Fordert „Umfairteilung“: DGB-Chef Frank Bsirske (Bild: Wolfgang Meinhart, Hamburg; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe unten)

Am Samstag sind in Frankfurt tausende Menschen dem Aufruf zu einer Demonstration gefolgt. Die Forderung der Initiatoren: „Umfairteilung“.

Tausende Menschen haben am Samstag in Deutschlands führender Finanzmetropole für mehr Umverteilung demonstriert. Ins Leben gerufen wurde der Protest unter dem Motto „Umfairteilen“ von linken Gruppierungen, darunter Gewerkschaften, Sozialverbände und Globalisierungskritiker von Attac. Die Veranstalter sprachen von 7.000 Teilnehmern, die Frankfurter Polizei von 3.900.

Typisch für linke Gruppierungen

Die Forderungen der Initiatoren: Die Einführung einer dauerhaften Vermögenssteuer, eine einmalige Vermögensabgabe und die wirksame Bekämpfung von Steuerflucht. Auf der Abschlusskundgebung erklärte Verdi-Chef Frank Bsirske, die Steuerzahler hätten die Bankenrettung finanziert und damit die Vermögen „der Reichen“ gesichert. „Es ist an der Zeit, dass diejenigen, die davon profitiert haben, jetzt auch ihren Beitrag leisten“, so Bsirske.

Die Forderung nach mehr Umverteilung ist typisch für linke Gruppierungen, wenn nicht gar deren einziges wirtschaftspolitisches Konzept. Dabei werden nicht selten Forderungen gestellt, die faktisch die Enteignung ganzer Bevölkerungsschichten bedeuten würden.

Mit der Realität wenig zu tun

Mit der Realität haben Bsirskes Aussagen derweil wenig zu tun. „Die Reichen“ tragen in Deutschland das Gros der Steuerlasten. Derweil machen Sozialabgaben über die Hälfte des Bundeshaushaltes aus, im Jahr 2011 mehr als 150 Milliarden Euro. Damit erzeugt „Umfairteilung“ nach unten schon heute pro Jahr mehr Kosten als die einmalige Bankenrettung nach der Lehman-Pleite. (MP)

Artikelbild: DGB-Chef Frank Bsirske (Bild: Wolfgang Meinhart, Hamburg; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizenz; Original: Siehe Link)