Leitartikel: Ein vermeintlicher Polizeiskandal soll nach dem Willen der Süddeutschen Zeitung und linker Aktivisten nur mit belastenden Informationen gegen die Beamten geführt werden.

Polizeiskandal nach Willen der Süddeutschen Zeitung und linker Aktivisten (Bild: metropolico)

Eine Frau erhält in Polizeigewahrsam einen Faustschlag, der im Gesicht schwere Verletzungen hervorruft. Sie muss wegen gebrochener Nase und Augenhöhlenbogen behandelt werden. Die in einer Münchner Polizeiwache Verletzte war während des Gewahrsams an Händen und Füßen gefesselt. Der der Körperverletzung verdächtigte Polizist gab allerdings an, zuvor von der jungen Frau bespuckt und getreten worden zu sein. Als diese – wenngleich gefesselt dennoch – zu einem Kopfstoß ausgeholt habe, hätte er aus Notwehr zugeschlagen. Nun hat der Vorfall eine Debatte ausgelöst, doch mit fairen Mitteln wird diese nicht geführt. Alles was das vermeintliche Opfer vorträgt, wird von den Medien begierig aufgegriffen. Es gibt jedoch in Bezug auf die verletzte Frau Informationen, die kein allzu gutes Licht auf sie werfen und die Sitution des Polizisten klarer erscheinen lassen könnten. Doch diese Fakten aufzugreifen soll unzulässig sein. Informationen und die Debatte sollen so gefiltert werden. Der Eindruck einer Kampagne gegen die Polizei drängt sich immer stärker auf.

Es ist ein Faustschlag, der sich bis in den Bayerischen Landtag auswirkt. Am 20. Januar erhält in der Polizeiinspektion (PI ) 21 im Münchner Stadtviertel Au Teresa Z. einen Faustschlag durch einen Polizisten versetzt. Für die Grünen Anlass genug, einen Dringlickeitsantrag an das Parlament des Freistaates zu richten.  Auch die Justiz ist mit dem Fall befasst. Sowohl gegen Teresa Z. als auch gegen den Polizisten wird ermittelt. Beide haben den jeweils anderen einer Straftat bezichtigt. Doch noch bevor überhaupt die Fakten auf dem Tisch liegen, befassten sich letzte Woche die bayerischen Abgeordneten mit dem Fall.

Die angeblichen Ökopaxe verlangten mit dem Antrag vom 21. Februar Aufklärung über den Vorfall. Sicher, es ist die Aufgabe der Opposition, ja eigentlich des gesamten Parlaments, solche Vorfälle aufzugreifen und der Exekutive und damit der Polizei auf die Finger respektive auf die Fäuste zu schauen. Doch wie groß ist das Verlangen nach Aufklärung, wenn man schon im Link auf den online gestellten Antrag der Fraktion der Grünen von „Polizeigewalt“ liest?

Wenig dienlich dürfte es einer „Aufklärung“ ebenfalls sein, wenn die Grünen in einer ebenso mit „Polizeigewalt“ überschriebenen Pressemitteilung vom 18. Februar 2013 von der Befürchtung sprechen, die Polizei habe es als Organisation auf Teresa Z. abgesehen: Es fand im Nachgang zu dem Vorfall eine Wohnungsdurchsuchung statt. Bei dieser wurde auch das Mobiltelefon Teresa Z.s sichergestellt. Anlass für Susanna Tausendfreund, Landtagsabgeordnete der Grünen, sich zu empören: „Die völlig überzogene Aktion durch Beamte der Polizei schikaniert und kriminalisiert (Anmerkung d. Red.: die 23-Jährige), wenn diese nun zur Wohnungsdurchsuchung auftauchen anstatt Ermittlungsmaßnahmen mit dem Anwalt der Frau abzusprechen“.

Verlangen nach „Aufklärung“ reine Propaganda?

Was die Grüne in ihrer Pressemitteilung und in der Folge so manches Presseorgan verschweigt: Die Wohungsdurchsuchung war nicht nur durch einen Richter angeordnet, sondern fand in Anwesenheit des zuständigen Staatsanwaltes statt. Auch die Forderung der grünen Realitätsverweigerin, die Polizei und damit letztlich die Staatsanwaltschaft möge doch netterweise ihre Ermittlungen in einem Strafverfahren mit dem Anwalt des jeweils Verdächtigen „absprechen“ ist nur noch absurd und zeigt den unbedingten Willen, der Polizei als ganzes nun jedes Verhalten als Fehler anzukreiden.

