metropolico-TV: Unkommentierte Originalaufnahmen von Blockupy 2013

Laut Spiegel-Kolumnist Jakob Augstein ein „bürgerlicher Protest“: Blockupy in Frankfurt am 1.6.2013 (Bild: R. Sawicki)

Die Ereignisse rund um die Blockupy-Demonstration am 1. Juni in Frankfurt am Main haben ein Nachspiel. Die treibende Kraft dabei ist die Frankfurter Rundschau (FR), deren Berichterstattung zu diesem Thema einmal mehr an pure Lüge grenzt. Da zudem metropolico von Personen aus dem Blockupy-Umfeld für die hiesige Berichterstattung kritisiert wird, folgt nun ein weiteres Video von den Ereignissen am Ort des Geschehens: Originalsequenzen von Blockupy – die unkommentierte Wahrheit. Bilder, die zeigen, wie die Linke lügt.

Die Debatte über den Polizei-Einsatz bei der Blockupy-Demonstration am vergangenen Samstag kommt nicht zur Ruhe. Vor allem die Frankfurter Rundschau veröffentlicht einen Artikel nach dem anderen und versucht damit, die Sicherheitskräfte unter Druck zu setzen. In einem aktuellen Artikel dichtet die FR ihrer eigenen Kampagne nun sogar schon an, zur „größten Krise der Frankfurter Polizei seit der Folterdrohung von Wolfgang Daschner“ geführt zu haben.

Und der Ton in der FR wird immer skurriler: In einem vorherigen Kommentar von Jones Nonnenmann wird ein Facebook-User mit den Worten zitiert, die Stadt sei von „gewalttätigen Horden und ihrem Befehlshaber aus Wiesbaden heimgesucht“ worden. Wohlgemerkt: Mit „gewalttätigen Horden“ ist die Polizei gemeint, die militanten Autonomen an der Spitze des Blockupy-Demonstrationszuges – jene Kreise, die bei der M31-Demo im vergangenen Jahr die halbe Innenstadt verwüsteten – gelten weiterhinausnahmslos als „friedliche Demonstranten“. Noch realitätsfremder ist einzig die Darstellung des Spiegel-Kolumnisten Jakob Augstein, der die Demonstration sogar zum „bürgerlichen Protest“ verklärte (das deutsche Bürgertum schmückt sich also neuerdings mit den Fahnen kommunistischer Parteien und Regimes wie Nordkorea – siehe Artikelbild).

Vornehmlich autonome, gewaltbereite Linksextremisten

Vermummung soll es nicht gegeben haben… (Bild: R. Sawicki)

Auf Youtube und im Forum von metropolico gab es derweil eine Welle der Kritik, die sich insbesondere gegen den metropolico-TV-Film zum Thema richtete. Zwar ist offenkundig, aus welchen Kreisen diese Kritik kommt und was die Motive der allermeisten dieser Personen sind, dennoch wiegt der Vorwurf schwer, metropolico habe ein unwahrheitsgemäßes Bild von den Ereignissen am 1. Juni 2013 gezeichnet. Als endgültigen Beweis dafür, dass diese Vorwürfe nicht zutreffend sind, veröffentlicht metropolico-TV daher nun einen weiteren Film, in dem einfach nur Originalaufnahmen unkommentiert aneinandergereiht sind. Die Sequenzen folgen zudem der chronologischen Reihenfolge der Ereignisse. Der Film soll es all jenen, die nicht vor Ort waren, ermöglichen, sich ein eigenes Bild von den Geschehnissen zu machen und dieses mit der Berichterstattung in Zeitungen wie der FR zu vergleichen. Der zweite Film zeigt noch deutlicher, wer über die Ereignisse wahrheitsgemäß berichtet hat – und wer nicht.

