Antisemitische Angriffe nehmen zu

Wie der Berliner Tagesspiegel berichtet, kam es in der Nacht zum vergangenen Sonntag zu einem offenkundig antisemitisch motivierten Überfall auf einen 26-Jährigen in Berlin. Das ist kein Einzelfall.

Nach Angaben des Berliner Tagesspiegel wurde in der Nacht zum vergangenen Sonntag ein 26-jähriger Mann vor einer Diskothek in der Berliner Friedrichstraße von drei Unbekannten beleidigt und zusammengeschlagen. Das Opfer wurde hierbei leicht verletzt, konnte aber selbstständig gegen 06.00 Uhr morgens die Polizei alarmieren.

Nach Angaben des Opfers dürfte das Motiv antisemitischer Natur sein, da sich die Täter dementsprechend äußerten. Die Tatsache, dass es sich bei dem Überfallenen um einen Juden handelt, könnten die Täter einem vorangegangenen Gespräch entnommen haben, so das spätere Opfer. Ferner trug er ein T-Shirt mit einem pro-israelischen Schriftzug, das die Täter zu ihrer Gewalttat provoziert zu haben scheint.

Antisemitische Übergriffe nehmen zu

Nach einem Bericht der Tageszeitung die „Welt zufolge, nehmen antisemitische Übergriffe in den letzten Jahren wieder verstärkt zu. So kam es etwa im vergangenen Spätsommer zu einem schweren körperlichen Übergriff, als mehrere arabischstämmige Jugendliche den Rabbiner Daniel Alter vor den Augen dessen 7-jähriger Tochter zusammenschlugen.

Einer der Täter rief dem Kind entgegen: „Ich bringe Dich um!“. Vorausgegangen war der Attacke die Frage: „Bist Du Jude?“ Als Alter dies bejahte, wurde er zusammengeschlagen. Er trug eine Kippa als Kopfbedeckung, die ihn als Juden auswies.

Bundesweit Schlagzeilen machte auch eine Begebenheit, die sich im Juni 2010 in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover ereignete. Damals wurde eine israelische Tanzgruppe von muslimischen Kindern mit Steinen beworfen. Die Tanzvorführung musste daraufhin abgebrochen werden.

Nach Ansicht von Islamwissenschaftlern, liegt ein wesentlicher Grund für den zunehmenden Antisemitismus gerade unter muslimischen Kindern und Jugendlichen darin, dass das Satellitenfernsehen zunehmend ausgebaut wird. Denn in den auf diese Weise empfangbaren Sendern würde in Deutschland Hass gegen Israel gesät.

Israelische Soldaten als brutale Ritualmörder und Sadisten dargestellt

Laut dem Bericht in der Tageszeitung die „Welt“, schauen Kinder und Jugendliche dann etwa die iranische Serie „Sarahs blaue Augen“, die im Gazastreifen spielt und in der sich israelische Soldaten als gewissenlose Händler mit Organen von Palästinenserkindern verdingen.

Als typischer Hasssender gilt auch der libanesische Kanal „al-Manar“. Ein Fernsehsender der radikal-schiitischen Hisbollah. Dort werden Israelis regelmäßig als brutale Babymörder und Sadisten dargestellt. Man bedient sich hierbei unter anderem auch perfider Zeichentrickfilme, um schon die kleinsten Kinder auf den Kampf gegen die verhassten Juden einzuschwören. Sender wie „al-Manar“ sind zwar in Deutschland offiziell verboten, können ja aber durch leichtes Justieren beispielsweise an der Satellitenschüssel jederzeit empfangen werden, wie aus einem ZDF-Beitrag zu diesem Thema hervorgeht.

Ob sich das Problem jedoch ausschließlich auf ausländische Fernsehsender beschränken lässt, kann als fraglich gelten. Zudem tritt es europaweit zutage (metropolico berichtete). So wurde durch den britischen Fernsehsender Channel 4 die in in britischen Moscheen gehaltenen Hasspredigen aufgedeckt. In der Dokumentation des Senders taten sich auch die Moscheen hervor, die als besonders liberal und einer Integration in die britische Gesellschaft bemüht galten. Wenig spricht dafür, dass dies in Deutschland anders ist. (FG)