Wieder gehen Hunderttausende gegen die Homoehe auf die Straße

Die Hauptkundgebung fand auf der Place des Invalides statt. Diese fasst etwa 400.000 Menschen. Diese Zahlen wurden auf dieser Demo wohl deutlich erreicht, wenn nicht überschritten. (Bild: www.civitas-institut.de; Quelle: www.civitas-institut.de; Rechte: www.civitas-institut.de; Original: siehe Link)

Wie die konservative Wochenzeitung Junge Freiheit (JF) berichtet, kam es am vergangenen Wochenende erneut zu Großdemonstrationen gegen die Einführung der Homoehe sowie das geplante Adoptionsrecht für homosexuelle Paare.

Die Proteste gegen die geplante Einführung der Homoehe und das damit verbundene Adoptionsrecht, das vom sozialistischen Präsidenten Hollande durchgesetzt wurde (metropolico berichtete), reißen nicht ab. Am vergangenen Sonntag versammelten sich erneut hunderttausende von Demonstranten, die für den Erhalt der klassischen Familie kämpfen wollen.

Verkehrsschikanen gegen Teilnehmer

Die Veranstalter sprachen von einer Million Demonstranten, die Polizei von deutlich weniger, nämlich etwa 150.000 Teilnehmern. Letztere Zahl wurde von den Organisatoren als glatte Lüge bezeichnet, denn bereits in der Vergangenheit seien die Teilnehmerzahlen systematisch heruntergerechnet worden wie die Bewegung für Ehe und Familie – der Hauptinitiator der Kundgebungen – mitteilt.
In dieses Bild passen auch die Angaben des katholischen Instituts Civitas, welches berichtet, dass man von Seiten der Staatsmacht durch schikanöse Verkehrskontrollen – etwa an diversen Autobahnen im Großraum Paris – und durch verdächtig viele Baustellen und Reparaturen im öffentlichen Personennahverkehr RATP versucht habe, die Teilnehmerzahlen möglichst weit unten zu halten. Dies führte dazu, dass viele potenzielle Demonstranten schon vor der eigentlichen Demonstration entnervt kehrt machten, insbesondere auch, weil die Busse, welche für den Transport etlicher Demonstration eigentlich vorgesehen waren,  ohne erkennbaren Grund um spätestens 19 Uhr die Innenstadt wieder verlassen sollten.

Morddrohung gegen Konservative

Die Wortführerin der Bewegung für Ehe und Familie Frigide Bardot, konnte bei dieser Demonstration aus Sicherheitsgründen nicht dabei sein, da sie mehrere Morddrohungen aus der Homoszene erhalten habe wie der katholische Nachrichtendienst kath.net berichtet. Wenn sie auch nicht persönlich an der Demonstration teilnehmen konnte, beteiligte sie sich zumindest über den Kurznachrichtendienst Twitter. Dort schrieb sie: „Wir brauchen eine Volksabstimmung für die Verankerung der Ehe als Vereinigung von Mann und Frau.“
Wie kath.net berichtet, beteiligte sich in hohem Maße auch wieder die katholische Kirche an den Demonstrationen, darunter auch etliche Bischöfe und Priester. Auch Vertreter anderer Religionsgemeinschaften, insbesondere aus dem muslimischen Bereich waren – wie schon auf vergangenen Demonstrationen – wieder zugegen. Erstmals gab es kath.net zufolge wohl auch weltweit Solidaritätsveranstaltungen zu Ehren der französischen Demonstranten unter anderem wohl auch in Hamburg. An dem Protestzug beteiligten sich außerdem auch Oppositionsführer Jean-François Copé von der konservativen UMP sowie Vertreter von Familienverbänden.
Die Vertreter der konservative UMP beklagten in diversen Reden, dass Staatspräsident Hollande das Gesetz durchgeboxt habe, ohne eine hinreichende Diskussion über jenes Gleichstellungsgesetz ermöglicht zu haben.
Wie eine Demonstrantin nach Angaben des konservativen Le Figaro angab, würden die Kinder mittlerweile in der Schule mit der „Gender Theorie umerzogen“.
Wie die Präsident der „Bewegung für alle“ („La Manif Pour Tous“) Ludovine de La Rochère gegen Ende der friedlichen Kundgebung verkündete, werden die Proteste auch in Zukunft fortgesetzt, „damit der Kampf für Frankreich überall in Frankreich weitergehe“.

Identitäre Bewegung besetzt sozialistische Parteizentrale

Wie die Junge Freiheit ferner berichtet, kam es am Rande der Großkundgebung auch zu offensiveren Protestformen. So nutzten Mitglieder der französischen Identitären die Demonstration, um die Parteizentrale der französischen Sozialisten zu besetzen. Sie entrollten auf dem Dach des Gebäudes ein Banner, auf welchem sie den sofortigen Rücktritt des französischen Präsidenten Hollande forderten. (FG)