Leitartikel: Die Evangelische Kirche bedarf der Reformation

 (Bild: Martin Luther, myself; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link)
Die Beliebigkeit einer reformierten Kirche (Bild: Martin Luther, myself; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link)

Vor fast 500 Jahren, am 31. Oktober 1517, verbreitete Martin Luther seine 95 Thesen gegen die Missstände der spätmittelalterlichen Kirche. Der legendäre Thesenanschlag an die Tür der Wittenberger Schlosskirche setzte eine Reihe von Ereignissen frei und gilt als Beginn der reformatorischen Umwälzungen in Europa.

Die Reformation wurde in Deutschland überwiegend von Martin Luther, in der Schweiz von Huldrych Zwingli und Johannes Calvin angestoßen. Dass die Reformation gerade in Deutschland begann und einen so durchschlagenden Erfolg hatte, lässt sich durch mehrere Faktoren erklären.

Die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern löste eine Medienrevolution aus, die von den Reformatoren zur Verbreitung ihrer Schriften erfolgreich genutzt wurde. Das Aufkeimen des Humanismus seit dem 14. Jahrhundert setzte eine Bildungsbewegung in Gang. Hinzu kam ein sozialer und wirtschaftlicher Wandel, der die Bedeutung der Städte wachsen und die Bürger selbstbewusster machte. Die starke Zunahme der Bevölkerung während der warmen Periode des ausklingenden Mittelalters schwemmte ab dem 15. Jahrhundert, als die sogenannte „Kleinen Eiszeit“ einsetzte, Menschenmassen in die Städte. Neben der problematischen politischen Situation in Europa kam die dauernde Türkengefahr im Süden Europas hinzu. 1526 hatten die Osmanen in der Schlacht von Mohács die Ungarn besiegt und belagerten 1529 Wien. Der damalige katholische Kaiser Karl V. war gezwungen, Geld und Truppen aufzubringen, um dieser Gefahr zu begegnen und konnte sich nicht auf die Niederschlagung der Reformation konzentrieren. In dieser Zeit konnte sich die Reformation im Reich ausbreiten.

Ein freier Geist, so das Versprechen

2017 ist es dann genau 500 Jahre her, dass Luther diese Umwälzung in Deutschland und Europa lostrat – das Ereignis, das letztlich zu Kirchenspaltung und Reformation führte und den Geist versuchte frei zu machen.

Es bestehen Pläne, dass im Jahr 2017, dem 500. Jahr des Beginns der Reformation, der 31. Oktober einmalig ein gesamtdeutscher gesetzlicher Feiertag sein soll. In Bayern ist dies bereits verabschiedet – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gab dies vor kurzem bekannt.

Der Gedenktag des Reformators, der mit seiner Bibelübersetzung nicht nur die Grundlage für eine gemeinsame deutsche Sprache legte, sondern für die Aufklärung, die Institutionskritik, das freie, selbsturteilende Individuum als Synonym gilt, sollte nicht in Vergessenheit geraten, so die Mahnung.

Wie es in letzter Zeit scheint, benötigt gerade die Tochter Luthers, die deutsche protestantische Kirche dieser Erinnerung. „Schizophrenie “ sei noch eine wohlwollende Umschreibung für den gegenwärtigen Zustand der evangelische Kirche. Nach links, extremlinks und gegenüber den Verwirrungen und Modetorheiten des Zeitgeists ist der Markt der Möglichkeiten nahezu grenzenlos und die Toleranz unendlich, so Michael Paulwitz in der Jungen Freiheit.

Die Reformation der reformierten Kirche ist überfällig

Gedanken, Menschen, Glaubensbrüder gar, die auch nur von ferne „rechts“ erscheinen, rücken vielen Kirchenfunktionäre dagegen gern mit inquisitorischem Eifer und sektiererischer Abgrenzungswut zu Leibe. Fest, Schulter an Schulter im „Kampf gegen Rechts“ werde die einseitige Politisierung kirchlicher Strukturen auf die Spitze getrieben. Die Vorreiterrolle beim Import der Multikulturalismus-Ideologie, die verblendete Unterstützung mörderischer marxistischer „Befreiungsbewegungen“, das hartnäckige Wegschauen angesichts der Christenverfolgung im kommunistischen Ostblock und aktuell und in noch nie dagewesenem Ausmaß in der islamischen Welt hat aus der EKD eine weitere beliebige linke Organisation werden lassen.

Mit professioneller Gleichgültigkeit, so Paulwitz, reagietren die Verantwortlichen in der EKD auf den stetigen Schwund seiner Kirchenmitglieder und versuchen in den umgekippten Wohngebieten – deren Bevölkerung unter Zustimmung der EKD durch Masseneinwanderung ausgewechselt wurde- Notdienste für die verbliebenen Armen und Alten aufrecht zu erhalten.

Die Beliebigkeit einer angeblich reformierten christlichen Kirche wie der EKD zeigt sich aktuell durch die schwammigen Aussagen zum Thema Abtreibung und Familiendemontage. Der zunehmenden Ausbreitung des Islam begegnet die EKD, indem sie den eh schon übersichtlich erscheinenden Kirchgängern in deren Kirche Muezzin- und „Allahu Akbar“-Rufe zumutet. Die reformierte Kirche sollte sich reformieren – schnellstens! (DB)