Martin Schulz (SPD) zum Spitzenmann für die Europawahl gewählt

dfdfdfdf
Martin Schulz (SPD) soll die Sozialdemokraten im kommenden Europawahlkampf anführen (Bild: metropolico.org – Sonderparteitag der SPD 2013 in Augsburg)

Martin Schulz (SPD) wurde auf der Europadelegiertenkonferenz in Berlin am Sonntag zum Spitzenkandidaten der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands für die Europawahl 2014 gewählt.

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD), soll die Sozialisten im kommenden Europawahlkampf anführen. Der 58-jährige Schulz wurde mit 97,3 Prozent der Stimmen zum dritten Mal als Spitzenkandidat von den Sozialdemokraten gewählt.

Die SPD möchte im EU-Parlament die stärkste Kraft stellen. Allerdings hatte die SPD bei der letzten Europawahl vor fünf Jahren mit gerade einmal 20,8 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis eingefahren. Dennoch sagte ein zuversichtlich wirkender Sigmar Gabriel (SPD), dass die SPD nun nach mehr als 50 Jahren die Chance habe, wieder den Kommissionspräsidenten zu stellen, der vor allen Dingen dazu beiträgt, dass „Europa wieder näher an die Menschen rückt.“

SPD – die Retterin Europas

Sigmar Gabriel versäumte es auch nicht, der AfD und der Linkspartei vorzuwerfen, sie seien Feinde Europas. Ob es nun neunmalkluge Professoren, ehemalige Verbandslobbyisten oder Linksradikale sind: Wir verteidigen Europa gegen sie“, sagte Gabriel laut N24 in Berlin.

Der SPD-Chef bemühte die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht, nach deren Ansicht die „Europäische Union ein Hebel zur Zerstörung der Demokratie“ sei. Zudem habe Wagenknecht der AfD attestiert, dass diese „nur das Programm der Linken kopiert“ hätten. Gabriel bekräftigte, dass sich hier die „rechten und die linken Feinde Europas verbünden“ würden. Beiden trete die SPD entgegen. „Deshalb lasst uns diesen dummen Parolen vom Zahlmeister Deutschland entgegentreten“, so Gabriel.

Schulz kommt seinem Ziel immer näher

Wie metropolico berichtete, gehört es zu den erklärten Zielen des Rheinländers Martin Schulz, als erster offizieller Kandidat die Nachfolge des derzeitigen Kommissionspräsidenten, des Portugiesen José Manuel Barroso, anzutreten.

Der mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von über 29.000 Euro gesegnete Schulz bedankte sich bei den Genossinnen und Genossen für das große Vertrauen, als Spitzenkandidat der SPD für die Europawahl 2014 antreten zu dürfen.

Am 1. März soll Schulz zudem bei einem Kongress in Rom zum ersten gemeinsamen Spitzenkandidaten aller sozialdemokratischen Parteien Europas gewählt werden. (DB)