Konnte mit seiner Kompetenz überzeugen: Mitt Romney (Bild: Gage Skidmore; Quelle: Wikipedia; Rechte: siehe Link)

Laut Darstellung der Medien hat Präsident Barack Hussein Obama die zweite Runde der drei Debatten gewonnen. Die Zahlen legen eine andere Sicht nahe.

Präsident Obama hatte die erste Debatte gegen den früheren Gouverneur derart deutlich verloren, dass jede einigermaßen überzeugende Leistung als Comeback angesehen worden wäre. So ist es wenig überraschend, dass den derzeitigen Präsidenten viele Medien in den USA und nahezu alle in Deutschland zum Sieger der zweiten Runde erklären.

Dabei berufen sich die Journalisten häufig auf die Blitzumfrage durch den Sender CNN nach der Debatte. Laut dieser sahen 46 Prozent der amerikanischen Zuschauer den Amtsinhaber als Sieger, während Romney in der zweiten Debatte nur 39 Prozent überzeugen konnte.

Die „Details“ der Meinungsumfragen sind bedeutend

Doch das Bild ändert sich fast schon dramatisch, wenn man sich die Umfrageergebnisse zu einzelnen Politikfeldern ansieht. Der CNN-Moderator Wolf Blitzer stellte diese kurze Zeit nach Veröffentlichung der Zahlen zu der allgemeinen Einschätzung der Leistung in der Debatte vor. Danach waren 58 Prozent der Zuschauer der Ansicht, Romney wäre in Wirtschaftsfragen und damit im zentralen Thema des Wahlkampfes kompetenter. Nur 40 Prozent geben hier Obama den Vorzug.

Doch auch in anderen Fragen lag der Republikaner deutlich vorne. So etwa bei der, welcher der Kandidaten die Gesundheitsfürsorge kompetenter gestalten könnte. Nach einigen Jahren der sogenannten Obamacare, bei der der  Präsident allen einen Versicherungsschutz für den Fall von Krankheit versprochen und behauptete hatte, alle Versicherten könnten ihren Schutz in der alten Form behalten, sind die Vorbehalte gewachsen. Man kann auch an dieser Umfrage zu einem wirklichen Thema ablesen, wie kompetent oder inkompetent Obama aus Sicht der Zuschauer Politik gemacht hat. Nach vielen gebrochenen Versprechen und der Entnahme von über 700 Milliarden US-Dollar aus dem medizinischen Versorgungsprogramm für Ältere durch Obama zur Finanzierung des eigenen Programms trauten nach der Debatte nur 46 Prozent dem Präsidenten zu, die Fragen der Gesundheitsvorsorge besser zu lösen als sein Konkurrent. Allerdings zog Romney auch hier an Obama vorbei und konnte 49 Prozent der Befragten von seiner Kompetenz überzeugen.

Auch im Bereich der Steuerpolitik kann der Präsident keine Mehrheit der Zuschauer hinter sich bringen. Das ist schon deshalb bemerkenswert, da die Demokraten unter Obama mit einer Neiddebatte und falschen Zahlen behaupten, Romney würde den „Reichen“ die Steuern erleichtern wollen, um dafür die Mittelklasse umso stärker in die Pflicht zu nehmen. Laut CNN hat diese Taktik bei den Zuschauern der Debatte allerdings nicht verfangen. Nur 44 Prozent konnte Präsident Obama von seinen Plänen zur Besteuerung überzeugen, während Mitt Romney mit 51 Prozent einen klaren Vorsprung und die Mehrheit überzeugen konnte.

Auch bei der Bekämpfung der Staatsverschuldung konnte der Präsident nicht allzu viele potentielle Wähler hinter sich vereinen. Nachdem Obama versprochen hatte, das Defizit bis zum Ende seiner ersten Amtszeit zu halbieren, es aber tatsächlich in schwindelerregende Höhen führte, verfängt seine Rhetorik nicht mehr. Auch nach der angeblich gewonnenen Debatte konnte er – wohl auch angesichts seiner bisherigen Leistung – nicht überzeugen. Nur 36 Prozent konnte Obama in dieser Frage hinter sich bringen. Romney wird hingegen von 59 Prozent auch in diesem Politikfeld eine höhere Kompetenz zugesprochen.

Debatte über die Debatte

Die Debatte über die Debatte hält in Amerika derweil weiter an. Insbesondere die Moderatorin Candy Crowley steht dabei im Fokus. Sie war Präsident Obama zur Seite gesprungen, als dieser darlegte, er habe von Anfang an gesagt, der  Anschlag auf das Konsulat Bengasi, bei dem vier Amerikaner getötet wurden, sei ein Akt des Terrorismus gewesen.

Dies hatte der Präsident tatsächlich am Tag nach den Anschlägen tatsächlich im Rosengarten des Weißen Hauses so formuliert. Allerdings machte Obama in der exakt selben Rede die Unruhen verantwortlich, die angeblich wegen des Mohammed-Videos in der muslimischen Welt ausgebrochen waren. Insofern waren die Worte des Präsidenten als eine generelle Aussage zu verstehen. Der Präsident weigerte sich aber über zwei Wochen lang, den Überfall auf das Konsulat als Terrorismus anzusehen.

Ein Vorgehen wie es bei Obama üblich ist. Auch den Terrorakt durch den den sogenannten Ford Hoot Shooter, Nidal Malik Hasan, der unter Allah u Akbar Rufen seine Kameraden mit Gewehrfeuer niedermähte wird immer noch nicht als Terrorismus anerkannt. Die Obama Administration besteht darauf, die Opfer dieses Terroraktes als solche anzuerkennen. Die Regierung unter dem 44. Präsidenten besteht darauf, dass es sich um Opfer von „Gewalt am Arbeitsplatz“ handelt.

Auch Obamas Pressesprecher Jay Carney, stellte den terroristischen Anschlag in Bengasi lange Zeit als einen Übergriff dar, der sich spontan aus einer Demonstration entwickelt habe. Doch vor dem Konsulat in Bengasi fand überhaupt keine Demonstration statt (metropolico berichtete) Aber auch die Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen und Außenministerin Hillary Clinton wiederholten die Behauptung immer wieder, dass es sich bei Bengasi um einen spontanten Übergriff aus einer Demonstration heraus gehandelt habe. Auch der Präsident selbst hatte diese Darstellung bei verschiedenen Auftritten, so etwa in der Fernsehshow „The View“ gestützt. Er behauptete in dieser Sendung für das weibliche Publikum, dass man noch nicht wisse, ob es Terrorismus gewesen sei. Doch nun behautet der Demokrat, den terroristischen Überfall von Anfang an als solchen bezeichnet zu haben.

Die Moderatorin Candy Crowley räumte einen Tag nach der Debatte ein, dass Gouverneur Romney mit seiner Darstellung der Ereignisse, die sie in der Fernsehdebatte abgebrochen hat, richtig lag. Als Konservativer muss man nicht nur gegen den politischen Gegner gewinnen, sondern auch in Amerika gegen die Medien. (CJ)

Hier das Video der zweiten Debatte: