Vorsitzender der Senioren-Union fordert die Erfassung von Straftaten gegen Christen

Prof. Dr. Otto Wulff (SU)  (Bild: Pressebereich SU; Rechte: www.marco-urban.de)
Prof. Dr. Otto Wulff, Vorsitzender der Senioren-Union (SU), zeigt sich besorgt über die zunehmende religiöse Intoleranz und Gewalt von Migranten in Deutschland gegenüber Christen (Bild: Pressebereich SU; Rechte: www.marco-urban.de)

Der Vorsitzende der Senioren-Union, Prof. Dr. Otto Wulff, hat sich besorgt über zunehmende religiöse Intoleranz und Gewalt von Migranten in Deutschland gegenüber Christen geäußert. Wulff sprach sich dafür aus, in der Kriminalstatistik Straftaten gegen Christen ebenso gesondert auszuweisen wie antisemitische Übergriffe. Die Erteilung von Aufenthalts- und Arbeitserlaubnissen sollte an ein Bekenntnis zur Religionsfreiheit geknüpft werden.

In Deutschland werden lediglich antisemitisch motivierte Straftaten gegenüber Juden und jüdischen Einrichtungen gesondert in der Kriminalstatistik erfasst. Der Vorsitzende der Senioren-Union (SU) Prof. Dr. Otto Wulff, hat sich laut der Saarbrücker Zeitung besorgt über zunehmende religiöse Intoleranz und Gewalt von Migranten in Deutschland gegenüber Christen geäußert. Wulff sprach sich am Donnerstag in einer veröffentlichten Erklärung dafür aus, in der Kriminalstatistik künftig Straftaten gegen Christen ebenso gesondert auszuweisen wie antisemitische Übergriffe.

Straftaten gegen Christen ebenso erfassen

Der Bundesvorsitzender der Senioren-Union bezog sich auf Zahlen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Diese warnte in ihrem Bericht 2012 über „Hass-Verbrechen gegen religiöse Minderheiten“ vor zunehmender Intoleranz und sogar Gewalt gegenüber Religionen in Deutschland.

Im Jahr 2012 hätten deutsche Behörden 414 Straftaten gemeldet, die sich gegen Christen und Angehörige anderer nicht jüdischer Religionsgemeinschaften, darunter 19 Kirchenschändungen und vier Friedhofsschändungen, so WeltOnline.

Diese Straftaten sollten nach Meinung des CDU-Politikers ebenso wie Übergriffe mit antisemitischem Hintergrund künftig gesondert erfaßt werden und in der Kriminalstatistik ausgewiesen werden.

Aufenthaltsgenehmigung an Bekenntnis zur Religionsfreiheit knüpfen

Die Erteilung von Aufenthalts- und Arbeitserlaubnissen sollte an ein Bekenntnis zur Religionsfreiheit geknüpft werden, so Wulff in seiner Rede weiter.

Die SU setzte sich bereits 2011 dafür ein, dass die Gewährung von Entwicklungshilfen mehr als bislang davon abhängig gemacht werden müsse, ob im Empfängerland Meinungs- und Religionsfreiheit herrsche. Man müsse strengere Maßstäbe an die Mittelvergabe anlegen. Wie und womit wollten Demokraten eine nicht unerheblich aus Steuermitteln finanzierte Entwicklungshilfe rechtfertigen, die nicht klar verbunden sei mit Forderungen nach Meinungs- und Glaubensfreiheit in den Gegenden, wo auch Christen verfolgt werden, so der SU-Chef.

Wulff, Ehrenpräsident der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft und Ehrenmitglied des Europarates, erinnerte daran, dass weltweit Millionen Menschen in rund 50 Staaten wegen ihres christlichen Glaubens diskriminiert, benachteiligt oder sogar mit dem Tod bedroht werden. Weltweit werden laut dem Weltverfolgungsindex 2014 etwa 100 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Christen sind damit die am meisten verfolgte Glaubensgruppierung der Welt. (DB)