FPÖ erreichen bei den Nationalwahlen 21,4 Prozent

FPÖ dritt Stärkste Kraft in Österreich (Bild: Michael Kramer; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link)
FPÖ drittstärkste Kraft in Österreich (Bild: Christian Jansky; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link)

Als „blaues Wunder“ bezeichnete Heinz-Christian Strache schon bei der Stimmabgabe jedes Ergebnis über 20 Prozent, das Erreichen von Platz 2 als „politisches Erdbeben“. Die Freiheitlichen erreichten 21,4 Prozent und lösten auf Platz 3 ein „kleines Erdbeben“ aus.

Laut Hochrechnung wurde die Nationalwahl 2013 am Sonntag nur extrem knapp für die SPÖ und die ÖVP entschieden. Die beiden Parteien somit mussten deutliche Verluste hinnehmen, behalten jedoch ihr gemeinsame Mandatmehrheit.

Die SPÖ kommt demnach (nach aktuellster Hochrechnung) auf 27,1 Prozent, was nach 2008 (29,26) einen neuerlichen historischen Tiefststand bedeutet. Die ÖVP liegt in der Hochrechnung bei 23,8 Prozent (2008: 25,98) und damit vor der FPÖ mit 21,4 Prozent (2008: 17,54). Die Grünen erreichten 11,5 Prozent und gewannen somit 1,1 Prozent dazu.

Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), die in den deutschen Medien immer mit dem Prädikat „rechtspopulistisch“ versehen wird, konnte ihre anvisierte Marke von 30 Prozent nicht erreichen. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sprach von einem „unglaublich großen Schritt vorwärts“.

Während sich die Koalitionsparteien in einer „Abwärtsspirale“ bewegen würden, befinde sich die FPÖ in einer „Aufwärtsspirale“. Sollte etwa die SPÖ wider Erwarten Koalitionsverhandlungen aufnehmen wollen, nannte der FPÖ-Obmann vorrangig die Einführung der „direkten Demokratie nach Schweizer Vorbild“ als Bedingung und warnte vor dem „Fehler“, den „Wahlgewinner“ zu ignorieren.

Besonders stark konnte die FPÖ in der Steiermark zulegen. Nach letzten Hochrechnungen lagen die Blauen sogar als stimmenstärkste Partei in der grünen Mark vorn, so heute.at . Einer der Hauptgründe hierfür dürfte der Streit rund um die Gemeindefusionen gewesen sein, der von SPÖ und ÖVP anscheinend massiv unterschätzt worden ist.

Als Sieger durfte sich Matthias Strolz durchaus fühlen, Chef der neugegründeten liberalen Neos. Sie haben mit 4,8 Prozent auf Anhieb den Sprung über die in Österreich gültige Vierprozent-Hürde geschafft.

Das Team Stronach hat 5,8 Prozent erreicht, womit die Partei ebenfalls in den Nationalrat einzieht.

Die Wahlbeteiligung lag einschließlich der Wahlkarten bei 74 Prozent, also noch etwas niedriger als 2008. (DB)