Major Nidal Malik Hasen metropolico
Aalglatt rasiert präsentiert sich der dreizehnfache Mörder von Fort Hood: Major Nidal Malik Hasan (Bild: Major Nidal Malik Hasan; Quelle: Wikipedia; Rechte: siehe unten)

Der Terrorist und amerikanische Armee Offizier Nidal Malik Hasan erschoss am 05. November 2009 unter wiederholtem „Allahu akbar“ Rufen 13 Menschen und verwundete 49 weitere in der in Texas gelegenen Fort Hood Kaserne. Seit nun fast drei Jahren ist er dafür immer noch nicht durch das für den Soldaten Hasan zuständige Militärgericht verurteilt worden. Nun kommt es nach einer Meldung der Associated Press (AP) zu weiteren Verzögerungen.

Hasan besteht darauf, sich einen Bart stehen zu lassen. Doch bei Verhandlungen vor einem Militärgericht gelten besondere Regelungen was das Auftreten der Verfahrensbeteiligten angeht. Da es Soldaten im Rahmen solcher Verhandlungen nicht erlaubt ist, einen Bart zu tragen, wurde Hasan wegen Tragens eines Bartes von der Verhandlung ausgeschlossen. Er durfte diese von einem benachbarten Raum über einen Fernseher verfolgen.

Prozess um Hasans Bart

Nun hat sich eine juristische Auseinandersetzung darüber entwickelt, ob Hasan aufgrund seiner religiösen Pflicht während der Verhandlung einen Bart tragen darf. Der Angeklagte, der sich schon vor dem terroristischen Akt gegenüber seinen Kameraden auf privaten Visitenkarten als „Soldat Allahs“ bezeichnete, war allerdings im Rahmen seines Anschlages glatt rasiert. Daher möchten die Ankläger diesem Ansinnen nicht entsprechen.

Das hat nach ihren Angaben auch praktische Gründe, denn mit Bart könnte es den Zeugen schwerer fallen, den Terroristen und mutmaßlichen dreizehnfachen Mörder zu identifizieren. Daher nun muss ein anderes Gericht über die Bart-Frage entscheiden, was von manchen Beobachtern als eine gezielte Verzögerungstaktik der Verteidigung gewertet wird. Für den morgigen Montag war der Auftakt der Hauptverhandlung mit der Auswahl der Jury-Mitglieder geplant gewesen.

Anschlag als religiöse Pflicht

Doch mit der Entscheidung eines anderen Gerichts über Hasans Bart soll auch vermieden werden, dem Angeklagten einen Berufungsgrund an die Hand zu geben, da man ihn wegen der „Bart-Frage“ eventuell unrechtmäßig von der Verhandlung ausgeschlossen hat.

Power Point Vortrag Major Hasan
Schon im Juni 2007 machte Hasan im Rahmen eines Vortrages klar, woran er wirklich glaubte (Bild: Major Nidal Malik Hasan; Quelle: Wikipedia, Rechte: siehe Link)

Der Muslim hat laut AP schon angedeutet, sich zu den Morden zu bekennen und deutlich zu machen, diese aus religiösen Gründen begangen zu haben. Doch wegen einer infrage kommenden Todesstrafe für Hasan würde das Gericht dieses Geständnis nicht anerkennen können.

Der Prozess könnte auch eine Antwort auf die Frage erbringen, warum niemand auf die Gefährlichkeit des Soldaten Allahs innerhalb des Militärs aufmerksam wurde. Hatte der doch bereits im Juni 2007 vor Kameraden einen Powerpoint-Vortrag über den Dschihad und die weitere Pflicht eines Muslims, den islamischen Staat einzuführen, gehalten. Ein Vortrag, der auch sonst an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ.

Anschlag vermeidbar?

Dass die Zuhörer durchaus über die Bildung verfügten, die Widersprüche im Vortrag Hasans mit der Pflicht eines amerikanischen Soldaten zu erkennen, ist unbestritten. Hasan schwärmte vor Psychologen und Psychiatern der US-Armee von der Schönheit des schariatischen Rechts und dem bewaffneten Kampf gegen Ungläubige. Doch keiner der Kameraden sah sich veranlasst, näher nachzufragen und auch Hasans Vorgesetze kamen nicht ins Grübeln.

Daher ist neben dem Täter selbst wohl nicht nur der Dschihad, sondern eine westliche Geisteshaltung für den „Erfolg“ des Terroristen verantwortlich. Denn es gilt: Political Correctness kann tödlich sein. (CJ)

Artikelbild: Aalglatt rasisert präsentiert sich der dreizehnfache Mörder von Fort Hood: Major Nidal Malik Hasan (Bild: Major Nidal Malik Hasan; Quelle: Wikipedia; Rechte: siehe Link)