Linksterrorist Carlos, der Schakal erneut zu lebenslanger Haft verurteilt

(Bild: Hans Hillewaert; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link)

Ilich Ramírez Sánchez auch bekannt als Carlos, der Schakal, wurde am Mittwoch in Frankreich erneut zu lebenslanger Haft verurteil. Der Marxist verübte insgesamt vier Anschläge bei dem insgesamt elf Menschen ums leben kamen und 150 verletzt wurden, einige darunter schwer. Der Terrorist wies wiederum alle Schuld von sich.

Der marxistische Attentäter und Terrorist Ilich Ramírez Sánchez wurde zum zweiten Mal von einem französischen Gericht zu lebenslanger Haft verurteilt. Der 63-jährige Venezolaner wurde schuldig gesprochen, in den Jahren 1982 und 1983 mehrere Bahnhöfe, Züge und Zeitschriftenredaktionen in Frankreich angegriffen zu haben.

Terroristische Blutspur

Seit dem Jahr 1973 war der Links-Terrorist Carlos an einer Reihe von Terror-Anschlägen beteiligt. Er plante gemeinsam mit Komplizen 1975 einen Angriff auf das OPEC-Hauptquartier in Wien. Carlos befehligte damals ein sechs Mann starkes Terrorkommando, das bei Angriffen insgesamt drei Personen tötete und 60 Geiseln nahm. Am 22. Dezember 1973 wurde der Terrorist mit seinem Genossen und 42 Geiseln nach Algier ausgeflogen, wo die Geiseln schlussendlich freigelassen wurden.

In den Folgejahren zogen Carlos und seine terroristischen Helfer eine Blutspur rund um die Welt, so das Internetmagazin unzensuriert.at. In der venezolanischen Tageszeitung El Nacional behauptete er 2011 in einem Interview, dass er in seiner „Laufbahn“ bei circa 100 Anschlägen beteiligt gewesen sei, wobei es 1.500 bis 2.000 Opfer gegeben haben soll.

Bereits 1997 war Carlos in Frankreich wegen drei Morden im Jahr 1975 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Diese lebenslange Haftstrafe verbüßt er seit knapp zwanzig Jahren in einem Gefängnis in Frankreich. Carlos wurde 1994 im Sudan geschnappt und wegen dreifachen Mordes festgenommen.

Manipulation im Dienste der großen Mächte

Zum Abschluss des Berufungsprozesses in Paris wies Carlos beim Schlusswort sämtliche Schuld von sich. Ihm sei ein illegaler Prozess gemacht worden, denn die Beweise, die gegen ihn sprächen, seien von „Manipulatoren im Dienste der großen ausländischen Mächte gefälscht“ worden, sagte Sánchez .

Er bestand darauf, dass er und seine Komplizen keine Terroristen seien, sondern „Kämpfer“. Er selbst bezeichnete sich auch als „Berufsrevolutionär“. Laut Anklage wollte Carlos mit den Anschlägen seine deutsche Freundin Magdalena Kopp und den Schweizer Bruno Breguet freipressen.

Salim Muhammed, alias der Schakal

Während seiner Haftzeit konvertierte Ramírez Sánchez zum Islam. Er trat in einen Briefwechsel mit dem venezolanischen sozialistischen Präsidenten Hugo Chávez ein und veröffentlichte im Juni 2003 das Buch Revolutionärer Islam, in dem er versucht, Terrorismus als ein Mittel des Freiheitskampfes zu erklären und zu verteidigen.

Er äußerte auch seine Unterstützung für Osama bin Laden und die Terroranschläge am 11. September 2001. Seit 2005 schreibt er unter seinem muslimischen Namen, Salim Muhammed, Artikel für die illegale Monatszeitschrift Aylık der türkischen militant-islamistischen Organisation İBDA-C. (BS)