Muslime fordern zwei gesetzliche Feiertage

Nach der erfüllten Forderung des Islamunterrichts nun die Forderung nach muslimischen Feiertagen (Bild: die Weberin ; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link)

Zwei gesetzliche muslimische Feiertage fordert der Zentralrat der Muslime in Deutschland.

Der Vorsitzende der Muslime Aiman Mazyek fordert für die Muslime in Deutschland zwei gesetzliche Feiertage für das islamische Opferfest und den Ramadan. Das sei ein wichtiges Zeichen für die Integration.

Nicht-christliche Feiertage sind ein Zeichen für die Integration

Hier gehe es aber nicht um arbeitsfreie Tage für alle Bürger, so der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Als Vorteil solcher Feiertage für Muslime in Deutschland nennt Mazyek laut der Frankfurter Rundschau (FR) das Beispiel, dass bei der Polizei muslimische Berater für Kollegen einspringen könnten, die gerne an Ostern freinehmen würden.

Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach kann für diese Forderung „weit und breit“ keine Notwendigkeit ausmachen. Deutschland habe „keine islamische Tradition“ und die bisherigen religiösen Feiertage seien aus einer christlich-abendländischen Tradition heraus entstanden.

Die nordrheinwestfälische Sozialminister Guntram Schneider (SPD) kann der Aussage Bosbachs zwar nicht beipflichten, sehe aber den Wunsch, dass Menschen anderer Religionen ihre Feiertage feiern möchten. Jedoch sei eine Ausweitung der gesetzlichen Feiertage wirtschaftlich nicht finanzierbar. Deshalb plädiere er dafür, dass Arbeitgeber ihren nicht-christlichen Arbeitnehmern an diesen nicht-christlichen Feiertagen Urlaubstage gewähren beziehungweise ausgleichsfrei geben sollten. Arbeitgeberverbände bestätigen, dass dies in der Praxis bereits geschehe.

Ungleichbehandlung von Religionen in der Arbeitswelt

Die Robert Bosch Stiftung GmbH unterstütze den Vorschlag von nicht-christlichen Feiertagen, da sich das geltende Recht zunehmend als Ungleichbehandlung von Religionen präsentiere und schlägt deshalb in ihrem Bericht „Zukunft der Arbeitswelt“ zwei Feiertage für nicht-christliche Religionen vor. Die Robert Bosch Stiftung GmbH ist eine nicht gemeinnützige unternehmensverbundenen Stiftungen und sieht den Stiftungszweck in der Verwirklichung gemeinnütziger und sozialer Bestrebungen. (BS)