Münchner Freiheit: Linke macht Recht auf Urlaubsfahrt zur ethischen Frage

Damals war ja auch nicht alles schlecht: Urlaub im Unterdrücker- und Unrechtsstaat „DDR“ (Bild:Pätzold, Ralf, Bundesarchiv Bild 183-1985-0218-021 ; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link)

Nachdem der deutsche Mittelstand die Schulden anderer Länder wie zuletzt Zypern zu einem Gutteil zu stemmen hat, soll ihm nun auferlegt werden, den Urlaub anderer zu bezahlen. Heute wird im Deutschen Bundestag ein Antrag der Fraktion Die Linke! beraten. Die SPD, in diesem Hase und Igel-Spiels der absurderen Forderungen an den Sozialstaat, schließt sich dem Antrag der Kommunisten an.

Vorbei die Zeiten, in denen man sich etwas leisten konnte, oder eben auch nicht. In Zeiten der Gleichmacherei wird durch die Linke definiert, was zu einem menschenwürdigen Leben angeblich unabdingbar dazu gehört. Dies zu finanzieren bleibt dann Sache derer, die sich das Mehr an Einkommen durch Verlust an Freizeit oftmals hart erarbeiteten. Freizeit, die andere nun mit dem von ihnen erarbeiteten Geld verbringen sollen. Dass dies auf EU-Ebene vorgedacht wurde, überrascht dabei nicht.

Um dies nun auf Deutschland herunterzubrechen, hat die Linke, also die Koalition roter Parteien, den „Sozialtourismus“ entdeckt. Fluchs wird das ganze zur „ethischen“ Frage erhoben. Nicht etwa, dass man in Urlaub fahren kann, ist ethisch geboten. Nein, nach Meinung der Sozialausbeuter von links und ganz links ist es „unethisch“, wenn der Staat nicht den einen die Früchte ihrer Arbeit raubt, um sie dann dem eigenen Klientel für eine Fahrt ins Blaue unter Tränen der Rührung und Ergriffenheit angesichts des eigenen Gutmenschentums auf dem Silbertablet des Anspruchs an Dritte, an die Klassenfeinde zu präsentieren.

Widerspruch ist ethisch unzulässig

Die Funktion dieser begrifflichen und moralischen Aufladung des „Sozialtourismus“ ist eindeutig. Es soll unmöglich werden, dem Ansinnen zu widersprechen. Der Gedanke an Widerspruch soll und muss einem sündig vorkommen. Des Teufesl ist es daher zu opponieren, wenn mit dem eigenen Geld andere durch den Staat zu einer Urlaubsfahrt eingeladen werden.

Dabei sei jedem soviel Vergnügen, Freizeit und Luxus wie nur möglich gegönnt; aber eben nicht auf Kosten anderer. Der SPD-Obmann im Tourismusausschuss, Hans-Joachim Hacker, sieht das anders. Der Sozialingeneur gibt sich aber nicht damit zufrieden, lediglich an den Symptomen herumzubasteln. Nein, der Abgeordnete macht sich da schon tiefer schürfende Gedanken und begründet seine Unterstützung für den Antrag der Linken messerscharf. „Das Kernproblem dieser Malaise: Die Einkommen sind zu niedrig“, sagt er im Interview.

Man möchte meinen, dies treffe auf alle Lebensbereiche zu, in denen am Ende des Geldes der Monat noch so lange ist. Doch kein Problem für die Linke. Die erklärt zum Menschenrecht, auch all jenes besitzen, auf all jenes einen Anspruch zu haben, was sich mit angeblich ach so starken Schultern ausgestattete Leistungserbringer dieser Gesellschaft selbst abknechten. Dieses aus linker Sicht gegebene Recht, dieser Anspruch, dieses Geburtsrecht und damit „ethische Frage“ wird von Sozialisten sehr einfach beantwortet: Die Klasse der Leister hat den selben Standard für das Klientel der Linken zu erarbeiten.

Soziale Wohltaten bis zum Zusammenbruch

Die amerikanische Linke ging in dieser Hinsicht noch über das Reisen hinaus und erklärte das eigene Haus für jedermann zur ethischen Frage. Der Community Reinvestment Act, unter Jimmy Carter verabschiet und unter Bill Clinton in seiner Anwendung ausgeweitet führte letztlich zur Mutter aller Immobilienblasen und zum Zusammenbruch des Weltfinanzsystems. Bis heute wird dieses – schon wegen des Fiatgeld-Prinzip falschen Systems – künstlich am Leben gehalten. Ein System, das dem Staat so wunderbar ungestört den Zugriff auf eine nicht versiegende Geldquelle sichert, was aber im Absturz enden muss.

Doch das stört Linke nicht. Im Gegenteil. Sehnen sie doch das Ende des Kapitalismus herbei. Wenn Sozialprogramme dabei helfen, das System bis zum Zusammenbruch zu überfordern, umso besser.

Freilich geht es der Linken beim sogenannten „Sozialtourismus“ noch um einen zusätzlichen propagandistischen Coup. Hat die „DDR“ jede durch die immer Recht habende Partei nicht genehmigte Reise mittels Mauermördern und Selbstschussanlagen beendet, muss dieses Unrecht nun klein geredet werden. Und so dient das Bejammern der sozial Benachteiligten, die auf den Spuren von Florida-Rolf wandeln wollen und ungerechterweise nicht können, einer anderen Aufgabe. Reisefreiheit gibt es im bösen Kapitalismus mangels ausreichenden Einkommens auch nicht. Auf diese Weise soll der Knast für 17 Millionen und damit das himmelschreiende Unrecht relativiert werden.

Doch auch bei oberflächlicher Betrachtung ist klar: Es geht um mehr. Es geht darum, jeden Unterschied einzuebnen. „Alles für alle und zwar umsonst“ wie ein Werbeplakat des durch den Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) gestützten und mit öffentlichen Geldern gesponserten Münchner Linksradikalentreff das Parteiprogramm der Linken so bündig zusammen fasste ist das Ziel. Mit anderen Worten: Es geht um Kommunismus.

Es ist also Vorsicht angesagt. Wenn Sozialisten andere auf große Fahrt schicken wollen, endet das im Lager. Übrigens auch für Sozialdemokraten.