Schauspielerin Scarlett Johansson wirbt für politisch unkorrektes, jüdische Produkt

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Schauspielerin Scarlett Johansson wirbt für ein jüdisches Produkt aus den umstrittenen Gebieten – Oxfam setzt die Botschafterin vor die Tür (Bild: gemeinfrei)

Wassersprudler, politische Korrektheit und das Aus einer Botschafterin für eine „gerechtere Welt ohne Armut“. Am besten gleich für eine Welt ohne Israel?

Die US-Schauspielerin Scarlett Johansson engagierte sich seit 2007 als Botschafterin der „Entwicklungshilfsorganisation Oxfam“. Feuer und Flamme für die „gute Sache“ reiste sie unter anderem nach Indien, Sri Lanka und Kenia, um auf die Auswirkungen humanitärer Katastrophen und chronischer Armut aufmerksam zu machen. So ließ die erfolgreiche Mimin Anfang 2008 über eine Online-Auktion ein Date mit sich versteigern. Der Erlös in Höhe von 40.000 US-Dollar kam dann der Hilfsorganisation Oxfam zugute. In der Hilfsorganisation Oxfam, 1942 gegründet, sind nach Eigendarstellung verschiedene Hilfs- und Entwicklungsorganisationen zusammengeschlossen, die sich für eine „gerechtere Welt ohne Armut“ und „Geschlechtergerechtigkeit“ einsetzen. Ein weiteres Ziel des Gutmenschenverbundes: der Boykott israelischer Produkte.

Falsche Werbepartner, Frau Johansson!

Aber obwohl Johansson einiges an Engagement an den Tag legte – ihre Botschaftstage bei Oxfam sind gezählt. Der Grund: Seit Januar 2014 tritt Johansson als zentrale Werbefigur des israelischen Haushaltsgerätekonzerns SodaStream auf. SodaStream produziert Trinkwassersprudler zur häuslichen Herstellung von mit Kohlensäure versetzten Getränken. In Deutschland und Österreich ist SodaStream Marktführer. Die Trinkwassersprudler, Flaschen und Sirups von der SodaStream-Gruppe SodaStream International Ltd. werden in zwei israelischen Standorten gefertigt. Einmal in der israelischen Siedlung Ma’ale Adumim und zum anderen – und das ist der Kasus knaxus –  im umstrittenen Westjordanland .

Ungeachtet der Tatsache, dass hier mehr als 700 palästinensische Mitarbeitern in Lohn und Brot stehen, hat die Organisation Oxfam Johansson darauf hingewiesen, dass ihr Werbevertrag mit der israelischen Firma SodaStream mit den „ethischen Grundsätzen von Oxfam nicht vereinbar sei“, so SpiegelOnline. Denn Oxfam spricht sich für den „Boykott  israelischer Produkte, die in den Palästinensergebieten hergestellt werden“, aus.

Rechtlosigkeit der Palästinenser-Gemeinden und täglicher Rassismus

„Oxfam glaube, dass Geschäfte wie die von SodaStream, die in (jüdischen) Siedlungen tätig sind, die fortwährende Armut und Rechtlosigkeit der Palästinenser-Gemeinden fördere, die wir unterstützen“, heißt es in einer Mitteilung. Oxfam respektiere zwar die politische Unabhängigkeit ihrer Repräsentanten, aber die Art der Werbung Johanssons sei für Oxfam problematisch. Man sei gegen jegliche wirtschaftliche Beziehungen zu den „israelischen Siedlungen, die nach internationalem Recht illegal sind“, schrieb die Organisation in ihrem Begründungsschreiben.

Der Sprecher des SodaStream-Konzerns argumentierte, dass israelische und palästinensische Arbeiter in der Fabrik die gleichen Löhne und Sozialleistungen erhielten. Die Firma helfe dabei, Hunderte palästinensische Familien zu ernähren. Vorstandschef Daniel Birnbaum bezeichnete die Fabrik als „ein Traum für Aktivisten und Politiker auf beiden Seiten dieses Dilemmas, weil es ein Friedensmodell ist und jeden Tag beweist, dass Frieden zwischen unseren Völkern möglich ist.“

Ein Arbeiter hingegen erwähnte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass der Arbeitsalltag von „Rassismus geprägt sei“ und der Großteil des Führungspersonals aus Israelis bestehe. metropolico berichtete mehrfach über den „Boykott israelischer Waren aus jüdischen Siedlungen in Judäa und Samaria“ – unterstützt von der Europäischen Union. In zahlreichen europäischen Ländern gab es immer wieder Aufrufe diverser linker Gruppierungen, Waren aus den von Israel „besetzten“ Gebieten nicht zu kaufen – vorneweg Bündnis 90/Die Grünen.

Medienberichten ist zu entnehmen, dass die Schauspielerin den Rücktritt bereits akzeptiert habe. (DB)