Steuerfinanzierte Kampagne des Umweltbundesamt diffamiert Klimaskeptiker

Manipulation und Diffamierung von Andersdenkenden –  durch Steuergelder finanziert – Die Broschüre des Umweltbundesamts zur menschgemachten Klimaerwärmung (Bild: Umweltbundesamt – Broschüre; Rechte: Umweltbundesamt)

Das Umweltbundesamt veröffentlichte eine durch Steuergelder finanzierte 122-seitige Broschüre mit dem Titel „Und sie erwärmt sich doch“. Die staatliche Publikation versucht dem Bürger das Dogma der menschgemachten Klimaveränderung als wissenschaftlich zementiert und unverrückbar zu verkaufen. Klimaskeptiker hingegen werden in der durch öffentliche Gelder realisierten Broschüre in manipulativer Weise pauschal diffamiert.

Der Titel der Broschüre lehnt sich an das Zitat „Und sie dreht sich doch“ des italienischen Universalgelehrten Galileo Galilei an und versucht so, Wissenschaftlichkeit zu suggerieren. Allein, Galileo Galilei hat diese Zitat nie von sich gegeben – und die Broschüre verstößt nicht nur gegen wissenschaftliche Regeln wie der Objektivität. Sie ist diffanmierend  und maßt sich die alleinige Deutungshoheit im Thema Klimawandel an.

Bereits in der Einleitung wird es als unumstößliche Tatsache dargestellt, dass Treibhausgase in der Atmosphäre zur Erwärmung des Klimas geführt haben. Sollte es nicht gelingen, die Emissionen einzudämmen, werde sich das Klima innerhalb kurzer Zeit stark ändern, wovor die Klimaforschung schon lange gewarnt habe. Ohne großes Federlesen wird bereits im nächsten Absatz negativ über die sogenannten „Klimaskeptiker“ geurteilt. Wörtlich heißt es:

„Im Gegensatz dazu gibt es einen Personenkreis, der die Erkenntnisse der Klimawissenschaft nicht anerkennt, die sogenannten „Klimawandelskeptiker“ oder kurz „Klimaskeptiker“. Obwohl in den meisten Fällen fachfremd, stellen sie eine breite Palette an Gegenthesen zum heutigen Kenntnisstand der Klimaforschung auf. Der Ton, den die „Klimawandelskeptiker“ in der Auseinandersetzung mit der Klimawissenschaft anschlagen, geht nicht selten über das Maß einer sachlich-kritischen Diskussion hinaus. Zuweilen steht die Klimawissenschaft in der öffentlichen Diskussion regelrecht unter Beschuss. Die Medien zeichnen wiederholt das Bild gegensätzlicher Auffassungen in der Klimaforschung. Dabei ist sich die wissenschaftliche Gemeinschaft über die Ursachen der Klimaerwärmung weitgehend einig.“

Auf den folgenden Seiten wird von angeblich fachkompetenter Seite erklärt, was das Klima eigentlich ist, welche Ursachen der Klimaänderung zugrunde liegen und wie groß der menschliche Beitrag zur globalen Erwärmung zu Buche schlägt.

Kompetentes, weil staatliches Autorenteam

Im Impressum der Broschüre des Umweltbundesamts werden als Autoren die Doktoren Lehmann, Müschen, Richter und Mäder genannt. Dr. Harry Lehmann ist mit der Leitung des Bereichs Umweltplanung und Nachhaltigkeitsstrategien im Umweltbundesamt betraut und Mitglied des Nationalen Komitee für Global Change Forschung (NKGCF). In der Selbstdarstellung sieht sich das NKGCF als „Ideengeber und maßgeblich beteiligt an der Ausrichtung und Koordination der deutschen Beiträge zur Forschung im Rahmen des globalen Wandels“.

Des Weiteren steuert Dr. Klaus Müschen sein Wissen bei, der das Studium der Elektrotechnik und Sozialwissenschaft absolvierte und als Berufsschullehrer arbeitete, jetzt aber die Stelle des Abteilungsleiter für Klimaschutz und Energie im Umweltbundesamt besetzt.

Als Dritte im Autorenbund der Broschüre ist Frau Dr. Steffi Richter zu nennen. Ihr Studium der Philosophie an der Lomonossov-Universität in Moskau mit Diplomarbeit zum Problem der Teleologie in der Biologie und Habilitation mit dem Thema „Ent-Zweiung. Wissenschaftliches Denken in Japan zwischen Tradition und Moderne“, zeichnen sie als Expertin der Japanologie aus.

Frau Dr. Claudia Mäder vervollständigt das Expertenteam, ist sie doch Mitautorin einer vom Umweltbundesamt herausgegebenen Kinderbroschüre mit dem Titel „Pia, Alex und das Klimaprojekt – Eine abenteuerliche Entdeckungsreise“.

