Hamas-Anhänger fordern Rache

Abraham-Moschee in Hebron (Bild: Hwilde; Quelle: Wikipedia; Rechte: Gemeinfrei; Original: Siehe Link)
Abraham-Moschee in Hebron (Bild: Hwilde; Quelle: Wikipedia; Rechte: Gemeinfrei; Original: Siehe Link)

Auch im Gaza-Streifen und im sogenannten Westjordanland (Judäa und Samaria) treiben Salafisten ihr Unwesen. Nachdem in dieser Woche drei von ihnen bei einem Schusswechsel mit der israelischen Armee getötet wurden, forderten Anhänger der Terror-Organisation Hamas bei deren Beerdigung Rache.

Tausende Trauergäste haben an den Beerdigungen der drei Salafisten teilgenommen, die in dieser Woche während eines gemeinsamen Einsatzes des Geheimdienstes Shin Bet, der israelischen Armee und der Anti-Terror-Einheit der Polizei in der Nähe von Hebron getötet wurden. Viele Teilnehmer der Beisetzungen trugen die grüne Flagge der Hamas und verlangten in Sprechchören lautstark „Rache, Rache“. In der Nähe der Stadt Yatta gab es Zusammenstöße zwischen sogenannten Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften. Mehrere Dutzend Jugendliche warfen Steine und ließen den Soldaten brennende Reifen entgegen rollen. Die israelischen Streitkräfte hielten die aufgebrachte Menge mit Schallgranaten und Gummi-Geschossen in Schach.

Die drei getöteten Salafisten hatten sowohl Angriffe auf Israelis als auch auf die palästinensische Autonomiebehörde geplant, so der Sprecher der israelischen Armee, Oberstleutnant Peter Lerner, am Dienstag. Das Sonderkommando habe zunächst auf die Reifen des Autos von zwei der Gesuchten geschossen. Als diese das Feuer erwiderten, seien sie bei dem Schusswechsel getötet worden. In dem Wagen seien Sprengstoff und Waffen gefunden worden. Der dritte sei später in Yatta südlich von Hebron getötet worden. (PH)