In dasselbe Horn stößt die Grüne auch als sie fordert, die Polizei müsse eine „Fehlerkultur“ entwickeln. Denn durch die – richterlich angeordnete – Hausdurchsuchung ist bei der Grünen der Eindruck entstanden, der Polizei sei eine solche fremd. Mit anderen Worten: Wenn Ermittlungen in alle Richtungen gehen und in der verletzten Frau nicht nur das vermeintliche Opfer gesehen wird, dann hat die Polizei aus Sicht der Grünen keine Fehlerkultur und stalkt gewissermaßen ein angebliches Opfer ihrer eigenen von grüner Seite unterstellten Gewalt. Wer auf solche Art „Aufklärung“ verlangt, dabei einen bedeutenden Teil der Fakten verschweigt, Aberwitziges fordert und die Richtung der Ermittlungen vorgeben will, setzt sich selbstredend dem Verdacht aus, ein politisches Spielchen zu treiben.

Vor wenigen Tagen wurden allerdings auch die Mobiltelefone der beteiligten Polizisten beschlagnahmt, um auch auf diesen nach Beweisen zu suchen. Man darf wohl bezweifeln, dass die Staatsanwaltschaft dies mit den Rechtsanwälten der Polizisten „absprach“. Eine entsprechende Forderung der Grünen hierzu steht freilich noch aus.

Teresa Z. war in sieben Monaten vier Mal Anlass für einen Polizeieinsatz

Joachim Herrmann (CSU), bayerischer Innenminister, wollte sich während der Debatte im Parlament hingegen noch nicht festlegen. Es stehe gegenwärtig „Aussage gegen Aussage“. Es werde unvoreingenommen ermittelt und er werde sich als Minister, wie in vorherigen Fällen auch, nicht vorzeitig festlegen.

Der für die Polizei zuständige Minister bedauerte allerdings das Verhalten des Anwalts der Betroffenen. Dieser versuche über den Vorfall am 20. Januar hinaus in der Öffentlichkeit einen ausschließlich guten Eindruck seiner Mandantin einerseits und der bösen Polizei andererseits zu erwecken.

Die Grünen hatten in einem Dringlichkeitsantrag gefordert, von der Bayerischen Staatsregierung darüber aufgeklärt zu werden, „mit welcher Begründung das spätere Opfer von den Polizeieinsatzkräften anschließend auf die Wache verbracht worden ist und ob es bereits im Polizeiwagen gefesselt war.”

Teresa Z. sollte in psychiatrisches Krankenhaus untergebracht werden

Doch nur diesen einen Einsatz zu betrachten, würde die Situation unzureichend widerspiegeln. Denn die Polizeibeamten der Inspektion 21 in dem Münchner Stadtteil Au waren auch schon vor dem Faustschlag mit der 23-Jährigen in Kontakt gekommen. Nach Darstellung Herrmanns war die Polizei in den letzten sieben Monaten vier Mal in der Wohnung des vermeintlichen Opfers. Das erste Mal und damit vor dem in den Fokus geratenen Vorfall, am 18. Juli 2012. Herrmann wörtlich zu der Historie der Einsätze: „Damals hatte das Referat für Gesundheit und Umwelt die Polizei um Amtshilfe gebeten, wegen einer sofortigen vorläufigen Unterbringung.“

Das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) der Stadt München setzt zum Teil auch sogenannte Kreisverwaltungsaufgaben um, für die in den Landkreisen das Landratsamt zuständig ist. Die kreisfreie Landeshauptstadt München muss somit im Falle von Selbst- oder Drittgefährdung für die Unterbringung von psychisch kranken Peronen sorgen. Eine solche Unterbringung wird üblicherweise auf Antrag seitens des RGU durch einen Richter angeordnet. Doch im Rahmen des, im Falle von Teresa Z. zur Anwendung gekommenen Artikel 10 des Unterbringungsgesetz http://www.gapinfo.de/gesundheitsamt/alle/gesetz/unterbr/bug/absch03/ar10.htm sieht die Verwaltung einen so dringenden Handlungsbedarf, also eine so große Gefährdung, dass sie die Entscheidung des Richters nicht mehr abwarten kann. Gleichwohl bleibt die Behörde verpflichtet, diese Anordnung im Nachhinein dem zuständigen Gericht vorzulegen.

