Eine ganze Serie von Lügen (Bild: You Tube; Quelle: YouTube; Original: Siehe Link)

In einem Video werden die verschiedenen Darstellungen des terroristischen Überfalls durch Obama aufgezeigt.

Präsident Obama hatte in der zweiten Debatte mit Mitt Romney den Eindruck schaffen wollen, als wäre er von Beginn an gegenüber der Öffentlichkeit von einem Anschlag durch Terroristen ausgegangen und hätte dies so dargestellt. Nun hat die Gruppe „American Crossroads“, die die Republikaner in ihrem Wahlkampf unterstützt, ein Video zum Thema Überfall auf das Konsulat in Bengasi produziert. Darin werden die Widersprüche sichtbar, in die sich der Präsident verstrickt und dass er die Öffentlichkeit hinters Licht führen wollte.

Das Motiv Obamas, für den in militärischer Manier durchgeführten Überfall ein Video verantwortlich zu machen, dürfte auch mit der Nahost-Politik des Präsidenten zu tun haben. Schließlich war es die militärische Hilfeleistung der Amerikaner, die den „Rebellen“ in Libyen zu einem Sieg über Muammar Gaddafi verhalf. Sollte sich nun herausstellen, dass die Luftschläge gegen Gadaffis Truppen einen noch aggressiveren Feind zum Durchbruch verhalf, wäre der  Erklärungsbedarf für das eigene politische Handeln im Zusammenhang mit dem „Arabischen Frühling“ im Wahlkampf sehr groß gewesen.

Video war Rettung für Obama

Daher kam das berühmte Mohammed-Video und die muslimische Empörung hierüber für Präsident Obama und sein Team sehr günstig in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Damit würden keine Fragen aufkommen, ob die Politik der Unterstützung der in weiten Teilen dschihadistischen Aufständischen wirklich eine so gute Idee war. Wie schon durch metropolico berichtet, war die Obama Administration in der Folge sehr darum bemüht, der Öffentlichkeit weiszumachen, der Überfall auf das Konsulat in Bengasi habe sich spontan aus einer Demonstration gegen das Mohammed-Video entwickelt. Tatsächlich gab es aber keine Demonstration in Bengasi. In dem Video tritt am 14. September und damit zwei Tage nach dem terroristischen Überfall in Bengasi der Pressesprecher Jay Carney vor dem Presskorps des Weißen Hauses auf und behauptet, die Attacke sei eine Reaktion auf das Video gewesen. Ebenfalls am 14. September tritt  die Außenministerin Hillary Clinton im Beisein Präsident Obamas auf und macht ebenfalls das Video für die Morde an Botschafter Christopher Stevens und drei weiteren Mitarbeitern verantwortlich.

Vier Tage nach dem Überfall der Gotteskrieger täuscht die Botschafterin der USA, Susan Rice, die Öffentlichkeit mit ihrer Behauptung, das Video sei verantwortlich und der Überfall habe sich „spontan“ aus einer Demonstration entwickelt.

Auch sechs Tage nach dem Überfall ließ die Obama Administration durch Pressesprecher Carney weiterhin behaupten, das Video sei der Auslöser gewesen. Er verweist auf Proteste in Kairo und in Bengasi. Letztere hat es allerdings nicht gegeben. Diese Behauptung hielt der Pressesprecher auch noch einen Tag später, am 19. September aufrecht.

Eine ganze Serie von Lügen

Am 20. September verbindet Obama selbst das Video, die Prosteste und den Überfall. An diesem Tag bestätigte Carney auf Nachfrage noch einmal, dass das Weiße Haus in Zusammenhang mit dem Überfall auf das Konsulat von Bengasi nicht von Terrorismus gesprochen hatte.

Am Ende macht auch die Moderatorin Candy Crowley noch einmal deutlich, dass Obama und seine Mitstreiter die Öffentlichkeit zwei Wochen lang eine andere als die tatsächliche zu Bengasi erzählt hatten. Es habe tatsächlich keinen Protest vor dem Konsulat gegeben. Allerdings war sie es, die Romney in der zweiten Debatte unterbrochen und korrigiert hatte, als der die wahren Zusammenhänge aufzeigen wollte.

Derweil zieht der Umgang Präsident Obamas mit dem Vorfall in Bengasi nun weitere Kritik auf sich. Bei einem Fernsehauftritt bei dem Obama-Unterstützer und Komiker Jon Stewart in dessen „Daily Show“ hätte  der Wahlkämpfer eigentlich nicht viel verkehrt machen können. Doch als Stewart die Frage stellte, ob es sein könne, dass der Umgang mit dem terroristischen Überfall nicht optimal gewesen sei, meinte Obama: „Was nicht optimal ist, ist das vier Amerikaner gestorben sind.“ Viel blöder kann man sich allerdings nicht anstellen – oder noch suboptimaler. (CJ)
Hier das Video: