Laut, aber arm an Fakten: Madonna (Bild: YouTube; Quelle: Youtube; Rechte: Youtube; Original: siehe unten)

Die gegen Alterserscheinungen ankämpfende Pop-Sängerin Madonna hielt im Rahmen eines ihrer Konzerte eine Unterstützungsrede für den amtierenden Präsidenten Barak Hussein Obama.

In ihrer mehr als zwei Minuten dauernden Rede wollte sie die Besucher ihres Konzertes in die Pflicht nehmen, für den Demokraten im Weißen Haus zu stimmen. Dabei nahm sie unter beständiger Verwendung solcher Worte wie „fucking“ und „shit“ Anleihen bei der amerikanischen Geschichte – oder was die Künstlerin dafür hält.

Wegen zweier Republikaner für Obama stimmen

Auf die Frage Modonnas, für was der republikanische Abraham Lincoln denn wohl gekämpft habe, rufen die Zuschauer: „Freiheit“. Genau um das gehe es, um Freiheit, bestätigt die Sängerin, die dann auf einen zweiten Republikaner verweist, auf Martin Luther King.

Aber nun habe man einen Afroamerikaner im Weißen Haus. King sei damit nicht umsonst gestorben. Sie hätten für die Freiheit der Amerikaner gekämpft; für Menschen, die anders seien. Eine mehr als abstruse Sicht auf Martin Luther King, der eben nicht dafür kämpfte, dass ein Schwarzer Präsident würde, sondern dafür, dass die Hautfarbe dabei keine Rolle spielt. King hatte den Traum, dass eines Tages niemand mehr nach der Farbe seiner Haut, sondern einzig nach seinem Charakter beurteilt würde. King wörtlich: „I have a dream that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin but by the content of their character.“

Das passt wenig zu dem, dass die Sängerin oberflächlicher Popsongs in der selben Oberflächlichkeit über die amerikanische Geschichte hinweg reitet und die Bedeutung der Präsidentschaft Obamas unter anderem an genau jenem festmacht: an seiner Hautfarbe.

Aber auch sonst nahm es die augenscheinlich nur oberflächlich Gebildete mit einem anderen Fakt nicht so genau. So behauptete sie unter dem Gejohle der Zuschauer, Obama sei Muslim (bei 2:02 Minute). Ein Behauptung, die nicht neu ist und die eher aus dem dem Präsidenten weniger freundlich gesinnten Lager stammt.

Unter anderem auch deswegen, da von Obama das Zitat stammt: „Der muslimische Ruf zum Gebet ist einer der schönsten Klänge.“ Es wäre überraschend, wenn ihm diese Unterstützungsrede der Sängerin Madonna nur ähnlich angenehm in den Ohren klänge. (CJ)

Hier der Ausschnitt aus Martin Luther Kings Rede:

Artikelbild: Laut, aber arm an Fakten: Madonna (Bild: YouTube; Quelle: Youtube; Rechte: Youtube; Original: siehe Link)