Damit wird klar: Die zuständige städtische Behörde ging davon aus, Teresa Z. stellte eine Gefahr dar. Diese ging nach Ansicht der Beamten auf eine psychische Störung zurück, denn nur dann ist der Artikel 10 anwendbar. Auch dann, wenn die Störung aufgrund einer Sucht hervorgerufen wird.

Nur für das vermeintliche Opfer sprechende Fakten sollen zulässig sein

Herrmann verzichtete in seiner Rede vor dem Landtag ausdrücklich darauf, den genauen Anlass der Landeshauptstadt München für das Amtshilfeersuchen darzulegen. Weshalb genau die städtischen Beamten also von einer Gefahr für Leib und Leben ausgingen und deshalb die Polizei einschalteten, ist bis heute nicht bekannt. Auch ob die 23-Jährige „nur“ für sich selbst eine Gefahr oder auch für andere darstellte, ist somit für die Öffentlichkeit vollkommen unklar. Sie soll es nach dem Willen der 23-Jährigen, die sich an ebenjene Öffentlichkeit wandte, auch nicht erfahren. Ihr Anwalt jedenfalls zeigte sich über die Freigabe dieser Information durch den Innenminister wenig angetan und bestreitet zudem die Darstellung. Der Anwalt Teresa Z.s war seinerseits zuvor schon von der Polizei und in einem anderen Zusammenhang durch das Innenministerium bezichtigt worden, falsche Tatsachen zu behaupten.

Am fraglichen 20. Februar allerdings war der Einsatz nicht durch städtische Behörden, sondern durch einen Notruf der Teresa Z. selbst ausgelöst worden. Freilich wissen Polizisten in der Regel um die Vorgeschichte, wenn sie zu einem Einsatz gerufen werden. Ein Umstand, der genauso selbstverständlich von den Einsatzbeamten dazu genutzt wird, die Situation und etwaige Gefahren einzuschätzen. Nicht zuletzt die dabei angestellten Überlegungen dürften dazu geführt haben, dass Teresa Z. gefesselt wurde. Aber auch der Umstand, dass die eingesetzten Beamten den Eindruck hatten, Teresa Z. stünde unter Drogen. Zudem, und dies ist eine weitere Merkwürdigkeit, trat Teresa Z. auf die, von ihr selbst zur Hilfe gerufenen Beamten ein und bespuckte diese. Ob dabei tatsächlich an diesem Abend eine Beinflussung durch Drogen vorlag, wird wohl ungeklärt bleiben. Denn eine richterliche Anordnung, sich einem Drogentest zu unterziehen, wurde durch das Amtsgericht verweigert. Einem freiwilligen Drogentest wollte sich Teresa Z. nicht unterziehen.

Warum die Justiz keinen Drogentest bei einer Frau anordnet, die die selbst herbeigerufenen Polizisten mit Tritten traktiert und anspuckt und die dieses Verhalten wohl sofort wieder aufnahm nachdem die Polizisten ihr Hand- und Fußfesseln abnahmen, wird wohl auch noch zu klären sein. Freilich kein Grund der, aufgrund des möglichen Drogenkonsums eventuell auch schmerzunempfindlichen Frau einen Faustschlag zu versetzen. Was aber, wenn eine möglicherweise berauschte junge Frau in einem Zustand stark erhöhter Aggressivität zum Kopfstoß ansetzt? Gegenüber einem Polizisten, der aufgrund seiner Kenntnisse und des Verhaltens wohl von einer großen Gefahr durch Teresa Z. ausgeht. Doch wird man andererseits fragen müssen, ob sich der Polizist dieser angeblich aus liegender Position vorgetragenen oder vielmehr beabsichtigten Attacke nicht anders hätte entziehen können.

Die Beschuldigte soll gehört werden – der beschuldigte Polizist nicht

So berechtigt eine öffentliche Debatte darüber ist, sie kann nicht fair geführt werden, wenn nur eine Sichtweise zulässig ist. Sie kann nicht zu den richtigen Maßnahmen führen, wenn das, augenscheinlich polizeifeindliche Mütchen gekühlt werden soll. Die Grünen haben wohl nicht ganz ohne das Einverständnis des vermeintlichen Opfers die Debatte vorangetrieben. Doch soll man diese nur mit einem bestimmten Ausschnitt der Wahrheit führen dürfen? Die Wahrheit hat aber keine Ausschnitte, sondern verlangt das gesamte Bild.

