Münchner Großmoschee wird nun doch zum Thema vor der Wahl

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Der Penzberger Imam Bajrambejamin Idriz hat es nun doch geschafft, dass sein Mega-Moschee-Projekt in der Münchner Innenstadt zum Wahlkampfthema wird (Bild: metropolico.org)

Der umstrittene Penzberger Imam Bajrambejamin Idriz drängt auf eine Entscheidungen beim Plan für das Mega-Moscheeprojekt in der Münchner Innenstadt. Aus Angst vor Stimmenverlust wollten die Befürworter aller Fraktionen im Münchner Rathaus vor der anstehenden Wahl keine Stellungnahme mehr abgeben und so das Thema aus dem Wahlkampf heraushalten. Nun wird das umstrittene islamische Zentrum in München doch noch zum Thema.

Gar nichts wollte man vor den anstehenden Wahlen mehr dazu sagen. Das Projekt des 6.000 Quadratmeter großen Moscheekomplexes für den Islam in München entwickelte sich vom einstigen Lieblingsprojekt des noch amtierenden Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) zum islamischen Alptraum. Wie metropolico berichtete hat die zwielichtige Galionsfigur des Projekts, Imam Bajrambejamin Idriz, nun endgültig die Geduld mit OB Ude verloren. Sieben Jahre habe Ude nun Zeit gehabt, das Projekt zur Chefsache zu erheben, so Idriz. Er könne nicht noch Jahre investieren, sagte Idriz in einem Interview am vergangene Donnerstag mit der Süddeutschen Zeitung (SZ). Diese berichtete, dass der umstrittene Imam Druck mache auf die Stadt. Er wolle endlich eine feste Zu- oder Absage für sein Islam-Zentrum in der Innenstadt Münchens. Denn komme in absehbarer Zeit keine feste Zusage für ein Grundstück, so drohe dem Islam-Zentrum das Aus und es könne gut sein, dass „wir dann nicht weitermachen“, so Idriz.

„Positive Haltung zum Projekt“ könnte Wählerstimmen kosten

Doch im Rathaus wollten die Unterstützer der Mega-Moschee – und das sind allen voran die SPD, über die Grünen bis hin zur CSU – dieses Thema weiter aus dem Kommunalwahlkampf heraus halten. Schon vor Monaten soll es laut SZ eine entsprechende Vereinbarung im Ältestenrat der Stadt gegeben haben. Sowohl der SPD-OB-Kandidaten Dieter Reiter wie auch Josef Schmid (CSU) sagten bislang nichts zu den Vorwürfen des Imam. Vor allem CSU und SPD befürchten, dass ihre „positive Haltung zum Projekt“ ihnen Wählerstimmen kosten könnte. Da schweigt man dann doch lieber still.

Der Bau, der wegen der wohl etwas „imperialistisch“ anmutenden Bezeichnung von „Zentrum für den Islam in Europa in München (ZIE-M)“ unbenannt wurde und nun den wohlklingenderen Namen „Münchner Forum für Islam (MFI)“ trägt, findet in der Münchner Bevölkerung nicht die gewünschte Gegenliebe. Die Kritik richtet sich neben dem unverhältnismäßig großen Ausmaß des Islamzentrums hauptsächlich gegen den mehr als dubios zu nennenden Imam Idriz (metropolico berichtete ausführlich) sowie die Geldgeber des Projektes. Das Geld für das „MFI“, das von der Grünen OB-Kandidatin Sabine Nalliger als „großartige Idee“ bejubelt wird, stammt aus dem islamistischen Emirat Katar.

Schweigeabkommen im Rathaus geplatzt

Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) in ihrer Printausgabe vom Wochenende berichtet, wird nun wohl aus dem vereinbarten Schweigeabkommen der Stadtratsfraktionen nichts. Der Grund, dass nun doch in der sensiblen Zeit des Wahlkampfs über das noch sensiblere Thema „Islam-Zentrum“ gesprochen werden soll, sei das genannte Interview der SZ. Die Ermahnung an die Stadt München durch Idriz, nun zu einer klaren Entscheidung für ein Grundstück zu kommen, habe das MFI nun doch zum Thema werden lassen.

Der Stadtrat solle beschließen, Grundstücksverhandlungen mit Idriz erst dann zu führen, wenn „konkrete Bauplanungen und detaillierte Angaben zur Finanzierung“ vorliegen würden, so die SZ. Und da ist man schon beim „Kern des Streits“ angelangt. Idriz klagte, er könne erst dann einen endgültigen Geldgeber gewinnen, wenn er ein Grundstück präsentieren könne.

 „Ganz, ganz große Bauchschmerzen“

In diesem Zusammenhang berichtete der Münchner Merkur in der Online-Ausgabe, dass Idriz diese Sponsoren bereits gefunden habe. Sabine Nallinger, die OB-Kandidatin der Münchner Grünen habe bei diesem jedoch „ganz, ganz große Bauchschmerzen“. Katar, ein Staat, der Menschen- und Bürgerrechte nicht achte, von solch einem Staat dürfe man nicht das Geld für das Münchner Islam-Zentrum annehmen, so Nallinger.

Idriz müsse sich nach einem anderen Investor umsehen. Der bosnische Imam Idriz erklärte gegenüber der SZ, er setze stark auf den zukünftigen Oberbürgermeister der Stadt. Dieser müsse ja in Katar nicht „um Geld bitten“, sondern nur beim Emir vorstellig werden, damit sich dieser ein Bild machen könne. Es bleibt spannend, ob der Weg den zukünftigen Münchner OB  in das islamistische Katar führen wird, um dort beim islamistischen Herrscher für den „Islam in München“ vorstellig zu werden. (DB)