Das dermaßen fachkompetente Autorenteam versucht ab Seite 32 einige Hauptargumente der Klimaskeptiker zu entkräften. Dazu klären die fachqualifizierten Doktoren auf, dass weder die Sonnenstürme noch vulkanischer C0-2 Ausstoß irgendwelche evidenten Auswirkungen auf die Klimaveränderung haben.

Fast schon verbissen wird dargelegt, dass die globale Erwärmung nach „heutigem Stand der Wissenschaft“ menschgemacht sei. In Kapitel 17 wird die gegenderte Fragestellung, ob „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Gefahren des Klimawandels übertreiben würden, um mehr Forschungsmittel zu bekommen“ dazu benutzt, um elegant auf die Klimaskeptiker überzuleiten.

Klimaskeptiker werden pauschal unlautere Methoden unterstellt

Ab Seite 96 stellen die Autoren dar, mit welchen unlauteren, ja sogar fast kriminellen Mitteln die Leugner der anthropogenen Klimaerwärmung, also die Klimaskeptiker, arbeiten. Während in Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen wiederholt das Bild gegensätzlicher Auffassungen in der Klimaforschung gezeichnet würde, herrsche dagegen in der wissenschaftlichen Gemeinschaft weitgehend Einigkeit. So die staatliche Deutungshoheit.

Schlussendlich wird unter dem Punkt: 5. „Klimawandelskeptiker in Deutschland“ mit denselbigen abgerechnet. Über die Autoren Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning, die Publizisten Dirk Maxeiner und Michael Miersch und den verdienten und mehrfach ausgezeichneten Filmemacher und Publizisten Günter Ederer heißt es, dass deren Argumente „wissenschaftlich nicht haltbar“ seien und sie mit ihren Thesen dem wissenschaftlichen Konsens widersprechen würden.

Besonders pikant das versuchte Bashing an Fritz Vahrenholt, der selbst dereinst im Umweltbundesamt in Berlin tätig war. Vahrenholt, ehemaliger Umweltsenator, ehemaliger Vorstand der Deutschen Shell, ab 2008 Vorstandsvorsitzender der RWE Innogy und Honorarprofessor an der Universität Hamburg im Fachbereich Chemie vertritt die Auffassung, dass die Sonne mindestens zu gleichen Teilen wie der durch den Menschen verursachte Kohlenstoffdioxid-Ausstoß für die globale Erwärmung verantwortlich sei, und behauptet, dass die Berichte des Weltklimarats IPCC von Umweltorganisationen wie Greenpeace und WWF beeinflusst seien.

Die staatlich herausgegebene Broschüre stellt auf Seite 110 die provokante Frage, auf welcher wissenschaftlichen Basis das Buch Vahrenholts und des Mitautors Lüning mit dem Titel „Die kalte Sonne. Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet“ eigentlich fußen solle und unterstellt den Autoren so de facto fachliche Inkompetenz. Durch Aufzählung des beruflichen Werdegangs und dem Herausstellen der Vorstandstätigkeiten Vahrenholts in Energieversorgungsunternehmen kann man sich dem versteckten Vorwurf der staatlich bestellten Autorenschaft nicht erwehren, Vahrenholt sei ein von der Industrie gekaufter Klimaskeptiker.

Anthropogene Klimaerwärmung – eine bewiesene Tatsache!

Die Schlussbemerkung des steuerfinanzierten Schriftstücks stellt nochmals eindeutig klar, dass die Menschheit durch die Emissionen von Treibhausgasen eine Erwärmung des Klimas verursache, „in der Klimawissenschaft ein Konsens über die anthropogene – also durch den Menschen verursachte – Klimaerwärmung besteht“; „die Argumente der „Klimawandelskeptiker“ nicht mit diesem Konsens übereinstimmen und wissenschaftlich nicht haltbar seien und „häufig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fremder Disziplinen und ohne Fachwissen auf dem Gebiet der Klimaforschung mit „klimaskeptischen“ Thesen in der Öffentlichkeit auftreten würden.

Der Journalist Henryk M. Broder, der zusammen mit Dirk Maxeiner und Michael Miersch den Blog Achse des Guten betreibt, schrieb in der Welt, dass ein solches Vorgehen an „die Reichskulturkammer und DDR-Regime“ erinnere. In der Broschüre des Umweltbundesamts würden Klimaskeptiker an den Pranger gestellt. Es handele sich um einen „in der deutschen Nachkriegsgeschichte einzigartigen Fall von obrigkeitsstaatlicher Intervention in eine öffentlich geführte Diskussion“, kritisierte Broder. Die Betroffenen erwägen laut der Zeitschrift Jungen Freiheit eine Klage gegen die Umweltbehörde. (BS)