Die Landtagsabgeordnete Susanne Tausendfreund (Grüne) hat ihr Bild augenscheinlich schon gemalt. Und so empört sie sich in ihrer Erwiderung auf Innenminister Herrmann, die junge Frau hätte durch den Landtag gehört werden müssen. Schließlich habe sich Herrmann zu der Vorgeschichte und der beabsichtigten Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung geäußert. Ein Ansinnen, das die Abgeordnete für den beschuldigten Polizisten freilich nicht in ihren Forderungskatalog aufnahm. Gleichwohl stellte die Grüne unter dem Aspekt der „Polizeigewalt“ einen Forderungskatalog zum besseren Umgang der Polizei mit Übergriffen durch die eigenen Beamten auf. Ein Verlangen, das in diesem Zusammenhang und durch die, von den Grünen gewählten Prämisse der „Polizeigewalt“ die Schuld des Polizisten unterstellt, ohne ihn gehört zu haben.

Die Medien offenbaren ihre Absichten durch die gewählten Leumundszeugen

Der Polizist oder dessen Perspektive kommt aber auch außerhalb des Parlaments nur wenig zur Sprache. Vielmehr wurde der Münchner Polizeipräsident, Wilhelm Schmidbauer, heftig für eine Äußerung kritisiert. Er hatte in einem Interview geäußert, der Polizist habe aus seiner Perspektive heraus folgerichtig gehandelt und bleibe bei seiner Einschätzung. Aber ein Dienstvorgesetzter, der auf Nachfrage der Medien die Sichtweise des eigenen Untergebenen in die Debatte einbringt, löst auf Seiten der Grünen natürlich einmal mehr Empörung aus. „Damit hat sich Schmidbauer für höhere Aufgaben disqualifiziert“, so Tausendfreund.

Aber nicht nur Schmidbauer, der der CSU angehört und für höhere Aufgaben gehandelt wird, zieht Kritik auf sich. Auch Innenminister Herrmann wird innerhalb und außerhalb des Parlaments heftig angegangen. Die Öffentlichkeit auch über die Aspekte zu informieren, die für den Polizisten und möglicherweise gegen das vermeintliche Opfer sprechen, soll aus Sicht der Opposition und der Medien angeblich gegen den Datenschutz verstoßen.

Dabei wird allerdings geflissentlich übersehen, dass Teresa Z. die Öffentlichkeit offensiv suchte. Die Debatte in ihrem Sinne zu beeinflussen geht hin bis zu einem Auftritt bei Stern-TV. Selbstverständlich zulässig und auch nicht ungewöhnlich. Es steht der jungen Frau und auch ihrem Anwalt zu, ihren Fall der Öffentlichkeit mit großer Vehemenz zu präsentieren. Aber wer die Debatte will, muss im Gegenzug hinnehmen, dass auch weniger angenehme Umstände für einen selbst zur Sprache kommen. Einen Polizisten möglicherweise zurecht zu beschuldigen und dabei zu verlangen, dass eigenes Verhalten unter dem Mantel des Datenschutzes verborgen bleibt, hinterlässt zumindest ein gewisses „Geschmäckle“.

Antifa-Sympathisant als Zeuge gegen Polizei

Dabei lassen sich die Medien nur allzu bereitwillig zum Helfer des Anliegens Teresa Z.`s und der linken Seite des bayerischen Parlaments machen. Teilweise gehen die Medien sogar darüber hinaus und springen mit der Art der Berichterstattung dem vermeintlichen Opfer zur Seite. Richtig ist, dass eine öffentliche Debatte an sich unschädlich ist, wenn sie denn fair geführt wird. Doch die so genannnten Mainstream-Medien machen im Falle von vermeintlichen Übergriffen durch Polizeibeamte vielfach nicht mehr den Eindruck, eine neutrale und faire Berichterstattung zum Ziel zu haben.

