere Diskussionskultur pflegen, als ihr sie kennt.“

Für den bombigen“ Nackedei Helm indes könnte es eng werden. Währen die Piraten noch stramm hinter ihrer Parteikollegin verharren, fordert der stellvertretende Neuköllner CDU-Bezirksvorsitzende Christopher Förster, Helm solle ihr Bezirksverordnetenversammlungsmadat niederlegen. Selbst die Femen-Freundinnen“ distanzierten sich laut Berliner Kurier von der unsäglichen Aktion Helms. „Femen missbilligt den Slogan ,Thanks Bomber Harris’. Femen ist gegen Krieg und kann den Slogan nicht unterstützen.“ Helm äußerte sich bislang nicht mehr. Auch ihr sonst so fleißig bestücktes Twitter-Profil blieb stumm. (BS)