Unbeantwortet bleibt in dem Film allerdings eine wichtige Frage, nämlich die, ob die Isolation des „Schwarzen Blocks“ angemessen war, oder nicht. Der Grund ist, dass metropolico-TV die Ereignisse, die zum „Kessel“ führten, nicht auf Video festgehalten hat. Bei der Frage, was gegen Mittag geschehen ist, und ob die Vorkommnisse den Polizeieinsatz rechtfertigten, ist auch metropolico in der Situation, der einen oder der anderen Seite Glauben schenken zu müssen. Oftmals liegt die Wahrheit in der Mitte. Fakt ist aber in diesem Fall, dass metropolico-TV eindeutige Belege auf Video dokumentiert hat, die eher für die Darstellung der Polizei sprechen: Zahlreiche Farbflecken auf der Straße, Bengalos und schwere Feuerwerkskörper, die auf Polizei-Beamte geworfen wurden. Vor allem aber zeigen der erste sowie der zweite metropolico-TV-Film eindeutig, dass es sich bei den eingekesselten Demonstranten vornehmlich um autonome, gewaltbereite Linksextremisten handelte, und nicht – wie die FR in ihrer Berichterstattung ständig behauptet – um friedliche Demonstranten. Wahrscheinlich bemühen die Rundschau-Strategen schon deswegen pausenlos die „Friedliche-Demonstranten“-Mär, weil man dort ganz genau weiß, wie unglaubwürdig die ganze Geschichte schon angesichts der wahren Gestalt der eingekesselten Personen wird. Denn wie heißt es so schön: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht.

Antifa: „Das wird verdammt lange dauern!“

…unter den laut FR „friedlichen Demonstranten“ (Bild: metropolico)

Umso wichtiger also, dass metropolico-TV mit dem zweiten Film einen weiteren Beitrag zur sachlichen und korrekten Einordnung der Geschehnisse liefert, damit sich die unseriöse Berichterstattung linker bis linksextremer Medien nicht durchsetzen kann. Der neue Film zeigt die Lage am Ort des Geschehens ab frühenm Nachmittag. Er zeigt den so genannten „Kessel“ von außen und von innen. Er zeigt, dass die Demonstranten nicht etwa zusammengepfercht wurden, sondern dass ein großer Freiraum zwischen „Schwarzem Block“ und Polizei bestand, dass die Mitglieder des „Schwarzen Blocks“ sich selber eng zusammenschlossen und unter Regenschirmen versteckten. Er zeigt, dass es dort Dixi-Toiletten gab, auf die auch Demonstranten hätten gehen können (problematischerweise waren nur leider keine Regenschirme über den Toiletten aufgespannt). Und er zeigt sogar, wie die linksradikale Lokalpolitikerin Jutta Ditfurth (Grünen-Mitbegründerin und heute bei Ökolinx) gut gelaunt in dem „Kessel“ umher tanzt (siehe Foto links und im Film ab Minute 2:05).

Tanzend und gutgelaunt im „fürchterlichen“ Polizei.-Kessel: Jutta Ditfurth (Bild: metropolico)

Er zeigt ferner die Durchsagen der Polizei, in denen die Behörden den isolierten Personen immer wieder anboten, den so genannten „Kessel“ zu verlassen. Und er zeigt, dass die Polizei versprach, dass die Demonstranten nach Aufnahme der Personalien hätten weiterziehen können. Er zeigt, wie die Agitatoren auf dem Antifa-Bühnenwagen auf die Polizeidurchsagen reagierten. Er zeigt, dass diese Reaktionen zunehmend aggressiver wurden: „Ihr könnt mal aufhören, Eure blöden Durchsagen zu machen!“ Er zeigt, dass die Antifa-Sprecher nicht nur zum Widerstand aufriefen, sondern sogar selbst sagten: „Dass wir Euch einfach unsere Personalien zeigen, das könnt ihr vergessen, das wird verdammt lange dauern!“ Und er zeigt, dass sich die Linksextremisten bei ihrem Vorgehen der Unterstützung der anderen Demonstrationsteilnehmer sicher waren:  „Die ganze Demonstration steht hinter Euch!“

Die Frankfurter Rundschau lügt!

Der Film zeigt, dass sich Journalisten im „Kessel“ frei bewegen konnten. Er zeigt, dass sich viele Journalisten beim Polizeizugriff freiwillig zwischen Demonstranten und Polizisten stellten. Er zeigt, dass die Demonstranten sich gegen die Polizeimaßnahme zur Wehr setzten und damit die Beamten nötigten, die sich widersetzenden Personen mit Gewalt aus dem „Schwarzen Bock“ herauszuziehen. Er zeigt, dass der Polizeizugriff gegen 17 Uhr zwar wenig zimperlich, aber auch nicht übermäßig brutal ablief. Er zeigt, dass dabei keine Schlagstöcke und kein Pfefferspray zum Einsatz kamen, dass auch nicht Autonome oder Journalisten wahllos verprügelten wurden, während die Agitatoren auf dem Antifa-Wagen all das (und offenbar unwahrheitsgemäß) behaupteten. Er zeigt, wo die Darstellung der FR ihren Ursprung hat: Auf einem Bühnenwagen der linksextremen Antifa.

