Hochrangiger islamischer Gelehrter nennt Selbstmordattentate die „erhabenste“ Form des Heiligen Krieges

Generalsekretär des Verbandes islamischer Universitäten, Ja‘far ‘Abd al-Salām, spricht von der „Erhabenheit“ des Selbstmordanschlages (Bild: YouTube; Rechte: Youtube; Quelle: siehe Link)

Der Generalsekretär des Verbandes islamischer Universitäten, Ja‘far ‘Abd al-Salām, spricht in einem Interview von der „Erhabenheit“ des Selbstmordanschlages. Das Interview wurde bereits am 21. Januar durch den Fernsehsender der Hamas, Al Aqsa-TV, ausgestrahlt und nun durch Memri-TV in Auszügen ins Englische übertragen. Al Aqsa-TV wurde in Deutschland dem breiten Publikum im Zusammenhang mit dem sogenannten „Hass-Hasen“ zum Begriff.

Über den aus dem Gaza-Streifen auch bis nach Deutschland ausstrahlenden Sender Al Aqsa-TV wird immer wieder zu Hass gegen Juden und Israel aufgerufen. Die Appelle zu Attentaten und Mordanschlägen richten sich dabei gegen „Zionisten“. Wie sehr dieser Begriff in seiner Bedeutung mit der Zuschreibung Jude identisch ist, wird auch in dem Interview mit Abd al-Salām deutlich.

Koran verspricht für Selbstmordattentate das Paradies

Der Professor an der Al-Azhar-Universität in Kairo und Vorsitzender des dortigen Fachbereichs für Internationales Recht macht den Zuschauern darüberhinaus klar, wie der Islam Selbstmordattentate gutheißt. Diese werden nach Darstellung des Gelehrten eindeutig durch den Koran gerechtfertigt. Dabei zitiert er auszugsweise den Vers 111 der 9. Sure. Dort heißt es: „Siehe, Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft. Sie sollen kämpfen in Allahs Weg.“

Die Al-Azhar-Universität ist die führende Bildungseinrichtung der sunnitisch islamischen Welt. Doch die Autorität der Hochschule geht weit über den rein sunnitischen Kreis hinaus, dem ohnehin mit zirka 85 Prozent die überwiegende Mehrheit der Muslime angehört.

„Einzig großer Schmerz macht einen zu einem großen Mann“

Umso mehr dürfte das im Falle des Generalsekretärs des Verbandes islamischer Universitäten gelten, der in ebenjenem Interview darlegt, der Geist des „Widerstandes“ speise sich aus dem Islam. Das Leben sei für einen Muslim wertlos. Der Islam und Patriotismus seien die Grundlage dieser Kultur, so der Professor aus dem Morgenland.

„Einzig großer Schmerz macht einen zu einem großen Mann“, erklärt der Gelehrte der größten afrikanischen Universität. Aber auch um die Belohnung für diesen Schmerz weiß der Experte für internationales Recht: „Der große Schmerz des Martyriums führt aber auch zu der großen Belohnung (Anm. d. Red.: des Einzuges ins) Paradies“, womit er die Verbindung zu dem zuvor von ihm zitierten Vers des Koran zu Selbstmordattentaten herstellt.

Auch auf die damit seiner Ansicht nach durch die Todesverachtung gegebene Überlegenheit weist Prof. Abd al-Salām hin. „Brüder, im Westen gibt es eine solche Kultur nicht. Denn die Menschen im Westen schätzen das Leben sehr.“ Hier wirft der Moderator eine Erklärung für diese augenscheinlich als merkwürdig empfundene westliche Werteskala ein: „Sie konzentrieren sich zu Lasten des Spirituellen auf das Materielle.“

Sie lieben das Leben und wir den Tod

Einen Beweis für seine These hat der Hochschullehrer auch parat: „Vielleicht haben Sie ja bemerkt, dass die Juden oder Zionisten nichts so sehr fürchten, wie getötet zu werden. Wir haben diese Furcht nicht.“ Und so führt er später im Interview fort: „Es ist sicher, dass der Islam Selbstmordattentate als Aufopferung und die erhabenste Form des Dschihad betrachtet.“

Bleibt die Frage offen, warum Professor Abd al-Salām den Weg ins Paradies nur anderen ans Herz legt. Möglicherweise liebt er sein Leben mehr, als ihm das lieb ist. (CJ)

Das Video-Interview auf Memri-TV: