Obama kämpft mit alten Slogans im neuen Wahlkampf metropolico-New
Der alte Zauber soll zu einer erneuen Amtszeit führen (Bild: Screenshot Video)

In einem Video hat die republikanische Partei aufgezeigt, wie sehr Barak Obama seinen alten Wahlkampf aus dem Jahr 2008 wieder aufleben lässt. Das dürfte allerdings nicht allzu sehr verwundern, hat der 44. Präsident der USA nach vier Jahren Amtszeit doch außer nicht eingehaltenen Versprechen nichts vorzuweisen. Seine Ankündigung, die Arbeitslosigkeit bis 2012 unter die sechs Prozentmarke zu drücken kann als mindestens ebenso großartig gescheitert betrachtet werden wie das Versprechen bis zum Ende der ersten Amtszeit das enorme Defizit zu halbieren. Stattdessen hat der demokratische Politiker dieses in bis dato unbekannte Höhen geführt.

Noch selten hat ein Präsident die politischen Chancen derart leichtfertig verspielt wie der Politiker aus Chicago. Seine überwältigende demokratische Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses hatte er nach zwei Jahren im Amt durch einen Erdrutschsieg der Republikaner in den Zwischenwahlen verloren. Ein Verlust, der vor allem dem Mann im Weißen Haus zuzuschreiben war und dessen schon bis zu diesem Zeitpunkt mehr als ernüchternde Bilanz.

Diese Ernüchterung ist es auch, die den Präsidenten nach vier Jahren wieder wie den Wahlkämpfer aus 2008 auftreten lässt. Noch einmal versucht Obama seine Anhänger mit großen Worten und umso größeren Ankündigungen zu verzaubern. Deshalb kopiert Obama sich selbst. Jedoch wird sich Amerika eine zweite derartige Amtszeit wohl kaum leisten können – und vielleicht auch nicht leisten wollen. (CJ)