Irena Sendler – eine würdige Friedensnobelpreisträgerin

(Bild: NatanFlayer, ; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link)
Irena Sendler – eine würdige Preisträgerin (Bild: Bildhauer claudia, ; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link)

Sie riskierte ihr Leben und rettete über 2.500 Jungen und Mädchen aus dem Warschauer Ghetto vor den Nationalsozialisten. Eine unglaubliche und leider vergessene Geschichte einer mutigen Frau.

Während des zweiten Weltkrieges hatte Irena Krzystanowska, so der Mädchenname der 1910 geborenen Irena Sendler die Erlaubnis erhalten, das Warschauer Ghetto zu betreten, um den dort wütenden Typhus zu bekämpfen, da sie als als Mitarbeiterin der Gemeindefürsorge arbeitete.

Mit Unterstützung der polnischen Exilregierung in London besorgte sie falsche Papiere und schmuggelte zusammen mit zehn Helfern insgesamt 2.500 jüdische Kinder aus dem Ghetto, durch Abwasserkanäle, betäubt in Kisten und Säcken, im Müll oder sogar im Sarg. Irena nutzte eine große Tasche, die sie immer dabei hatte, um die Säuglinge und Kleinkinder aus dem Ghetto zu schmuggeln. Irena Hund, den sie mit sich führte, war darauf trainiert, zu bellen, wenn sich Deutsche Soldaten näherten. So konnte sie Kontrollen umgehen und die Geräusche der Kinder übertönen. Irena führte eine Liste mit allen Namen aller Kinder, die Sie gerettet hatte. Diese Liste hatte sie in einem Marmeladenglas in einem Hinterhof vergraben.

Die Zukunft aus dem Marmeladenglas

Aufgrund eines Verrats wurde Irena Sendler im Oktober 1943 verhaftet und von der Gestapo verhört. Auch nach schwerer Folter – man brach ihr beide Arme – verriet sie die Klarnamen der geretteten Kinder nicht, und die Gestapo fand auch nicht die verschlüsselten Namenslisten im vergrabenen Marmeladenglas. Man verurteilte sie zum Tod. Irena Sendler entging der Erschießung dadurch, dass ein SS-Offizier bestochen werden konnte. Offiziell hieß es, man habe sie hingerichtet. Unter falschem Namen hielt sie sich bis zum Ende des Krieges versteckt.

In der Zeit nach dem Krieg bis zu ihrem Tod machte sie sich daran, die Eltern der Kinder ausfindig zu machen, deren Kinder sie gerettet hatte, um die Familien wieder zu vereinen. Die meisten von ihnen wurden jedoch vergast. Deren Kinder half sie ein neues Zuhause in Pflegefamilien zu finden oder adoptiert zu werden.

Schon zwei Mal wurde die mutige und engagierte Frau für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Irena Sendler war 2007 letztmalig für den Friedensnobelpreis nominiert. Sie wurde nicht ausgewählt. Erhalten hat ihn Al Gore für eine Power Point Präsentation über globale Erwärmung.

Irena Sendler starb am 12. Mai 2008. Eine wahre Heldin, die eine würdige Friedensnobelpreisträgerin gewesen wäre, so Vera Lengefeld in ef. Statt dessen Al Gore gewählt zu haben zeige, wie verkommen das Friedensnobelpreiskomitee tatsächlich ist. (DB)

Quelle: http://www.polentoday.de/content/view/716/44/