Was war, was wird…

metropolico wünscht Frohe Weihnachten! (Bild: Klaus Steves / pixelio.de)

Wieder neigt sich ein bewegtes Jahr dem Ende zu. Ein Jahr, in dem Deutschland und Europa mit herbem Demokratieverlust und der Einführung der größten Badbank des Universums, dem ESM, für die Rettung von Banken, Staaten und letztlich seiner Währung bezahlen mussten. Der Bailout, einst völlig ausgeschlossen, dann einmaliger Sündenfall, wurde in diesem Jahr endgültig institutionalisiert. Von 2012 aus ergeht die traurige Botschaft an zukünftige Generationen: Willkommen in der Transferunion.

Nicht nur die EU beschäftigte uns 2012, historisch nicht weniger bedeutend war das, was im Norden Afrikas geschah. Der Arabische Frühling wurde spätestens in diesem Jahr zum Islamischen Winter. Und nicht einmal jene, die frühzeitig mahnten, das Unvermeidbare kommen sahen und mit ihren Vorhersagen in den weiten Sphären des Internets Recht behalten sollten, können sich wirklich darüber freuen, dass nun in Ägypten der Islamismus regiert und konstitutionell gefestigt ist.

Und was geschah hier, in Deutschland? Der Fall der NSU-Morde hielt die Nation in Atem. Besser gesagt jenen Teil der Nation, der darin seinen politischen Nutzen sah. Dieser Teil ist groß, dieser Teil ist mächtig, dieser Teil hält die Medienwelt fest im ideologischen Würgegriff. So erklärt sich, dass den NSU-Morden 2012 eine mediale Aufmerksamkeit zuteil wurde, als wären Uwe, Uwe und Beate mit einem Jumbojet in den Burj Kalifa gestürzt. So dringend notwendig die Aufarbeitung der beschämenden Taten fraglos ist, so übertrieben war und ist doch auch die Gewichtung dieser Taten, mutmaßlich begangen von zwei, vielleicht drei Außenseitern. Immerhin hat das auch sein Gutes: Diejenigen, die zehn Morde von drei Verbrechern gewichten, als wären es 10.000 Morde gewesen, begangen von einer durchweg verbrecherischen Gesellschaft, die gleichwohl nimmermüde werden, andere schlimme Taten, begangen von anderen Verbrechern aus anderen ideologischen Gefilden herunterzuspielen, verlieren sukzessive ihre Glaubwürdigkeit.

Womit wir bei den guten Nachrichten aus 2012 wären. Christian Wulff, der personifizierte Taugenichts des Parteienblocks, wurde mit Ach und Krach aus dem Amt gejagt. Sein Nachfolger ist ein Bundespräsident, der zumindest oberflächlich den Begriff der Freiheit symbolisiert, der keine Marionette im Parteienfilz ist, der wenigstens die Hoffnung weckt, sich nicht durchweg und ausnahmlos bis ans Ende seiner Präsidententage im Berliner Politikschleim zu suhlen.

Weitere gute Nachrichten waren: In Bonn entging Deutschland ein Mal mehr knapp dem blotigen Schrecken eines islamischen Terroranschlags, in Frankfurt wurde der größte politische Schandfleck der Nation, das Occupy-Camp, geräumt, in Berlin offenbart der größte infrastrukturelle Schandfleck Europas, der Pannenflughafen BER, die gänzliche Unfähigkeit derer, die heuer in Amt und Würden sind. Allen voran, in diesem Fall, des dunkelroten Oberbürgermeisters Klaus Wowereit (SPD), der, wäre er nicht dunkelrot, längst geteert, gefedert und aus der Stadt gejagt worden wäre.

Die allerbesten Nachrichten aber waren freilich: Die Welt ging zur allgemeinen Überraschung aller Naturwissenschaftler am 21. Dezember doch nicht unter. Und: Seit Januar diesen Jahres gibt es ein neues Online-Magazin namens metropolico, das die deutsche Medienlandschaft um ein kritisches und vor allem unabhängiges Angebot bereichert.

Nach Monaten des Schreibens und Recherchierens in der spärlichen Freizeit nimmt sich die metropolico-Redaktion nun eine wohlverdiente Auszeit, um im Kreise von Familien und Freunden das Fest der Besinnlichkeit zu feiern, das sich übrigens auch als Atheist ganz wunderbar feiern lässt (wer kann schon ernsthaft etwas gegen schöne Tage im Kreise seiner Liebsten haben?).

Daher wird es in den kommenden Tagen auf metropolico etwas ruhiger zugehen, um dann im neuen Jahr umso engagierter fortzusetzen, was 2012 begonnen wurde. Und wer weiß, was uns 2013 Berichtenswertes liefern wird. Eines steht jedenfalls schon heute fest: Es wird sicher nicht langweilig werden.

Nun wünschen wir allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest. Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit in unserem ersten Jahr, natürlich auch fürs Spenden, Kommentieren und Weitersagen. Wir hoffen, dass auch Sie die kommenden Tage im Kreise ihrer Liebsten feiern und genießen können. Und wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Herzlichst, Ihre metropolico-Redaktion.