Britischer Soldat von zwei Angreifern mit Machete ermordet

Londoner Stadtteil Woolwich (Foto: Screenshot Sky News; Rechte: Sky News)

Auf offener Straße wurde im Londoner Stadtteil Woolwich Medienberichten zufolge ein Soldat der britischen Armee von zwei Männern mit einer Machete getötet.

Es gebe Hinweise darauf, dass einer der Angreifer „Allahu Akbar“ („Allah ist größer!“) ausgerufen habe, berichtet die BBC. Später wurden die mutmaßlichen Täter von der Polizei angeschossen. Einer der Getroffenen schwebe in Lebensgefahr. Die beiden Männer sollen schwer bewaffnet gewesen sein, berichtete Sky News. Die Attacke ereignete sich in unmittelbarer Nähe zu einer Schule.

„Wie ein Stück Fleisch behandelt“

Das Magazin krone.at zitiert einen Bericht des britischen Radiosenders „LBC Radio„, in dem ein Zeuge berichtet, dass die Angreifer unvermittelt auf den Mann los gingen und auf ihn einhackten. „Sie behandelten ihn wie ein Stück Fleisch“, sagte der sichtlich geschockte Mann im Radio unter Tränen. Anschließend hätten sie das Opfer auf die Fahrbahn gezerrt und seinen leblosen Körper in der Mitte der Straße liegen gelassen, so der Zeuge.

Die beiden Täter machten danach keine Anstalten, vom Tatort zu flüchten. Stattdessen hätten sie mit Waffen in den Händen gewunken und Passanten dazu aufgefordert, Bilder von ihnen zu machen.

„Ihr werdet niemals sicher sein“

Der Mann mit der Machete habe sich laut dem Focus bei Passanten entschuldigt. „Es tut uns leid, dass Frauen das hier mitansehen mussten, aber in unseren Heimatländern müssen Frauen dasselbe sehen. Ihr werdet niemals sicher sein. Stürzt eure Regierung. Sie schert sich nicht um euch. Glaubt ihr, dass es David Cameron sein wird, den wir auf der Straße erwischen? Glaubt ihr, es sind Politiker, die durch unsere Gewehre sterben? Nein. Es werden ganz normale Leute sein wie ihr und eure Kinder“, sagte der mutmaßliche Täter in die Kamera.

Premierminister David Cameron wies Innenministerin Theresa May inzwischen an, das Nationale Sicherheitskabinett Cobra einzuberufen. Offenbar wird ein islamistisches Motiv vermutet, die Terrorwarnstufe wurde erhöht. In London gilt laut dem Guardian die dritte von fünf Terrorwarnstufen.

T-Shirt des Opfers gibt Anlass zu Spekulationen

Konkrete Hinweise auf den Hintergrund der Bluttat gebe es nicht. Angeblich habe das Opfer laut BBC ein T-Shirt mit der Aufschrift „Help for Heroes“ getragen. Die gleichnamige Organisation unterstützt verwundete britische Soldaten. Nun werden Spekulationen laut, ob sich die Täter durch das T-Shirt eventuell „provoziert gefühlt“ haben könnten.

Wie metropolico heute berichtete, eskaliert sei Tagen in Stockholmer Stadtteilen die Gewalt in vornehmlich von Migranten bewohnten Gebieten. Vorausgegangen war die Erschießung eines 69-Jährigen durch die Polizei, der ebenfalls mit einer Machete bewaffnet war. (BS)

+++UPDATE+++

21:00 Uhr: Wie der Nachrichtensender BBC News berichtet, sagte der konservative Politiker und ehemaliger Oberst der britischen Armee Patrick Mercer, dass der Vorfall an einige Vorfälle in Holland erinnere, bei denen Menschen in aller Öffentlichkeit abgeschlachtet wurden und Videos dazu „die Runde“ machten. Alle Zeichen würden auf einen gut durchdachten und geplanten Terroranschlag hinweisen.