Bremerhavener Stadtverordnete wechselt zu Bürger in Wut

Haben nun Fraktionsstärke in Bremerhaven: Die Bürger in Wut (Bild: BIW)

Die Bremerhavener Stadtverordnete Rebecca Sarnow hat die Fraktionsgemeinschaft von Bündnis21 und Piraten verlassen und wechselt zu den Bürgern in Wut (BIW), die damit Fraktionsstärke im Stadtparlament erreichen.

Nicht nur die Alternative für Deutschland (AfD) kann sich aktuell über Zulauf freuen, auch die Bremer Wählervereinigung Bürger in Wut (BIW) wächst seit Jahren stetig. Nun hat sich die Bremerhavener Stadtverordnete Rebecca Sarnow der Gruppe um den Landtagsabgeordneten Jan Timke angeschlossen.

„Keine optimale Zusam­men­arbeit“

Die 39-jährige Bürokauffrau aus Lehe hatte zuvor der Fraktionsgemeinschaft von Bündnis21 und Piraten angehört, in der aber ihrer Einschätzung nach „keine optimale Zusam­men­arbeit mehr“ stattfand. Dies sei aber „eine unverzichtbare Voraus­setzung für meine parlamentarische Arbeit im Interesse der Bürgerinnen und Bür­ger“, erklärte Sarnow laut einer Pressemitteilung der BIW.

Bisher waren drei Abgeordnete für die BIW im Bremerhavener Stadtparlament vertreten. Mit Sarnow erreicht die Gruppe nun Fraktionsstärke und erfreut sich damit größerer Möglichkeiten und Rechte im Parlament.

„Einzige Oppositionskraft neben der CDU“

Zudem sehen die BIW den Übertritt auch als Bestätigung ihrer par­­lamentarischen Arbeit, wie der neue Fraktionsvorsitzende Malte Grotheer in der Pressemitteilung erklärt: „Dass Rebecca Bürger in Wut den Vorzug vor allen anderen Gruppierungen in der Stadtverordnetenversammlung gegeben hat, hängt nicht zuletzt mit der engagierten Oppositionsarbeit zusammen, die wir in den letzten beiden Legislaturperioden in Bremerhaven geleistet haben. BIW sind deshalb auch die einzige Oppositionskraft neben der etablierten CDU, die in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Wir freuen uns auf die Zusam­­menarbeit mit Rebecca, die eine wertvolle Verstärkung für unsere Stadtverordnetengruppe ist.“ (MP)