Insbesondere die Süddeutsche Zeitung (SZ) scheint sich in diesem Fall auf eine Sichtweise eingeschossen zu haben. So kommen in der Münchner Zeitung vorwiegend die “üblichen Verdächtigen” zu Wort. So darf sich etwa Rechtsanwalt Wächtler äußern, aus dessen Kanzlei zwei der, über den Bayerischen Flüchtlingsrat teilweise auf´s Engste mit der Antifa verbundene Rechtsanwälte stammen. Mit diesem Engagement wird auf der Internetseite von Wächtlers Kanzlei Werbung gemacht (metropolico berichtete).

Aber auch Angelika Lex, die Ehefrau des bei der Antifa “Sigi” genannten Stadtrates (metropolico berichtete), Siegfrid Benker, aus der Reihe der Grünen, wird in dem Blatt Platz zur Empörung eingeräumt. Die Angetraute des Umweltretters ist in extrem linken Kreisen durchaus bekannt und beliebt und in der Szene selbst nicht ganz ohne eigenes Engagement. Umstände, die den Lesern selbstredend gerne durch die Medien verschwiegen werden, wenn man seine „Experten“ präsentiert. Aber auch „Antifa-Sigi” selbst kann seine Kritik und Vorverurteilung des Polizisten verbreiten. Die Verbindungen mit der, vom Verfassungsschutz als gewaltgeneigt beschriebenen Antifa-Gruppierung Antifa-NT und deren Zusammenarbeit mit Anwälten aus der Kanzlei des SZ-„Experten“ Wächtler zur Verhinderung einer polizeilichen Maßnahme, namentlich einer Abschiebung, (metropolico berichtete) bleibt in den Medien ebenfalls unerwähnt.

An solch einer Gesinnungsjuristin wie Angelika Lex ist es dann, in der SZ in Bezug auf die Information der städtisch angeordneten Unterbringung Teresa Z.´s zu postulieren: „Das hat in einer öffentlichen Debatte nichts zu suchen.“

Doch wie muss das die Polizei erleben, wenn als „Experten“ für ihr Verhalten Personen aus jenem Umfeld herangezogenen werden, das zur Durchsetzung eigener politischen Ziele mit polizeifeindlichen Politchaoten und Extremisten zusammenarbeitet? Schließlich handelt es sich bei Medien wie „Experten“ um Verteidiger und Verbündete der Antifa.

Polizeifeindliches Klima in Medien und Teilen der Politik

Das Verhältnis der Antifa zur Polizei kann man auch sonst durchaus als durchwachsen bezeichnen. So wird im Umfeld des, durch den Münchner Stadtrat gesponserten Kafe Marat polizistenfeindliche Propaganda verbreitet. Nicht nur außen an dem Treffpunkt der linksextremen Szene Münchens werden durch Plakate Polizisten als “Bullen” bezeichnet und mit Bezug auf Bilder von Polizeineinsatzwagen dem “Hass auf Schweine” das Wort geredet (metropolico berichtete). Auch in dem Kafe selbst wird die Polizei in im September 2012 ausliegenden Broschüren als prügelfreudige Nazihorde gezeichnet.

Dieses polizeifeindliche Klima wird durch ebenjene Politiker gefördert und durch genau diejenigen Medien verschwiegen, die nun schon vor jeder Untersuchung zu wissen scheinen, wer das reine und unschuldige Opfer und wer der prügelfreudige Rambo in Uniform war. Mehr noch: Die SZ ist es, die der Antifa-Szene regelmäßig publizistisch unterstützend zur Seite springt, wenn diese in Schwierigkeiten gerät. Die Rolle der Polizei dabei: Die des Buhmanns.

Daher ist der vermeintliche Skandal nicht nur der eines möglicherweise prügelnden Polizisten. Es ist ein Skandal der Politisierung unserer Polizei durch Medien und Politik. Ein tatsächlicher Skandal freilich, der seiner Aufklärung und Aufarbeitung noch harrt. Es ist das Zusammenwirken der Medien mit linksextremen Kreisen, um der Polizei möglichst zu schaden und diese einzuschüchtern. Eine Einschüchterung, die greift, wenn man diese bis ins Absurde vorangetriebene „Strategie der Deeskalation“ betrachtet. Die Polizei wird als Störer der Sicherheit auf eine Stufe mit linken Chaotenverbänden des „Schwarzen Blocks“ gestellt. In Bayern noch selten, wird dennoch auch hier viel zu weich mit linksextremen Chaoten umgegangen. Man darf angesichts der Konstellationen vermuten, dass die bayerische Polizei auch auf den völlig defensiven Kurs getrimmt werden soll. Ein Kurs, der die Polizei zur Durchsetzung von Recht und Ordnung zur Seite drängen und das eigene Weltbild als Grundlage staatlichen Handelns verankert wissen will.