Er zeigt aber vor allem einmal mehr und überdeutlich, dass es sich bei den isolierten Personen eben nicht um „friedliche Demonstranten“, sondern überwiegend um militante Autonome und Linksextreme handelte. Mit anderen Worten:  Zumindest in diesem Punkt zeigt er eindeutig und zweifelfrei, dass die Frankfurter Rundschau lügt.

Willkommen in der kruden Parallelwelt einer umso kruderen Zeitung

Hier hat die FR-Darstellung ihren Ursprung: Auf einem Bühnenwagen der linksextremen Antifa (Bild: metropolico)

Ausgerechnet in dieser Zeitung ist übrigens jüngst ein Artikel erschienen, in dem behauptet wird, Frankfurter Polizisten hätten den Einsatz, insbesondere das Auftreten von Beamten aus anderen Bundesländern, kritisiert. Namen nennt die FR dabei freilich nicht. Ob die Darstellung der Wahrheit entspricht, kann also einmal mehr nicht überprüft werden. Glaubwürdig ist sie wenn überhaupt nur deswegen, da die interne Kritik auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) in einem Bericht erwähnt wird.

Glaubwürdig ist sie aber umso mehr aus folgendem Grund: Natürlich kann es bei den Ereignissen am 1. Juni 2013 zu Fehlverhalten von Polizisten gekommen sein. Das soll hier weder ausgeschlossen, noch beschönigt werden. Die metropolico-TV-Filme zeigen aber auch, dass Verfehlungen der Polizei wenn überhaupt die Ausnahme, nicht aber die Regel waren. Während die Polizei ihre Videoaufnahmen auswertet und mitunter auch kritisch das eigene Verhalten reflektiert, sucht man derartige Anzeichen von Vernunft und Verhältnismäßigkeit auf Seiten der linken Protagonisten wie so oft vergeblich. Stattdessen halten FR und Co. fortlaufend an ihrer Darstellung fest, die – wie hier gezeigt – mitunter an bewusste Lüge grenzt. Keine Spur von Einsicht oder Entgegenkommen, kein Hauch von Kritik am Verhalten der militanten Autonomen an der Spitze des Demonstrations-Zuges. Wieso auch? Es waren ja schließlich nur „friedliche Demonstranten“. Willkommen in der kruden Parallelwelt einer umso kruderen Zeitung.

Auch die Polizei hat bei der Veranstaltung gefilmt

Wie auch immer die Farbflecken auf die Straße gekommen sein mögen, die Polizei dürfte es gefilmt haben (Bild: metropolico)

Die Ereignisse bei der Blockupy-Veranstaltung werden demnächst auch die Gerichtsbarkeit beschäftigen. Die Veranstalter reichten Klage beim Verwaltungsgericht ein. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Richter nicht nur mit den Fabeln aus der besagten Zeitung beschäftigen, sondern auch mit höchst aussagekräftigem Videomaterial wie diesem hier.

Und davon ist tatsächlich auszugehen. Denn auch die Polizei hat bei der Veranstaltung gefilmt. Erstens, um etwaige Verbrechen zu dokumentieren, aber wohl auch zweitens, um für den nun eingetretenen Fall gerüstet zu sein. Kaum verwunderlich also, dass Innenminister Boris Rhein (CDU) auch trotz der Kampagne von FR und linken Organisationen den Polizeieinsatz im Innenausschuss des Landtags ein weiteres Mal verteidigte. Und wenn schon nicht in der medialen Öffentlichkeit, dann sollte doch spätestens vor Gericht gelten, dass derjenige Recht bekommt, der seine Darstellung beweisen kann. Und nicht etwa derjenige, der am lautesten herum posaunt und dabei lügt, dass sich die Balken biegen. (MP)

Kommentar zum Thema: Von Normalos und Radikalinskis

Der zweite metropolico-TV-Film zu Blockupy 2o13 in Frankfurt: Originalaufnahmen, unkommentiert, in chronologischer Reihenfolge. Bilden Sie sich Ihr Urteil!