„Wir sind friedlich, was seid ihr?“

Man kann die Gefühlslage der Polizei insgesamt und eines einzelnen Polizeibeamten nicht verstehen, wenn man deren Erfahrungen mit der Presse nicht nachempfindet. So wird etwa auf Demonstrationen des linken bis linksextremen Lagers regelmäßig die Polizei massivst angegangen und attackiert. Wenn linksextreme Chaoten die Beamten dann endlich zu Gegenmaßnahmen und zum Einsatz von Gewalt genötigt haben, zieht sich der sogenannte „schwarze Block“ zurück und ruft: „Wir sind friedlich, was seid ihr?“ Freilich, der Zuschauer und auch der Leser wird in vielen Fällen nur den letzten Teil durch die Medien präsentiert bekommen.

Eine Schlagzeile der taz vor wenigen Jahren im Sinne von „Polizeigewalt hält sich in Grenzen“ nachdem die linksextreme Szene einmal mehr eine deutsche Innenstadt mit gewalttätigen Aufmärschen „beglückte“, ist dabei die Spitze des Eisberges.

Die Kampagne „Castor? Schottern!“ freut sich, wie gut es ihren Betreibern und der im Hintergrund agierenden und vom Verfassungsschutz beobachteten Organisation gelungen ist, ihre eigene Gewaltbereitschaft herunter zu spielen und die der Polizei als unverhältnismäßig darzustellen. Der Spiegel-Journalist, der völlig unkritisch die an ihn herangetragenen Positionen übernahm, wurde durch metropolico zu seiner heutigen Einschätzung befragt. Schließlich war er den Linksextremisten auf den Leim gegangen, wie er in einem Papier der Kampagne nachlesen konnte. Doch auch nach Wochen sieht sich der Journalist nicht veranlasst, sein Verhalten zu erklären. Eine „Fehlerkultur“ wäre wohl auch bei Journalisten angebracht. Oder sollte es sich gar nicht um Fehler, sondern um die eigene Agenda handeln?

Polizei als Prügelknabe

Angesichts eines solchen Klimas, angesichts dieser Erfahrungen ist es wenig verwunderlich, wenn der Münchner Polizeipräsident von einer Kampagne gegen die Polizei spricht. Es ist der über die Medien vorgetragene Refrain: „Wir sind friedlich, was seid ihr?“. Es ist die Taktik nur den Ausschnitt wiederzugeben, der die Polizei in ein schlechtes Licht rückt. Dass die Polizei in den Medien bei solchen Debatten um das mögliche Fehlverhalten eines Polizisten ihnen augenscheinlich „wenig freundlich“ gesinnte „Experten“ wahrnimmt, dürfte zu dem Misstrauen gegenüber den Medien beitragen. Da mag der Anlass für eine Debatte berechtigt sein, die Art von linker Seite diese zu führen, macht sie zur Kampagne.
Daher ist zwar noch nicht erwiesen, dass ein Polizist geprügelt hat, aber es wird immer klarer, dass die Polizei einmal mehr der Prügelknabe seitens linker und linksextremer Kreise und den mit ihnen verbundenen Medien ist. Es geht nicht um Debatte, es geht um Propaganda. Dabei liegt nicht Teresa Z. in Fesseln, sondern eine Öffentlichkeit, der Fakten vorenthalten werden sollen. Fakten, die die eigene Agenda, das eigene Ansinnen stören.

Daher wird von Teresa Z., ihrem Anwalt und all jenen, die dem vermeintlichen Opfer auf politischer Bühne beispringen, zu fordern sein, die Öffentlichkeit über alle Aspekte aufzuklären. Die Medien wären gehalten, diese Informationen einzufordern. Doch dazu müssten sie sich als den Anwalt der Leserschaft verstehen und nicht als Protagonist einer unschönen Kampagne. Einer Kampagne bei der Teresa Z. erneut zum Opfer werden könnte. Doch ob auch Täter oder nur Opfer lässt sich wohl auch hier noch nicht sagen. Denn auch hier gilt die Unschuldsvermutung – gegenüber Medien und (grüner) Politik. (CJ)